Während ich die kommenden zwei Wochen plane, weil die meiste Zeit außerhäusig unterwegs, verfalle ich kurzzeitig in Aktionspanik, ob des Wissens und der immer eigenen Organisationsübersicht, was und wie ich die diversen Tage so verbringe.
Eventuell hat es der ein oder andere schon zur Kenntnis genommen, dass mein Start in die Mega- Event- Woche leicht verhindert statt gefunden hat: Tsja, dann überlest ihr jetzt den folgenden Hass- Tirade- Salm meiner Seite.
Allen anderen sei gesagt, dass der letzte Mittwoch wahrlich in die Anti- Auto- Hall of Fame eingehen wird, denn folgendes hat sich zugetragen: 07:00 in der Früh bin ich startklar zum Aufbruch in die alte Bundeshauptstadt, einen Termin vorher noch in Potsdam, liegt ja auf dem Weg- easy also. Wissentlich, dass man erst ab 15 Uhr in Hotels einchecken kann, plane ich einfach ein bisschen mehr Zeit ein, um entspannt ans Ziel zu gelangen. Fein, so weit. In Potsdam läuft alles mehr als planmäßig und ich schwinge mich entspannt ins Auto, bereit, die nächsten fast 600 km zu reiten…yeahahhh! Allet läuft nach Plan und ich telefoniere noch mit meinem Kollegen, der ’ne Stunde nach mir los gefahren ist, weil wir uns gegenseitig auf dem Laufenden halten bezüglich Verkehr und so…bis ich- und ich habe noch scherzhaft erwähnt, dass das Abbiegen am ADAC- Heli auf die A3 immer bedenklich ist, wir uns zudem im Berufsverkehr befinden, mir Sorge bereitet und schwupp…befinde ich mich nicht nur im kölner Einzugsgebietberufsverkehr, sondern in ’ner fetten Vollsperrung. Naja, ist halt so- bin ja rechtzeitig los gefahren! Nach einer guten halben Stunde rufe ich nicht nur Heiko an, sondern browse durch FB, um mir die Zeit zu vertreiben. Stoße auch gleich auf ein Foto von ’nem Kumpel, der wohl auch fest hängt und denke noch so: arme Sau! Geht mir bestimmt nicht so….am Arsch! 3 1/2 Stunden später bewegt sich das erste Auto vor mir und ich bin innerlich schon am Platzen, denn ich bin leider nicht so cool, als dass ich als Frau hinter die Leitplanke pinkel, also ist meine Anspannung recht hoch und teilweise sogar verkrampft; bin ja erst seit knappen 7 Stunden unterwegs. (Verzweiflungsemoji) Kurz vor mir, keine 2 km ist der Unfall passiert, ich erlebe ein echtes Aufkommen von Rettungsaktionen wie 20 Notarztwagen, diverser Feuerwehrzüge, sowie Helieinsätze. Krass! Mein Navi hat eigentlich Real- Time- Modus….muss also knapp vor Eintreffen passiert sein, denn mein anderer Kollege, der 4 Stunden später abgefahren ist, berichtet kackenfrech, dass er bald da ist. Egal, wir fahren alle in Mühlheim runter und ich denke nur: FUCK the fuck OFF! Rein nach Köln…Dom 4x links von der Brücke aus, 3x rechts…voll toll so ein Dom! Meinem Instinkt, den Rhein links lang zu fahren , folge ich aus unnachvollzieharen Gründen erstmal nicht, „Get the fuck out of here!!!!“…um später dann doch dieser Intension zu folgen. Mein kleines, großes Problem aber derweil ist einen Abort zu finden, den ich durch Zufall, beim ersten Abbiegen, um parallel Google- Maps zu aktivieren, in der Hoffnung, dass dies die kartografische Verwirrung löst, entdecke- einen Döner- Imbiss! Halleluja!!! Ich stürze echt im Zugzwang in diesen Laden und frage im Weitergehen, ob ich die Toilette benutzen darf, mit der hinterher hallenden Antwort „Ja, aber kostet 1€“ auf den ersehnten (jeder, der mich kennt weiß, dass ich eigentlich so gut wie nie auf Klo muss- nicht so’n Ding wie: wer einmal geht, muss immer- Typ 🤪 ) Platz der Erleichterung und hab‘ nach der unfassbaren neuen Unbeschwertheit leider kein Kleingeld und drücke dem verblüfften Besitzer einen 5er entgegen und sage, dass er mir wahrlich das Leben gerettet hat, worauf er mich fragt , ob ich nicht einen Döner möchte, was ich aufgrund fehlendem Hunger und Zeitmangel verneine und kopfbefreit und sichtlich entspannter wieder in mein Auto springe auf der Suche nach DEM Weg zum finalen Ziel. Köln suckt richtig, hat es schon immer und nach mehrfachen Versuchen, diverse Navigationshilfen zu aktivieren,besinne ich mich auf mein Bauchgefühl und lasse den Rhein einfach links liegen und starte durch; der unfassbare Verkehr kann mich nicht mehr aus der Bahn werfen, denn ich bin entspannt und alles um mich herum interessiert mich ’nen Scheiß. Anstatt um 14 Uhr checke ich um 19 Uhr im Hotel ein, feixende Kollegengesichter glotzen mich provokant an…keine so gute Idee, denn ich bin auf High Voltage…säusele aber der kläffenden Meute ein „bis gleich“ zu und die Fahrstuhltür schließt sich endlich und ich bin noch kurz allein.
Fasst nicht erwähnenswert, dass ich mich an diesem Abend noch gezofft habe, aber ich wünschte mir kurze Zeit meine 🦄 Frau zurück, denn ich war echt am Limit. Was soll’s!?!
Zwei Tage später sagt meine Freundin: fahr bloß nicht über die 45! Keine Ahnung, es war alles, nur keine Ignoranz der Aussage gegenüber, aber schwuppdiwupp war ich auf eben dieser, natürlich mit angekündigter Sperrung. Super Sache, wenn dein Navi von 14:35 Ankunftszeit auf 16:40 umspringt. Me pissed! Vorbei an flauschigen Longhorns und rauf und runter im Sauerland, das Offroad – Paket meines SUVs nutzend, hab ich irgendwie zurück in die Zivilisation gefunden,um kurzerhand dann doch wieder auf einer echten Straße zu sein. Der Rest war wie nach Hause kommen: ich war Monde nicht in dieser Gegend, aber erkannte so viel, dass es heimelig war. Und dann kam der befreiende Moment des Wiedersehens! Was für ein Wochenende, full of Freude und Miteinander; wirklich toll! Leider, ich muss es so sagen, war selbst der Rückweg nicht ohne Hindernisse, deshalb hab ich-wissentlich- beschlossen, schon um 9 Uhr auf zu brechen. Hintergrund ist der, dass ich nur den Nachmittag/ Abend mit Erik hatte, wir Kinotickets für den Bowie- Film hatten und ich Montag früh schon gleich wieder aufgebrochen bin zur beruflichen Woche quasi.
Alles super, Navi sagte 13:30 als Ankunftszeit voraus, yeah! Bis in Hannover Herrenhausen wegen Vollsperrung alle von der A2 runter mussten und ich auf dem Weg der Umleitung kurzerhand beschlossen habe, dass 89 km vor Bremen echt schon viel zu weit weg von meinem Kurs sind, abgebogen bin und voll easy durch Hannover gecruised bin, um leider an der genau der Stelle wieder heraus zu kommen, an der ich von der Autobahn runter musste. Grumpfllllll#?#!Allright then…another turn über irgendne Zubringerstraße hin zur A7, kilometerweit bis zum Turn in Richtung Kassel. Me, fix und fertig…just saying.
Eine gute halbe Stunde später bin ich wieder auf der A2 und entdecke, dass auch über 210 ein gutes Tempo mit meiner Karre her geben. Bin dann doch gegen 14:50 Uhr in Berlin, rufe vorher noch kurz zuhause an, um zu klären, dass wir uns nur umziehen um dann zu Bowie in den Zoo-Palast zu gehen. Klappt auch irgendwie, sehen beide aus wie Rockstars, nur aus verschiedenen Jahrzehnten! Weltklasse! Werden am Savignyplatz auch gleich mehrfach auf unser Outfit angesprochen…und das in Berlin! Kommt ja nun auch nicht alle Tage vor! Yeah!
Zack, noch 2-3 Zigaretten geraucht bevor es rein geht und voll geflashed, wie krass der Unterschied zu heute und damals ist: der Eingang zum Kino erschien mir damals echt pompöser, vielleicht weil kleiner, aber definitiv eindrucksvoller. Im Kino selbst, nach klassischer Popkornbestellung und Getränkeaufgabe war das Hineingehen dann doch impulsant: zwar nur Kino 4 aber trotzdem echt platzmäsdig sehr spendabel; sodass Reihe 5 mittig wie der Jackpot erschien.
Alleine nach über 10 Jahren mal wieder Kinowerbung in groß zu sehen war echt ein Erlebnis für sich selbst- haben alleine deswegen schon beschlossen, doch nicht alle 10 Jahre ins Kino zu gehen, sondern häufiger (was daraus wird, wird sich zeigen). Und dann geht der violette Vorgang auf und David Bowie spricht zu uns, was für mich tatsächlich familär klingt und ich mich sofort zuhause fühle, bis das erste Video startet und ich echt komplett outta space, mit kinderglitzernden Augen da sitze und mein Glück nicht fassen kann! Es vergehen 2 1/2 Stunden, die fast schöner sind als diverse Konzerte, die ich in meinem Leben besucht habe und am Ende kann ich nicht fassen, dass es zu Ende ist…Erik geht es genau so, was mich noch mehr zu Tränen rührt; schön, wenn man ein für einen echt elementares Ding im Leben teilt. Wir fahren tatsächlich wild über den Film wild quatschend nach Hause, wo wir dann aber auch recht schnell fest stellen, dass schlafen gehen eine super Sache ist und so geschieht es.
Viel zu schnell ist der Moment der Vertrautheit und des Zugauseseins vergangen und so ist es schneller als mir lieb ist Montag und ich befinde mich schon wieder auf der A9 Richtung Erfurt, wo mich das Navi plötzlich über Halle führt, was ich kurzzeitig seltsam finde, ist dies doch ein krasser Umweg. Pfhhhhhh! Vollsperrung ist auch hier das Zauberwort und der autoinnere Kompass führt mich sicher um diesen herum, fast nicht zu glauben! Ich dachte kurzzeitig schon, dass ich die Pest am Arsch habe, bezüglich Autobahnen und so… scheint doch nur ’ne kleine Epedemie zu sein; na was für’n Glück! Den Rest erspar ich euch, denn jetzt würde es echt aggro und ausfallend werden. Freu mich, dass ich aktuell zwei Nächte zuhause verbringen kann und der Rest wird sich geben…irgendwann…good night, good fight! (MTV Prodigy vs Celine Dijon- YouTube gives the answer!)
what if?
What if we could change only one thing in life just right now?What if we are with the power to change even more than one thing in life right now?And what if we were in the place of politicians these times and really have the power to change even most of anything ( if possible) in this almost lost world?What if? Maybe some of us would be enormously dedicated to something like: and now we’re going to safe the world, we really do!And some of us are like: I don’t really give a danmn about what happens to the world… What if we just be more critical against politicians than rather be against current supposed do- godders? What if? What if all the „what the hell you think we’re pretending to believe the shit you are selling us“? people stand up and fight for their rights?Do we have something to loose? I don’t think so. Deutschland ist wahrlich noch nicht an seine Kotzgrenze gekommen, da können wir uns weltweit wohl ein fettes Stück abschneiden. Schlimm genug. Ist es nicht wirklich an der Zeit, um für elementare Dinge auch mal auf die Straße zu gehen, als permanent nur zu lamentieren? What if….kann natürlich auch gerade so weiter laufen, denn: Hey! Wird schon!What if?
What if?
What if we could change only one thing in life just right now?
What if we are with the power to change even more than one thing in life right now?
And what if we were in the place of politicians these times and really have the power to change even most of anything ( if possible) in this almost lost world?
What if?
Maybe some of us would be enormously dedicated to something like: and now we’re going to safe the world, we really do!
And some of us are like: I don’t really give a danmn about what happens to the world…
What if we just be more critical against politicians than rather be against current supposed do- godders?
What if?
What if all the „what the hell you think we’re pretending to believe the shit you are selling us“? people stand up and fight for their rights?
Do we have something to loose? I don’t think so.
Deutschland ist wahrlich noch nicht an seine Kotzgrenze gekommen, da können wir uns weltweit wohl ein fettes Stück abschneiden. Schlimm genug. Ist es nicht wirklich an der Zeit, um für elementare Dinge auch mal auf die Straße zu gehen, als permanent nur zu lamentieren?
What if….kann natürlich auch gerade so weiter laufen, denn: Hey! Wird schon!
What if?
…one night in Spandau…
Bad Brains!!! No!!!
Bad Brians!!!🫵
Jeden Freitag im Sommer lädt Spandaus Kleinkunstbühne zum musikalischen Miteinander ein und dass auch schon den ganzen Sommer, beginnend mit der Fête de la Musique zur Sommersonnenwende. Das hat Tradition und lockt den ein oder anderen Menschen in die vertraute Location nach Spandau, nämlich in den Biergarten des Lutetia. Ich selbst war vor zwei Wochen das letzte Mal da; letzten Freitag hat mich ein Kurzerkältungsphänomen daran gehindert, was wirklich schade war, da schließlich die next Generation von den „Fuckers“ den Ton angegeben hat; der wöchentliche Ausklang ist ja schon fast gesetzt dieser Tage: umsonst und draußen ist das Motto, was zahlreiche, mir unfassbare Flashbacks verschaffene Momente beschert und ich ganz oft gar nicht glauben kann, wer sich alles die symbolische Klinke in die Hand gibt an solchen Abenden!
Ich hatte schon so ’ne Ahnung, als ich mich zum heutigen Freitag verabredet habe: Punk- Coverband. In Spandau. Das meet and greet wie sonst nur damals im Lido, vorher Kato, jetzt SO36 bei Peter and the Testtube Babies, Jahr für Jahr. Damals wie heute erstaunlich, dass auch Menschen aus anderen Bezirken noch Tickets ergattert haben und wie Fremdkörper beglotzt wurden, da man eigentlich unter sich war. Heute glich es einem Happening der extremen Art; klar eigentlich: welcome to the district of punk: Spandau!!!
Ich war anfangs so in Gespräche vertieft, dass ich den ersten Song von Slime tatsächlich nicht mitbekommen habe, was wirklich schade war. Wobei im Hintergrund hört man ja doch mit und dementsprechend hat meine Bank- Sitz- Gemeinschaft dann doch ungewollt mit geschunkelt, da das restless Leg einfach sein Ding abgezogen hat, passiert halt! ….altes Zappelding….Mein persönliches Highlight war „The Waiting Room“ von Fugazzi; ich konnte zumindest textsicher überzeugen und den Rest in Begeisterung versetzen…hat glaube ich einfach länger gedauert, der Aha- Moment bei den anderen, oder nicht so bekannt, keinen Plan. Weiß noch, wie Malte und ich damals auf der Suche nach diesem Album waren, verrückt sind wir geworden, weil keiner das hatte. Wobei mir jetzt erst auffällt, dass der Song nach Bewerbung diesen Abends hier gar nichts zu suchen gehabt hat, schließlich wurde explizit behauptet, Punk vor 1990 zu spielen…
BÄM! Mea culpa!!! Ist in den USA 1989 veröffentlicht worden, also alles richtig gemacht. Shit!…Wette verloren…
Es folgen Perlen wie „Banned from the Pub“ und auch die Ramones bekommen ihre zwei Minuten, Dead Kennedys inklusive. Sex Pistols hätten mir mit “ Too drunk to fuck“ besser gefallen als “ Pretty Vacant“. Feine Sache das trotzdem! Leider onnte ich Erik nicht das erhoffte Video von “ Nice Boys“ liefern, wünschen von Songs wäre allerdings auch nicht in Frage gekomme, zu 80er, also nicht tragbar.
Was aber parallel abgegangen ist, läuft unter ferner liefen, im positiven Sinne! Ein stadtbekannter Punk erkennt mich und sagt: heute in grün? Ich antworte später, denn die Frage wurde quasi im Vorbeigehen gestellt, dass Punk keine Farben kennt und erhalte unerwartet folgende Antwort: Richtig! Aber dein Grün ist aber auch extremst geil. Muss ja nicht immer schwarz sein. Stimmt. Wir verabreden uns flüchtig für die nächste Linientreu- Party und freuen uns beide auf Peter im Dezember. Läuft! Da fallen mir spontan Konzerte ein, wie Marilyn Manson seinerzeit in der Wuhlheide, wo die ganze Welt versucht hat, mir Strapse und Korsetts schmackhaft zu machen, aufdringlichst fies geschminkt daher kam und einen auf diabolisch gemacht hat, was irgendwie nicht so wirklich geklappt hat und 99% der Leute echt lächerlich darin/ damit aussahen und ich zwar Doc’s an hatte aber mit rotem Spaghetti-Trägerkleid daher kam, war halt mein Ding damals; zumindest um ein Vielfaches an Lebensbejahung ausdrückte. Hatte den Vorteil, dass ich nicht nur anhand der kurzen blonden Haare zu orten war, sondern auch sehr farbenfroh daher kam und doppelt nicht verschütt gehen konnte.
Eine Gelassenheit, die ich im Laufe der Jahre aber auch erst verinnerlicht habe, denn früher war nichts (kaum etwas) wichtiger, als cool zu sein. Schlimm eigentlich, aber haben bestimmt auch andere durch das Thema, Jugend und so.
Ich wette, dass der größte Teil noch in Stunden, dann im Laden oder Innenhof, rum sitzt und den alten Zeiten widmet, denn diese Mischung, die sich heute gesammelt hat, gibt es auch nicht alle Tage, so viel ist sicher. Ich habe einfach zeitig den Cut beschlossen und wäre fast der Versuchung der alten Zeiten unterlegen, um dann doch vernunftsgesteuert, in Zigzag , den Taxistand auf zu suchen, sonst würde ich, wie vor 14 Tagen noch bis 3 Uhr dort sitzen, um am nächsten Tag fünfe oder gar sieben gerade sein zu lassen und leiden, einfach leiden….Aber zumindest mit der Gewissheit, dass man in dieser Konstellation nicht alle Tage aufeinander prallt und „leiden“ neu definiert wird…denn was hat man sonst noch vom Leben, wenn man die die Feste nicht weiterhin feiert, als würden sie nie wieder so fallen? Fuck. Ich glaube, ich fahr nochmal zurück! 🤘
Abgelenkt…oder was?
Jep, something‘s rotten in the mind of Stefka! Wenn du nach dem Tanken einen Termin ins Handy einträgst, versunken in des deutschen Lieblingsspielzeug nur fest stellst, dass eben dieses gerade die Helligkeit des Bildschirms extremst verdunkeln lässt und um die Zapfsäule gehst, ins Auto einsteigst und dir ein wildfremder Mensch „Na Tach auch!“ ins Gesicht ruft- unaufgeregt, aber so, dass man es merkt und verwirrt ist; flüchtig- und trotzdem auf das Bildschirm- Helligkeits- Ding aufmerksam machst und dann doch fest stellt, dass dies der falsche schwarze SUV ist, in den man gerade eingestiegen ist und fluchtartig das Vehikel verlässt, um 3 (!) Zapfsäulen später sein eigenes Gefährt auf findet, um dem Mitreisenden davon zu berichten, der sich vor Lachen fast in die Hose macht und man selbst nur denkt: Ja, nicht unlustig! In der Tat sogar. Ist mir allerdings in meinem ganzen Leben noch nicht passiert, also bin ich eher in ‘nem Schockzustand, weil ich geflashed bin, was meine Abgelenktheit oder real- live- balance betrifft. Stelle ich mir die Situation anders herum vor, ein fremder Mensch setzt sich wie selbstverständlich auf den Fahrersitz neben mich, wäre ich wahrscheinlich eher unentspannt, auf jeden Fall würde mir kein lässiges „Na Tach auch!“ von den Lippen gehen; was für eine entspannte Reaktion dieser Typ doch gezeigt hat! Krass auch, dass ich unter ’ner Millisekunde auch schon wieder raus war und mein komplettes Gedankengut wie eingefroren war/ schien/ wirklich war: back to normal.
Kurze Zeit später ertappe ich mich bei einem inneren Lachanfall, weil ich nicht fassen kann, dass dies wirklich passiert ist. Ich muss den nächsten Rastplatz ansteuern und aus steigen, denn die Absurdität wird mir immer bewusster und ich weine fast vor Lachen.
WTF?
Rufe umgehend meinen Kollegen an, der mir nach ’nem kurzen „krass!“ berichtet, dass seine Tante mal in einen fremden VW eingestiegen ist, weil der Blinkblink- Schlüssel eben gepasst hat. Ja, finde ich auch seltsam. Viel seltsamer finde ich aber meinen Fehltritt. Ich bin ja schon fast froh, dass ich nicht gewohnheitsmäßig mein Portemonnaie auf die Rückbank geschmissen habe und meinem fremden Gegenüber, wie üblich, noch irgendwelche Plänkeleien an den Kopf gehauen habe.
Tsja, so kann‘s aber eben gehen! Vielleicht ist das ja auch nur ein Zeichen dafür, dass ich mir beim nächsten Wagen was Neues einfallen lassen sollte, da herkömmliche Vehikel eh alle gleich aus sehen und dies zum Standart werden könnte…vielleicht bin ich auch einfach – schneller als erwartet- urlaubsreif und deswegen verwirrt…
Ich weiß es nicht, nicht wirklich zumindest. Aber es ist ein Zeichen, welches noch zu deuten ist.
Steady as she goes, hopefully.
Quarantäne- Blues
Jo, morgen geht’s wieder los. Endlich ist dem Lotterleben wieder Einhalt geboten, dem schleichenden Quarantäne-Blues sein letzter Refrain gesungen. Ertappe mich mal wieder selbst dabei, wie schnell es doch geht, dem vermeintlich eingebranntem Alltag zu entfliehen, sei es in diesem Fall auch nur durch körperliche Ruhigstellung, im Sinne von fies krank sein. Seit letztem Donnerstag aus dem Verkehr gezogen und über’s Wochenende leichte Besserung in Aussicht stellend, bin ich Dienstag gegen 10:30 Uhr echt fast genervt. Der Göttergatte meldet sich, ich dachte kurz, dass meine per WhatsApp übermittelte Einkaufsliste doch zu umfangreich geraten ist, was nicht der Fall ist, denn er kommt justamente nach Hause, denn er ist auch krank. Super! Erst heute habe ich die Muße gefunden, die letzte Staffel von Ozark zu starten, nicht ohne vorher nochmals die letzten beiden Folgen der dritten Staffel zu sehen, um wieder voll und ganz ins Thema ein zu tauchen. Bin wirklich kurzzeitig pissed und Frage beiläufig, was er denn hat und die Antwort ist krass simpel: das gleiche wie du! Urghhhh! Da er auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, schaffe ich es tatsächlich noch ganze zwei Folgen zu gucken, um dann auf gesellig zu machen und Mitleid zu versprühen. Leichtes Abklopfen der Symptome kommt nicht gut an, er versteht nicht, dass ich mich sorge und nur sicher gehen will, dass es doch nicht so schlimm ist, wie bei mir. Schließlich habe ich vier Tage hindurch gelitten, ohne klar zu kommen und ich fände es schon interessant zu erfahren, ob es ähnliche Ausmaße annimmt. Das Fieberthermometer gibt Entwarnung, während ich immernoch mit Permanenthusten und unlustigem Halskratzen zu kämpfen habe. Spontan beschließe ich auch nochmal, die Körpertemperatur zu checken und bekomme eine erwärmte 37,9 präsentiert; bekomme allerdings keinerlei Anteilnahme, denn schließlich geht es ihm ja auch nicht so gut. Ich arrangiere mich mit dem Gedanken, plötzlich nicht mehr vogelfrei krank zu sein und warte auf das Ergebnis seines PCR-TESTs, welchen wir gleich am nächsten Tag zusammen ansteuern. Glücklicherweise hat mich meine Schwester davon abgebracht, am Dienstag ein Konzert auf zu suchen, denn während wir auf den Einlass zur Probe warten, ein Eis zur Abkühlung genießen, ertönt ein „Steffi“? entlang des Weges. Siehste! Überall kann es passieren, dass dich jemand kennt, erkennt oder deinen Weg kreuzt. Umso wichtiger, dass ich letzten Abend so vernünftig war und meinen Konzertehintern dann doch nicht vor die Tür verfrachtet habe. Puhhh! Wir reden über Inkognitoaufenthalte heute und hier und beschließen, uns dann doch ganz bald wieder zu sehen, legal quasi. Meine Erfahrung mit dem Ergebnis war, dass es 5 Stunden später schon abrufbar war und so dränge ich zur regelmäßigen Online- Kontrolle, es ist immerhin schon 20 Uhr, also genug Zeit vergangen. Nichts. Aber mein Nachfragen nach dem aktuellen Zustand kommt auch nicht gut an. Doof. Zack, kommt es doch noch um die Ecke, das Ergebnis und zum Entsetzen meines Göttergatten fällt es negativ aus, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich finde es gut, außerdem muss er sich doch keine Platte machen, ist er doch bis Ende nächster Woche frei gestellt! Ich hingegen verbringe keinen einzigen Tag ohne meine löslichen Aspirin (stehe insgeheim auf diesen Geschmack irgendwie), weil mir regelmäßig der Kopf an Umfang zu enge wird und leide hustend so vor mich hin. Auf das Ergebnis hin beschließen wir einen Tag später aufgrund meiner Verfassung, flugs nach Polen zu fahren, um dem Fiskus ein Schnäppchen zu schlagen und natürlich unseren Lungen weiterhin volle Fahrt zu gewährleisten. Bin fix und fertig beim Wiedereintreffen in den heimischen Gefilden und powernappe erstmal zwei Stunden durch. Kurzatmigkeit sollte nun wirklich nicht als Überbleibsel fest hängen, kenne zu viele, bei denen das der Fall ist- kann ich nicht gebrauchen!!! Als ich wach werde, müssen auch nicht mehr „so tun als ob“ Gesichter aufgelegt werden, wenn auch nur aus schlechtem Gewissen. T. wird von mir informiert, dass ich ihre Neo’s endlich mit besorgt habe und ich bin froh, dass sie sich für Samstag als Abholdatum entscheidet, denn ich habe spontan Lust ein wenig Party zu machen- eingeschränkt und dem Wetter, was mir übelst zusetzt, angepasst, natürlich. Es ist 15:30 Uhr, Donnerstag und ich fühl mich das erste Mal nicht wie ein Klumpen. Das alleine ist Grund genug, um ein bisschen Spaß zu haben, finde ich. Zack! Es ist plötzlich 3:50 und ich bin immernoch hell wach…krasser Scheiß! Aber auch zeitgleich egal, denn ich kann ja ausschlafen. Und ich kann seit Jahren echt ausschlafen! Freitag gegen 10:45 Uhr werde ich das erste Mal wach und schlumpe so in den Freitag rein, ganz gemütlich versteht sich! Was so eine Woche dann doch ausmacht!? Normalerweise brauche ich, nee, Moment, ich habe keine Aklimatisierungszeit mehr, denn ich kenne Ausschlafen eigentlich nicht mehr! Umso erstaunlicher ist es, dass es diesmal funktioniert hat, wohl aber der echt miesen Verfassung geschuldet war. Nun denn, es ist Sonntag, kurz vor 21 Uhr und wir gucken eine „Frauen im Punk“ Doku auf Netflix und ich stelle mit Erschrecken fest, dass ich in unter 10 Stunden aufstehen muss und der Boogie des Alltags wieder spielt, jeden Tag auf’s neue, unaufhörlich. Siouxsie und ihre unermüdlichen Banshees sollen mich in den wochenendliche Ruhestand begleiten, so der Plan. E. staunt nicht schlecht, dass ich unter einer Millisekunde einen Song erkenne und ich bin auch echt baff ob meines unfassbaren Musikfundus. Es sind übrigens immer noch 29 Grad, was den Abschied ins Bett und den Neustart morgen auch nicht wirklich besser machen…aber es muss sein: eine Woche Ausruhen war ganz wunderbar und so endet das Lotterleben demnächst, freu mich drauf, auf was eigentlich?
Thank you and good night!!!
Sommer in Berlin
Aus aktuellem Anlass melde ich mich mal wieder zu Wort. Seit genau einer halben Stunde habe ich mein nunmehr drittes PCR- Ergebnis vor liegen, welches besagt, dass ich mal wieder positiv auf COVID getestet wurde, nachdem ich die letzten Tage- erstmalig- unter heftigsten Symptomen gelitten habe und bis vor Kurzem gehofft habe, dass ich einer sommerlaunigen Grippe unterliege, welches mein wochenendliches Aktivitätsleben mehr als unterstrichen hätte und ich geneigt war zu glauben, dass es sich um sogar eventuelle Ermüdungserscheinungen, aka Körperaufschrei- Symptome gehandelt haben muss, denn das Arbeitsleben plätschert ja auch leider nicht wie ein ZEN- Brunnen an einem vorüber, ganz im Gegenteil. Das einzige, was mich an meiner Online- Diagnose irritiert hat und – ich musste zweimal hin schauen, genauer gesagt auf das Datum, war, dass es sich um den genauen Wortlaut, inclusive ct- Wert gehandelt hat, als beim Erstbesuch im Januar diesen Jahres. Kam mir schon irgendwie eigenartig vor, ein wenig. Zudem kommt, dass das Ergebnis normalerweise innerhalb der nächsten 24 Stunden bereit steht, so steht es auf dem Mitnehm-Zettel, es aber gerade mal 6 Stunden vergangen sind…(ich war halt neugierig!) egal, kann ja sein, dass die Testroutine es ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit Ergebnisse zu präsentieren, die leider Gottes, textesgleich mit dem ersten Ergebnis einher gehen.
Diesmal aber erachte ich, trotz all der (es sind wahrlich nicht alle Gründe aufgelistet) Ungereimtheiten, dieses Ergebnis das erste Mal als anerkennenswert, denn ich habe das erste Mal Symptome und zwar nicht nur für einen Tag, sondern leide mittlerweile den dritten Tag in Folge.
Rückblick auf den letzten Freitag: ich hatte ein sogenanntes Malerfrühstück beim Handel, sitze ab 6 Uhr im Auto Richtung Wittenberg auf der A9, es sind bereits 16 Grad. Ich muss irgendwann, nicht nur meine Zigarettenpause, rechts raus fahren, denn ich friere innerlich so sehr, dass ich Eliza Konkurrenz mache und krame aus dem Kofferraum meine flauschige Fleece-Jacke heraus, drehe beim Weiterfahren die Klimaanlage auf 24 Grad hoch, volle Power und genieße, nun gut akklimatisiert, die restlichen Kilometer. 7:30 Uhr erreiche ich mein finales Ziel und beginne mit dem Aufbau der Veranstaltung. Gleich um 8 Uhr geht es los und die ersten Kunden wuseln interessiert um unseren Stand, herrlich. Ich merke erst eine ganze Stunde später, dass mir unfassbar warm wird, kann aber die Jacke nicht aus ziehen, denn ich habe Gänsepelle. am ganzen Körper und kalten Schweiß auf der Stirn. Da dies von Null auf gleich passiert, bin ich im Verdrängmodus und halte mit Informationen an die Öffentlichkeit zurück. Keine Stunde später alarmiere ich alle, die sich aber in erster Linie darüber lustig machen, dass ich seit langem kein Fleisch mehr esse und schieben es auf die was auch immer für ihnen für witzig empfundene Vegetarierschiene. Dass ich in der Sonne, bei mittlerqweile 24 Grad friere, interessiert offenbar keinen. Naja, wie auch immer. Ich fahre gegen 13 Uhr Richtung Potsdam, um mein Auto zu entladen und stelle fest, dass ich, als wirklich routinierte Fahrerin, Probleme beim Konzentrieren, aka Augen auf halten, habe. Ich komme trotzdem irgendwann dort an und treffe eine Kunden, der nach dreiwöchigem Urlaub das erste Mal meine Weg kreuzt; ich freue mich total, verzichte aber auf die ansonsten freundschaftliche Umarmung und muss sehr zeitnah das Gespräch unterbrechen, eher abwürgen, denn ich fühle mich wie ein Teller bunte Knete. Er scheint zu verstehen und wünscht mir trotzdem (er kennt meine Wochenendpläne) ein nettes Happening am Wochenende.
Ich komme zuhause an und messe als erstes Fieber, denn es kocht hinter der Hirnplatte bemerkenswert hoch und meine Augen sind stark gebeutelt, fiebrig halt. Alarm! 38,8 zeigt das Thermometer und ich kotze im Strahl, denn es geht nicht nur heute Open Air, sondern das gesamte Wochenende, inklusive Montag. Ach ja, ich habe ja noch diese super Tablettenkombo von Wick DayNight- vier Pillen über den Tag und Nacht verteilt, die einen das Leben vorübergehend erträglich machen aus dem USA- Urlaub über! Jippieh! Zack! Morgens und Mittagstablette inhaliert, hin gelegt und sage und schreibe 2 Stunden später renne ich wie ein Flummi durch unsere Wohnung und weiß gar nicht, was ich als erstes tun soll! Erik hatte ich ich beim Nachhausekommen kurz angeschummelt, indem ich leicht erhöhte Temperatur vorgegaukelt habe- er hätte mich im Leben nicht unter das Partyvolk gelassen…hab`s ihm beim gehen dann verraten, fand er trotzdem nicht so dolle. Ich aber wiederum war in Bestlaune!!! Schließlich habe ich `ne Freundin eingeladen, die bei dem Anruf über diese Info bestimmt wieder gedacht hat, dass ich absage…denkste, Puppe! Nach langem Hin und Her, wo man sich trifft, sind wir finally an der Zitadelle angekommen; mich verwundert die extremst lange Schlange, die bis auf die andere Straßenseite reicht und es dauert, bis wir erkennen, dass dies die Leute sind, die ihr Gepäck abgeben müssen…WTF? Wer geht mit einem Rucksack so groß, dass er eine Woche überleben würde, auf ein Konzert? Offendichtlich mehr als genug, mir schleierhaft! Wir schleichen uns vorbei und tingeln kurzerhand später auf dem Gelände der mir sehr geliebten Zitadelle rum. Online war kein Support zu erkennen und deswegen schmettert uns Patti herself uns ihre gesamte Größe schon beim Hereintreten entgegen! Es ist 19:50 und ich frage mich, ob die Taschenvagabunden überhaupt noch etwas mit bekommen, was mir aber- ehrlich gesagt- dann doch egal ist. Wir gehen erstmal zum, Merch und ich ersteigere tatsächlich ein Shirt, bin sonst gar kein Merch- Typ, es sei denn, es gibt Sticker oder Pins. Getränke stehen bei den Temperaturen selbstredend hoch im Kurs und meine Mitreisende guckt mich verwundert an, dass ich nur einen Drink bestelle, denn sie baut vor und hat gleich zwei am Start. Ich bin da eher Oldschool, denn mehr als nötig- und es ist echt rappelvoll in der alten Festung- geht einfach nicht für mich. Nach weiteren 90 Minuten ist der ganze Hokos Pokos auch schon wieder vorbei. Ihr Sohn hat mit dem Gitarristen immerhin “I wanna be your dog“ gespielt, alles Bekannte wurde geliefert, außer meinem extraordinären “Rock`n Roll Nigga“…schade, dass selbst eine Patti sich der politischen Zensur unterzieht. Ohne Wertung…aber ich fand`s schade! Da es noch hell ist, gerade mal 21:45 Uhr, sind wir gewillt uns ein Uber zu rufen und noch einen Absacker im Amistad zu nehmen. Irgendwie ist es dann plötzlich doch 0:45 Uhr und ich mache mich auf den Weg, denn morgen früh um 11:30 Uhr bin ich schon wieder für das Tempelhof Sounds verabredet…Festival- Wochenende!!! Ich taumel ein wenig nach Hause, denn ich bin nicht nur immer noch fiebrig, sondern zudem auch ordentlich angeschickert, war mein persönlicher Absacker doch ein Caipirinha…Oh lord!
Mein Fiebermessergebnis sagt allerdings morgens um 9 Uhr am nun mittlerweile eingetrudelten Samstag, dass ich nur noch 38 glatt auf der Uhr habe. Bestens! Morgens- Tablette rein geschmissen und ab gehts Richtung Rathaus. Ich sehe irgendwie alles andere aus als bereit aber es wird schon, denn ich freue mich wie blöde auf dieses Freundinnenwochenende!!! Eine Station an Tempelhof vorbei, Hermannstraße quasi, Freundin wartet schon seit “von- bis“ Ankunftszeit, geht es endlich los! 4 ältere Girlies on her way to paradies!
Bin pissed, dass ich meinen Schrittzähler nicht aktiviert habe, denn das gibt extra- Punkte, Weight watchere seit Januar, und das gibt gehörig Zusatzpunkte in Form von erfrischenden Cocktails zum Beispiel….just saying! Aber eine andere aus unserer verwegenen Gruppe hat diesen am Start und ich übertrage diese einfach später auf mich… let`s go! Eine von uns war gestern schon hier und pilgert gleich zum ersten Gig, während wir uns erst aklimatisieren müssen und das Gelände scouten. Sehr nett, nicht so unorganisiert wie das erste Lollapalooza damals, ganz im Gegenteil finde ich. Genug Platz, Sitzmöglichkeiten- tw auch im Schatten- und sehr abwechslungsreiches Essen, bzw. Getränke, inklusive Wasserspendern…bin begeistert!
Horten uns parallel zur Bühne, wo Madame S ihren ersten Gig erlebt und bin beim Essen echt begeistert von der Performance. Note to myself: ARTE Mediathek aufsuchen, um alles nochmal Revue passieren zu lassen! Unabhängiger Treffpunkt- und das gilt bis Sonntag einschließlich- ist der Radio 1 Bus, mit ein wenig Glück auch mit Sitzgelegenheit, zumindest auf dem Boden im Schatten. Der Planet brutzelt unaufhaltsam von oben, aber Petrus meint es gut, denn das wolkenfreie Himmel-Verhältnis entscheidet sich festivalfreundlich für wolkig. Wir lernen eine Bekanntschaft von Lady S des gestrigen Tages kennen, SuSa- eine teufelswilde Frau mit 60 Lenzen am Start, die alleinig dieses Festival besucht hat und nun mit einem Rudel leben muss. Poor her. Obwohl. Es hätte sie weiß Gott schlechter treffen können, wenn ich uns so anschaue! Ich vorneweg, gedopt bis unter die Schädelplatte (infected Stammhirn!) , gepriesen ist die Combo aus Wick Day and Night…fühle mich Susa gleich, teufelsbrautig, für jeden Spaß zu haben, nur manchmal mit Verzögerung und langsam verspüre ich Cocktaillaune, yeah! Nach der Mittagspille ist vor der Nachmittagsbeschallung und so treffen wir in illuster Runde am Cocktailstand ein: Caipi, ja und zwei Mojito. S ist noch am Radler trinken, Nachwehen von gestern oder so. Das sonnige Gemüt zum inseltauglichen Kaltgetränk passt hervorragend und ich habe wirklich kurzerhand das Feeling nicht in der Mutterstadt zu sein; zu toll ist es hier mit den Mädels auf dem alten Flughafen, von dem ich tatsächlich 2 Mal den Boden verlassen habe. Ich habe natürlich für umweltfreundliches Trinkvergnügen gesorgt, hat mir meine Lieblingsfrau letzten Geburtstag erst geschenkt, wissentlich, dass die nachhaltige Variante bei Cocktails schnell mal scheiße schmeckt, da aus Pappe. Ausgestattet mit high on pro, survival gleich, starten wir nun endgültig durch. Jippieh! Die Idles gehen mir im Hintergrund angenehm auf den Sack, den anderen ist es glaube ich egal. Rum und Mittagsdosis vertragen sich hervorragend und wir schlendern so über` s Feld, bishin zu Maximo Park, die ich echt über 20 Jahre nicht live gesehen habe und prompt `ne Wette verliere, da ich schwöre, dass der Sänger ein Schwarzer ist und richtig abkacke…weil mit Bloc Party verwechselt…und so….aber so ist das nun manchmal eben. Tut der Sache keinen Abbruch. Die Sonne kommt kurz mal durch und ich empfinde dies als wirklich kuschelig, denn trotz Patti gestern und dem Hier und Jetzt ist mir doch häufig kalt, alles blockt so ein Unterdrücker dann doch nicht weg, offenbar. Es steht Muse auf dem Plan als Highlight und das ist es für mich tatsächlich, denn ich habe sie tatsächlich noch kein einziges Mal live gesehen. Hoch sind meine Erwartungen, obwohl es gar keine Enttäuschung geben kann, sind sie bekannt für sehr laute, laute Auftritte bekannt, was die Songauswahl fast als Nebensächlichkeit erscheinen lässt und ja, es geht gleich ohrenbetäubend los, weltklasse ! Muse liefert ab, bishin zu Foxy Lady; das brasilianische Pärchen vor mir rastet genau so aus wie ich und wir singen uns den Klassiker in unsere Gesichter und feiern, was das Zeug hält. So muss Festival denke ich und hole mir noch ein Bier- auch das muss sein, bin ich schließlich nicht zum Vergnügen hier! Lach! Fehlt nur noch eine Coverversion von Helter Skelter- ich denke, dass ich das nicht überstehe und besinne mich auf gewohntes Hammer- Material von MUSE und so lassen wir den Abend dann auch ausklingen. Sind doch echt viele Leute auf dem Feld und ich alte Freundin der geselligen Massenveranstaltungen, bin voll in meinem Element und freue mich auf die Heimreise via Öffis- könnte nicht besser sein. Leider fährt kein Taxi, Uber oder Bolt, denn die Verkehrspolizei hat nach der Luftbrücke alles dicht gemacht, der Punk regiert die Straße, Benehmen ist halt immer noch nicht angesagt- lernen die wohl nie!
Symptome: Fehlanzeige! Eher Sommer- in Berlin- Feeling und nach 8 Stunden Schlaf ist alles auch irgendwie schon wieder sommerlicher und die Vorfreude lässt einen den ganzen Heck- Meck vergessen- Frühstückspille sei Dank! Einen Kaffee und Outfit später befinde ich mich auch schon wieder auf dem Weg, der Meine wünscht mir erneut mega viel Spaß und ich sage beim Hinausgehen, dass er sich da mal keine Sorgen machen soll, denn heute tauchen zusätzlich noch 2-3 bekannte Gesichter auf und tanze gut gelaunt zum Bus. Puh. Maske ist dann doch nicht mein Ding, stelle ich immer wieder fest, ist ja zum Schutz- muss man sich immer wieder sagen, damit es nicht in Vergessenheit gerät. Geht mir tatsächlich gar nicht so schlecht heute und ich absolviere die paar Stationen bis zum Rathaus doch recht entspannt. Allerdings kratzt der Funfaktor unmerklich, zumindest nicht aufdringlich, am Allgemeinzustand und ich liebe es, dass T. genauso wortkarg ist, wie ich. Man muss auch mal schweigen können, ohne Erklärungen und so weiter.
Am Zentrum des Geschehens angekommen finde ich, dass es jetzt so richtig schmettern müsste, um leibhaftig zu erfahren, warum man denn eigentlich hier ist. Leider gibt das Line- up nur seichtes Geplänkel her, mir zu ausgeruht und gar nicht zum “wake- up“- call, der mir vorschwebt.
S, T und ich beschließen Sushi zu frühstücken, ist ja schließlich schon 13 Uhr durch, also Attacke! Was für ein Gaumenschmaus das doch ist! Yumyum…könnte `ne ganze Batterie voll von dem Zeug essen, quasi einatmen. Selbst das glibschige Algengedöns kann mir den Spaß am Verzehr nicht nehmen und ich frage nur in die Runde, ob ich das halbe Watt in den Zähnen zu hängen habe, was glücklicherweise verneint wird und so geht es mit der ersten Kaltgetränkbestellung einher, dass ich vorerst auf Essen verzichte, vorsorglich aber mit dem letzten Happen und erstem Schluck Gerstensaft, die mittagliche Dosis einwerfe, muss ja nicht leiden an so einem Tag, `ne?
Gegen frühen Nachmittag läuft mir ein bekanntes Spandauer Gesicht über den Weg, auf der Suche nach dem Rest seiner Combo. Es spielt eine mir bis dato unbekannte Band, die mir quasi mitten in mein musikalisch ausgedörrtes Herz sticht- ich bin echt hin und weg! Der Euphorie wird meine persönliche Grenze mit der Anschlussband aufgezeigt, denn ich kann beim besten Willen nicht nach vollziehen, warum Tausende hier so abgehen. Bis zum Gesang war eigentlich alles soweit in Ordnung..tsja, bis eben…T. und ich hauen uns am Radio Eins Bus in den Schatten, nutzen die Gunst der Stunde und flanieren abwechselnd noch zu den aktuell nicht stark frequentierten Toiletten und genehmigen uns noch ein erfrischendes Kaltgetränk. Man merkt, dass es Sonntag ist, denn selbst die junge Partycrowd hängt irgendwie in den Seilen, aka Schatten und pennt tatsächlich so vor sich hin.
Und plötzlich, keinen Meter von uns entfernt, erkenne ich eine mir vertraute, seit Jahren nicht mehr gehörte Stimme und blicke auf, um in ein ebenso überraschtes Gesicht zu blicken. Die Welt ist klein, Spandau noch muckeliger, so viel steht fest. Er ist mit seinem Sohn und der Runde unterwegs, auf die ich eigentlich warte, nice! Ich bin geschockt, dass der Zahn der Zeit an anderen nicht ganz so nonchalant vorbei geht, als bei einem selbst aber mache keinen Häckmäck deswegen, Zeitverschwendung wäre das. Und so labern wir oberflächliches Zeug, da der gemeinsame Zenit seit mehreren Jahren überschritten ist und ich stelle fest, dass ich das nach wie vor noch echt gut kann. Es ist mittlerweile wieder Zeit für die Nachmittagsrunde, denn ich bekomme leichte Anfälle von Ermüdigungserscheinungen; also nichts wie weg damit! T. hat mittlerweile auch die anderen entdeckt und so plaudern wir wirres Zeug von heute, damals und überhaupt vor uns hin und haben echt Spaß. Ich habe das Zeitgefühl komplett verloren und würde mir nur wünschen, dass es nicht schon Sonntag ist, denn es passt alles so wunderbar zusammen. Schön auch, dass irgendwann SuSa auf uns zu läuft, die echt coole Rudelaufstockerin von gestern, die eigentlich schon 2 Stunden vorher eintrudeln sollte, weil S. explizit auf die gewartet hat; sie hat halt echt lange auf den Kaffee gewartet und kommt heute eh schwer in die Gänge. Kann ich nachvollziehen, zumindest ist es mir aber auch nicht so wichtig, denn ich kenne sie ja quasi gar nicht. Auf Nachfrage, ob es ihr aber gut geht, sie dies bejaht, bin ich dann aber doch beruhigt- bin ja schließlich kein Unmensch!
Keine Ahnung, was danach am Start war oder ob es tatsächlich schon zum diestägigen Highlight über ging, den Strokes nämlich, keinen Plan! Fakt ist, dass es mit den Strokes los ging, die Leute mir echt übertrieben rüber kommen, denn es scheint, als wäre es das Event ihres Lebens. Ich bin schon beim über langem Intro genervt und auf dieses Gefeierte komme ich auch nicht so klar. Die Menge flippt richtig aus und es eskaliert bezüglich Standorten und dessen bei behalten. Mir ist das recht schnell zu viel, denn auch der Sänger reißt für mich diesen Quadratmeterkampf nicht raus- er scheint unfassbar betrunken, was alleine dadurch klar wird, dass er nach jedem Song mindestens zwei Minuten rum labert, was mich echt in den Wahnsinn treibt! Ich Stelle fest, dass ich gerne raus aus dem “ inner circle“ möchte und es auch nicht so übertrieben fände, wenn man absehbar das Gelände verlässt. Da ich weder komplettes Entsetzen, noch anderweitiges Kontra bekomme,laufe ich also einfach los und bemerke lautstark beim Durchqueren der Mitstreiter, dass ich echt doch ganz schön gelangweilt bin und jetzt eher Bock auf Greenday oder sogar Rage against the Machine hätte. Ich empfange einige Signale aus der Masse, die mir Recht geben und das reicht mir auch schon für heute. „Last night“ bekommen wir nicht mehr mit und es stört uns auch nicht wirklich, mich zumindest. Was mich stört ist eher, dass gegen 21:35 keine einzige S-Bahn unser Gleis beehrt. Nach unfassbaren 20 Minuten beschließt S. schließlich ein Uber zu rufen und so laufen wir gegen den Strom aller Festivalflüchtlinge wieder runter zur Straße, um Tom absehbar zu okkupieren, der uns hoffentlich heile nach Hause bringt, unser Fahrer. Ein normaler Bus hat zudem noch eine Panne und blockiert den kompletten Abschnitt des T- Damms…voll mein Ding. Aber hey, ganze 40 (!) Minuten später sind wir am Rathaus und ich muss fest stellen, dass alles echt viel komplizierter geworden ist, als es mal war. Denn, Tom während der Fahrt gefragt, ob er mich nicht einfach nach Abschmeißen der Mädels weiter fahren könnte, quasi nach Hause, muss ich mir anhören, dass dies nur nach erneuter Online- Anmeldung erfolgen kann, sonst halt nicht. Aha. Soso. Na, dann wohl nicht! Leider sehe ich am Rathaus ohne Brille nicht gut genug und so renne ich dem Bus entgegen, der eigentlich meine Straße anfährt, nur dieser nicht- obwohl der Fahrer mich mit ungläubiger Miene dich noch rein lässt- ich dann, keine 150 Meter später wieder aussteigen muss, denn dies ist nicht der reguläre Bus und dieser endet hier. OMG!!! Ich komme irgendwie doch noch Zuhause an und bin fix und fertig und so gar nicht mehr in Open Air Stimmung, wie noch vor ein paar Stunden, aber safe at home! Es stehen nunmehr nur noch 6 Stunden auf der Uhr, bevor der verrückte Wecker wieder alles kaputt macht und ich haue mir die Nachttablette rein, in der Hoffnung, dass sie wirkt! Rockn’Roll!!!
Wem das gefallen hat, der kann sich auf mein erstes Buch freuen, denn dies ist der grobe Stil…🙏🤘
Ich bin gestresst…
Nach der Party ist vor der Party! So war es schon immer…irgendwie. Nur, dass die empfundene Aklimatisierungszeit zwischen diesen gesellschaftlichen Verpflichtungen, zumeist selbst gewählt und der persönlichen Zeitlinie freiwillig hinzugefügt, irgendwie durch die Finger rinnt, minutenhaft dahin gleitet und plötzlich gehäuft, sich einem einen unabgewaschenden Haufen an Geschirr gleichkommend, vor die Füße schmeisst und wie ein Berg vorkommt, der unbesiegbar erscheint.
Man wird ja auch nicht jünger…obwohl letztes Wochenende dem Tribut der Zeit wieder keinerlei Respekt gezollt wurde und auch irgendwelche physikalischen Grundregeln ausgehebelt wurden. So ist es nunmal, welcome to my life! Auch, wenn ich erst am Sonntag wieder in der Lage war, in geraden Sätzen zu denken, geschweige denn zu reden, war es mir jede Sekunde wert! Und so soll es auch sein!
Allerdings stelle ich fest, dass ich, die eigentlich gerne alles Erdenkliche plant, mich diesmal verkackter Weise verzettelt habe; aufgrund der Pandemie hat sich unser Kühlschrank als undurchschaubarer Konzerte- Abgrund heraus gestellt. Ich will mich nicht beklagen, sind doch 16 Konzerte im Laufe diesen Jahres noch am Start, so es der weltweite Status es derzeit zu lassen sollte. Aktuell scheint alles im Lot und so muss es aber auch wirklich, endgültig bleiben! Ich habe zum Nachholgeburtstagstermin ein Cure- Ticket geschenkt bekommen. Jeder, der mich kennt, würde ein komplettes Ausrasten vor Freude als Spontanreaktion erwarten, bin ich doch mit diesen Jungs groß geworden. Meine verhaltene erste Frage war, wann denn dieses statt findet. Verunsicherung seitens der Geschenkegruppe. Ich musste erstmal klar stellen, dass ich Monate in diesem Jahr habe, die gar nicht mehr gehen, da zu viel durch Verschiebungen auf mir teilweise undurchsichtige Daten verlegt wurden. Herbst, Oktober ist die Antwort- zudem mitten in der Woche. Puhhh…JA! Da kann ich; und jetzt: aussergewöhnlicher Freudentaumel, ob der Tatsache, dass ich Fat Bob, aka Robert Smith schon das 7te Mal live sehen darf! Aha, das erste Mal für die Mitreisenden…kein Problem denke ich, besser spät als nie! Gebongt!
Es ging schon vor der Feier letzten Freitag los, als ich anfangs der Woche tatsächlich mal alle Karten genauer ins Visier genommen habe und fest stellen musste, dass genau einen Tag vorher ein von 2020 verschobenes Konzert, genau da statt findet. Ich war nicht nur der 30 Grad in Berlin außer Rand und Band, sondern hatte auch noch ein Tagesevent in Form von Wiedereröffnungsfeier in Luckau von 7- 15 Uhr am Start…Schlafen 1-2 Stunden vor dem Event ging dann aber irgendwie doch nicht, so dass “real-time- Situation“ am Start war: Arbeiten, Essen und los! Kreuzberg aka Auto- jede Minute auf dem Heimweg zählt später; gepriesen ist mein Auswärtskennzeichen (!) , wir haben wirklich abenteuerlich vor dem Festsaal Kreuzberg geparkt, ohne Ticket oder sogar Abschleppen. Grandioses Event!!! Nach maximal 3 Tönen des ersten Songs rastet der ausverkaufte Saal komplett aus!! Vergessen all der Stress vorher und die Tatsache, dass morgen mein persönliches Highlight ansteht! Der Bass zieht mir fast meine Sandalen aus und ich bin froh, dass wir einigermaßen Bewegungsfreiheit haben- alles andere wäre eine Qual gewesen…gefühlte 45 Grad sind im Raum und innerhalb von 5 Minuten bin ich komplett nass geschwitzt- yeah! Endlich wieder back to life!
Dieses Event hat mich auf jeden Fall daraufhin sensibilisiert, dass ich bitterböser Weise fest stellen musste, dass es irgendwie mit meiner “ach-so-beliebten-Planung“ diesmal nicht so hin haut. Ich habe daraufhin erstmal meinen Arbeitskalender mit unserem einzigen Konzerteabgleichs-Kalender an der Badezimmertür verglichen und musste voller Entsetzen fest stellen, dass ich diesen in keinster Weise mit meinem beruflichen Dasein abgeglichen habe…zur Strafe bin ich an insgesamt 3 Abenden im Juni genau einen Tag vorher auf üblen Konzerten und ich bin leider nicht am nächsten Morgen in Berlin unterwegs…Katastrophe!!! Zudem folgen Einladungen über Einladungen, so dass ich in der Woche nach Pfingsten 2 Tage zum Erholen habe, der Rest steht in den Sternen, zumindest bezüglich Meisterung des Ganzen. Müssen denn tatsächlich ALLE Bands innerhalb von 10 Tagen ihre Konzerte nach holen? Offenbar. Hat sich nirgends einer mal Gedanken gemacht, ob des Geschmacks der Leute, dass es hier zu Schwierigkeiten kommen könnte? Oder aber, man geht davon aus, dass Menschen über 40 (hahaha) sowieso nicht zu all den Konzerten gehen und deswegen innerhalb von 10 Tagen 6 (!) Konzerte als Nachholtermin fest legen….ich flippe aus! Ich bin gestresst, wirklich!
Montag fragt mich meine langjährige Freundin, ob ich Bock auf Gästeliste hätte beim Lolla Palooza. Ich so: Wann ist das denn? Ich checke mal das Line-up. Line-up gecheckt und festgestellt, dass es nicht mein Ding ist. Ich bin sowas von ein Gästelistentyp; Dank ihres Sohnes habe ich schon echt viele geile Gigs mit genommen. Aber diesmal muss ich echt passen. Ehrlich gesagt , ist es das erste Jahr in meinem Dasein, dass ich nur unter erschwerten Bedingungen noch zusätzliche Konzerte zu lassen würde. Allein der Juni entpuppte sich als der allerschwerste…8 Konzerte innerhalb von 12 Tagen…WTF??? Gestern werde ich gefragt, ob ich nicht mit in die Zitadelle (Heimspiel) zu NOFX und anderen Punk- Bands will. Ähem, no…ich muss Verneinen. Zu viel, ist zuviel. Genau so verhält es sich in der ersten Juli- Woche. Da sagt Faith No More ab und zeitgleich entdecke ich, dass Jack White am selbigen Tag die Hauptstadt beehrt und schlage zu, schlimm genug, dass ich ihn während der White Stripes nicht live gesehen habe, aber der Kelch geht dann doch manchmal an einem vorüber; umso cooler, dass er jetzt kommt, zumal wir ja gerade eben noch in Nashville in seinem Third Men Record-Store waren. The Chats spielen allerdings am direkten darauf folgendem Dienstag ihr Nachholkonzert im SO36 und am Freitag dieser Woche sind wir in München, um zu erfahren, was Axls derzeitige Meinung zu Michelle und dem Civil War ist…
Zwischendurch habe ich noch Abitreff, zig Grillfeiern- auf die ich mich echt riesig freue, und Geburtstage im Überfluss…habt Nachsicht mit dieser alten Frau, die ihr Freundin nennt, denn ihre Kapazitäten sind (scheinbar) doch nicht unerschöpflich, obwohl es so scheint! “Krasser Zwinkersmiley!“ (noch nicht erfunden)
Ab September ist die Welt wieder in Ordnung, glaube ich zumindest, dann lasst uns 7me gerade sein lassen und vielleicht auch 11e….bis dahin bin ich echt gestresst, zumindest, was gesellschaftliche Dinge betrifft!
Düstere Zeiten…
Never ever in my lifetime hätte ich folgende Dinge annähernd in Betracht gezogen: Eine weltweite Pandemie diesen Ausmaßes: historisch gesehen passiert dies round about alle 100 Jahre, soviel ist bekannt. Trotzdem war ich mir felsenfest sicher, dass dies in einer so umfangreich geplanten und vermeintlichen Zukunftspräsenz, ready to enter den Mars und für alles gewappnet kommenden Irrsinns, nicht passiert, nicht so. Die 2020er haben aber noch viel mehr vom Nichtgedachten, niemals erahnenden, meinem persönlichen Horror in petto: seit kurzem herrscht Krieg. Kurz vor der Haustür und so unwirklich, dass es urst- eigene Ängste empor kriechen lässt, die sich durch selbst erwählte Wochenendablenkungen nicht weg denken lassen. Ein Alptraum wird wahr: es ist Krieg!
Eigentlich herrscht immer Krieg, irgendwo auf der Welt. Aber nicht so greifbar und erdrückend wie jetzt. Ich bin kein Russland- Experte, ich bin keine Journalistin, die von der Pike auf dieses Phänomen studiert hat und geschult Kommentare hierzu (und in den letzten 20 Jahren) abgeben kann; da bin ich Lichtjahre entfernt von, das gebe ich gerne zu. Was ich aber sicher sagen kann, dass mich die jetzige Situation massiv in Unruhe versetzt und ich tatsächlich seit genau 34 Jahren, fast punktgenau, der Zeitpunkt gekommen war, als das AKW in Tschernobyl geleckt hat und daraus ein erstes, endzeitliches, globales Armageddon passierte; das erste Mal, dass ich über filmisch vorgelebte Endzeitszenarien nachdachte, meine Phantasie hier ihr Übriges erledigte und ich an mich halten musste, um sprichwörtlich nicht komplett durch zu drehen. Und da war Terminator noch Geschichte. Just saying. Und dies alles aber geschieht JETZT! Dieses Zeitalter der neuen 20er ist gerade geschlüpft. In was für einer Dunkelheit dies gerade geschieht ist allen – glaube ich- aber bislang nicht zu greifen. Man wird übermannt von Ereignissen, die man sonst nur aus Geschichtsbüchern kennt. Während unsere Jugend sich teilweise geghostet fühlt, kehrt ein Geist der Vergangenheit wieder zurück: der Sensenmann geht um, mitten in Europa. In Gestalt eines Menschen, der verlorene Zeiten zurück wünscht und deswegen zur alleinigen Macht seines Landes greift: dem Militär. Man kann sagen, was man will. Dieser Mensch (und verzeiht mir meine naive Herangehensweise) will die alte UdSSR zurück, aus Gründen, so absurd sie erscheinen; um was? Dem Westen endlich Kontra zu bieten, weil er jahrelang die Füße still gehalten hat? Um genau jetzt evtl. zu demonstrieren, dass das „neue“ Russland durchaus in der Lage ist, um als Global – Player mit zu halten in diesem Irssinn an Anerkennung? Ich weiß es nicht. Mein Vergleich geht auch Richtung Hitler, der auch fanatisch, grundlos, Dinge durch setzen wollte, die ad absurdum geführt wurden.
Ich sehe meinen Opa vor mir, der voller Stolz im Kampf bei Stalingrad in letzter Instanz die Kurve bekommen hat und per Fahrrad Richtung Deutschland los geradelt ist, mit Einschusslöchern im Körper, die ihn immer mit Stolz erfüllt haben und niemals über den kranken Scheiß, der damals wirklich im Nachgang berichtet wurde, auch dazu ausgesagt hätte. Er war einfach nur froh der Hölle entkommen zu sein. Totalitarismus war noch nie gut für die Menschen und den Rest der Welt.
In dieser eh global katastrophalen Ausgangssituation trifft mich der Tod eines sehr geliebten Menschen dann doch abrupt: Robby hat den unerbittlichen Kampf gegen Gevatter Krebs verloren. Informationen über dies Ereignis sind um ein Vielfaches schlimmer, als dass der Nachrichtendienst schlimme News verbreiten kann. Eine wirkliche Welt stürzt in sich zusammen. Buchstäblich. Wissend über den Zustand und das Ausgehen zieht eine solche tatsächliche Begebenheit einem die Schuhe unter dem Boden weg. Und fast nur Robby weiß das: dies ist in meinem Leben echt nicht all zu häufig passiert. Umso mehr bei seinem Abgang dieser Bühne, die er so unfassbar geliebt hat, wie nur ich es von mir gerade behaupten kann. (Falls dies irgendjemand liest und anderer Auffassung ist, so sei dies so. Will und wollte keinen damit verletzen.) Er liebte das Leben und war einer der spontansten Menschen, denen ich je begegnet bin. Da genau bestand unsere gegenseitige Liebe glaube ich: nimm den Moment einfach mit! Warum warten? Wir haben nie gewartet und – bis auf wenige Ausnahmen – auch dieses nie bereut! Mit ihm geht ein mir sehr, sehr wichtiger Mensch. Ich habe so etwas in 2005 schonmal mit gemacht; nur ist es diesmal ein wenig anders. Intimer. Persönlicher. Nicht der Öffentlichkeit Preis geboten.
Dein letztes Geschenk an mich war dein Erscheinen an meinem 50. Geburtstag im PlanB. Ich danke dir von Herzen im Nachhinein dafür, denn ich habe erfahren, dass du danach nicht mehr außerhäusig warst. Was für eine Anstrengung Du auf dich genommen hast…mir fehlen die Worte. Du hast zu unserem letzten Treffen gesagt, dass du es echt Scheiße findest, dass wir immer über Eriks Geburtstag und/ oder unserem Hochzeitstag verreisen. Haste Recht, unfair den Leuten gegenüber, die uns/ ihn gerne gefeiert hätten. Hast aber auch gleichzeitig immer – und auch unseren letzten- jetzigen Plan geliebt und hast uns nur für unser gebuchtes Slash- Konzert in SC verflucht, da du das letzte in Berlin an Finlandia verloren hattest und mich mit einer Kusshand verabschiedet, der ich dir vorab zugeworfen habe….das schönste Geschenk, was du mir hättest geben können, geliebter Bruder! Ich liebe dich sehr! Krieg, Pandemie und Robby…es kann nicht härter kommen. Nicht möglich. Not in this lifetime
Resümée 2021
Was für ein Jahr geht hier nun zu Ende? Eines, in dem vieles erneut auf die harte Probe gestellt wurde und man Kräfte mobilisiert hat, von denen man dachte, dass die Batterie derer schon lange aufgebraucht ist, um sich dann doch auf zu rappeln und weiter zu machen. Eines, in dem Freude und Leid sehr dicht beeinander lagen: Verluste von geliebten Menschen eingeschlossen, bis hin zu Existenzniedergängen aber auch gleichzeitig Freude am Leben und Überleben in diesen Tagen allerorts, vor allem über den Kampf gegen die Zeit.
Ein Jahr, in dem sich beruflich gezeigt hat, dass man sich neuen Herausforderungen stellen musste, die vor 2 Jahren (und ich selbst nie im Leben damit gerechnet habe, dass dies in meiner Timeline mal passieren würde) undenkbar waren: Rohstoffmangel ist das neue Hexenwerk in der Industrie und dem verarbeitenden Handwerk; dafür, dass fast nichts mehr vorhanden war, sind wir alle sehr glimpflich aus der Nummer heraus gekommen.
Ein Jahr des politischen Umbruchs und globalen Veränderungen. (Das soll hier mal ohne weitere Ausführung stehen bleiben)
Ein Jahr, in dem unser persönlicher Joker bzgl. unbeschwertes Reisen, aka Walther, doch mehr Wehwehchen hatte, als uns lieb war und demnach auch die Urlaubstage, bis auf einige sehr schöne Ausnahmen, verschwendet vorkamen.
Ein Jahr des Älterwerdens (klar, wird man jedes Jahr, richtig) ; ein Jahr der Nullen quasi; schon ein besonderes Älterwerden. Man denkt zweifelsohne über das Erreichte nach; die Menschen, die einen mit zu dem gemacht haben, was man heute ist und entdeckt an sich (eventuell), dass dies noch lange nicht alles gewesen ist und man ja eh erst viel, viel später erwachsen wird und deswegen einer blümeranten und vielversprechenden Zukunft ins Auge blickt. (Außerdem ist die Party ja nur verschoben!)
Ein Jahr der Spaltung und des Auseinanderdriftens unter Freunden, Bekannten und im Berufsleben, im Kollegen- und Kundenkreis; das wichtigste Gut der Menschen, die Gemeinschaft, ist vor dem Kollaps und der Graben wird immer tiefer. Das traurigste an diesem Jahr war allerdings, dass es offenbar nur noch ein zentrales Thema gab und man sich glücklich schätzen konnte, nur über Belangloses- wie zum Beispiel das Wetter- zu sprechen oder gar optimistisch in die Zukunft blicken und sich auf das zu freuen, was da alles noch kommt. Fehlanzeige! Wie ein Geschwür kriecht diese Spaltung in jede Zelle der Gesellschaft und man möchte und kann es nicht mehr hören, bzw. ertragen und ist oftmals aber schon zu müde, es zu ändern.
Vieles hat dieses Jahr mit uns allen angestellt aber ich möchte mich auf diesem Wege auch herzlichst bei meinem Mann, meiner Familie, meinen Freunden und sonstigen Weggefährten bedanken, dass sie es trotz all der Widrigkeiten, zu einem sehr schönen gemacht haben! Bleibt gesund, rutscht gut rein und auf ein schönes 2022!!!