Rollmops Dubidu

Es geht mittlerweile seit…boah… gefühlt unendlicher Zeit ( in Kindheitszeit gerechnet auf jeden Fall 1000 mal länger als die Zeit, die jedes Jahr zwischen Ostern und Weihnachten liegt!) , dass ich zuhause, in regelmäßigen Abständen in mich rein oder sogar laut raus, folgende Wörter inbrünstig aus mich ( in mich) heraus singe: Rollmops dubidu, dubidubi! Rollmops dubidu, dubidubi! ROLLMOPS!!!

Mein Mann kennt leider weder die Herkunft des Liedes, weder die dazu gehörige Serie, die damals im übersichtlichen, 3 Programme umfassenden TV lief. Es muss um die Zeit gelaufen sein, als es die “ Rote Zora“ gab…leider fällt mir auch nach Google- Gesuche und anderer im Internet verfügbaren Mittel und Wege der wahre Titel der damals recht coolen Serie nicht mehr ein. Hingegen Eingaben wie „Faulsein ist wunderbar“ zum erfolgreichen Abschluss führten…Pipi halt…

Dies ist also parallel auch ein Aufruf an alle, die irgendwie tief in ihrem Inneren auch das Gefühl haben, dass irgendwas „dubidu“ ist oder sogar wissen, wovon ich rede!

Bei uns Zuhause gibt es nämlich aufgrund dessen schon diverse Momente, in denen alles mögliche „dubidu… dubidubi“ ist! Das ist auch super lustig, toll und unfassbar witzig, allerdings bin ich bis dato , trotz all der Kreativität und Spaßigkeit, irgendwie unbefriedigt, weil ich pertout nicht weiß, woher ich diese lustige Wortgewalt letztendlich habe.

Final bleibt nur zu sagen, dass alles- wirklich alles- viel schöner ist, wenn es „dubidubi“ ist oder annähernd in die Richtung geht, Hauptsache ist, dass es ein Grinsen ins Gesicht zaubert!

…ich möchte trotzdem fast eine Belohnung aussprechen für den, der weiß, woher das ursprünglich kommt, das Dubidubi!

Menopause?!

Alles ist eigentlich wie immer, nur dass plötzlich die nächtliche Unruhe von einmaligem Wachwerden, weil Pipi druck, auf 2-3 Mal mehr erweitert wird und das ohne, dass irgendwas wildes im Kopf umher irrt oder der Mond gerade am vollsten scheint. Dies alleine…und ich sage das nicht nur so, sondern meine es auch, wäre ja schon schlimm genug; denn jeder liebt es ausgeruht in einen nächsten, wie auch immer ausgehenden, neuen Tag zu starten, oder?

Aber nebst der unausgeschlafenen Muffeligkeit kommt plötzlich folgendes Phänomen dazu, anfangs unmerklich, gerne auch dem unausgeschlafenen Zustand zu zuordnen: das „man, ganz schön warm hier“, oder?

Gedankenverloren an längst vergangene Zeiten, wo einem plötzlich auf Arbeit, gegen späten Vormittag herum, unfassbar heiss war- weil man allerdings auch erst morgens um 7 Uhr aus dem Club in der Friedrichstraße kam, den es einen Monat später auch irgendwie nicht mehr gab, und der alltägliche Grind, verbunden mit einem Hauch aus schlechtem Gewissen und der trotz allem immer überwiegenden Selbstverliebtheit und daraus resultierenden Selbstüberschätzung, einen mehr schlecht als recht auf Arbeit erschienen ließ, in spontane Hitzewallungen verfallen ließ.

Nichts dergleichen ist aber jetzt, 25 Jahre später, der Fall. …mir kommt fast ein “ leider nicht“ in den Kopf, wobei dies auch ziemlich schnell wieder zerschlagen wird von der Realität, die so warm (heiß!!!) ist, dass ich selbst mit größter Fantasie nicht im Ansatz eine Erklärung dafür finde, warum ich mich gerade bis auf den Schlüpper ausziehen könnte, während sich mein Gegenüber zeitgleich sprichwörtlich auf die Heizung setzt.

Peinlichkeiten in Form von „Lüften wäre jetzt ganz schön“ bis hin zu „23 Grad sind aber auch nicht wirklich gesundheitsfördernd“ machen diese plötzlich komplett neu auftretende unfassbar unerträgliche Empfindung auch nicht besser.

Was tun?

In meinem Fall kannte ich glücklicherweise mein Gegenüber- was die Sache in dem Moment tatsächlich auch nicht wirklich abgerundet hat. Denn das Unbehagen überwiegt und irgendwie ist es scheißegal, ob derjenige in dem Moment denkt „naja, Stefka ist ja auch sonst nicht so wie andere“ oder du den “ Lockerbonus“ in die Runde wirfst. Denn man fühlt sich überwältigt, out of control…. und nichts ist schlimmer, als ungewollt einer körperlichen Verfassung ausgesetzt zu sein, die quasi- und auch in echt- aus heiterem Himmel auf einen eindrischt.

Anfang der 80er war es noch komplett witzig, wenn jemand rausgehauen hat, dass er als Streichholz zum Fasching geht….nackt und deswegen mit knallroten Kopf…

Wochen des Haderns und Leidens (manchmal dauert’s eben ein bisschen länger! …Gott sei Dank hatte ich ein Snickers zur Hand!) haben mich letztendlich zum Doc meines Vertrauens gebracht, der, zu dem man sonst immer nur wegen des biologischen Auftrags hingeht.

Die Antwort (I like to kiki, I like kikik) war das, was ich (später dazu) ungerne höre: Remifemin- pflanzliche Wirkstoffe zentriert in ein Dragee, welches nach schon 40 Tagen Abhilfe schafft- oder nicht….

Maybe it’s a Kopfthing, maybe not. Schlaflos in Spandau und auch Summerfeeling at it’s best in winter waren trotz des kräuterhexigen Rezepts nicht beeindruckt. Schade.

Frisch geduscht- immer nett, nur nicht 2x nachts und auch während des Tages einfach so: No!

Also her damit, du schulmedizinisches Wunder…her damit, auch wenn es Hormone sind! Lass es einfach aufhören, BITTE!

Vergessen all die super Weiber bei Sex in the City, die ohne alles ( ausser Samantha) durch’s Leben gehen als würde der Körper makellos durch die Jahrzehnte schweben…Fuck you! Nichts mit Schweben! Nichts ist wie immer!

Hormoneverschreibend sagt mein Doc nur am Rande: ihre jungfräulichen Eierstöcke haben dann jetzt wohl ausgesorgt!

Und ich sage JA! Lass mich bitte einfach wieder normal sein, ohne dreissigminütig das 80er- Jahre Kostüm zu sein…ohne howling at the moon- Wachheit ohne Vollmond…mach einfach, dass es aufhört!!!

Check!

Life is much better with the pill….

Warum “ Like mich am Arsch“ ?

Ich wollte schon immer schreiben. Früher waren es politisch ambitionierte Songtexte mit dem ersten Freund, wobei wir eigentlich nur genauso berühmt werden wollten wie unsere damaligen Vorbilder. Dementsprechend waren die Texte oft etwas rüde und irgendwie aggressiv. Dann habe ich einige Skizzen nach übelst durchzechten Nächten verfasst, vom Inhalt eher emotionaler Natur. Letztes Jahr habe ich dann doch angefangen, mein schon lange geplantes Buch zu schreiben, immerhin fast 200 Seiten handgeschriebenes Brainstorming, ein sogar schon in Kapitel untergliedertes Sammelsurium. Also gar nicht so schlecht!

Jetzt allerdings ist der Moment gekommen, in dem ich diesen Blog ins Leben gerufen habe, um mich quasi „warm“ zu schreiben. Die Leute mit kleinen Alltagsgeschichten, mitten aus dem Leben gegriffen, zu bespaßen und meine Sicht auf den normalen Wahnsinn, der einem permanent widerfährt, zu schildern. Vollkommen quer Beet, wie es gerade eben passiert!

Ich würde mich freuen, wenn ich dem einen oder anderen ein Lächeln oder zumindest ein Grinsen ins Gesicht zaubern könnte, sollte doch fast jeder die ein oder andere Situation selber mal erlebt haben.

Mehr ist es dann aber auch nicht, weniger allerdings auch nicht!

Viel Spaß!