„Ey“ ist nicht okay!

Man, da ist man schon im fortgeschrittenen Status der Abreise angelangt und stellt fest, dass auf Korfu dann doch nicht die 2 1/2 Stunden eher Ankommenszeit von Nöten sind, denn alle- aber wirklich alle- dieser vertrauten Stressmacherei der deutschen BER- Veranschlagung ( oder aber anderer final destinations innerhalb Deutschlands) unterliegenden Auflagen, den auf übermaßen veranschlagten Zeitraum folgend, hier nun ausharren und hoffen, dass die spätsommerliche Korfu- Sonne und der damit verbundenen Wärme, niemals endet und Schatten dein bester Freund ist usw. und  so fort und du einen Platz findest, denn das ist das größte Problem. Nun denn: rotierend, den Check- In- Platz machenden Passagieren im Kreislauf folgend, fast bei der Reise nach Jerusalem gleich, hüpfend, um einen nicht auf der Stange gleichend-  like chicks in a row- weiterhin auf der Absperrstange zu sitzen und „sitzend“ die restlichen Stunden zu verbringen, ist hier gerade Volkssport! Neben uns, wir sind fast zur Königsliga der Sitze aufgestiegen, telefoniert ein Deutscher mit seiner Familie, seine Kinder sind im Fokus, denn seine 15 Jahre jüngere Freundin, die den Alltag mit einem Familienvater kennt, geht auch recht weit weg, um ihre (eventuelle) verbleibende Familie zu erreichen. Es erscheint anfänglich normal, diese Fragerei nach dem „Wie war es im Reiterurlaub Jakob?“ Ach, du hattest Heimweh? Hol mal Johanna zum Facetime, die soll mir mal erklären, was sie getan hat, damit du dich besser fühlst! Hey Johanna! Was hast du denn zu Jakob gesagt, damit er sich besser fühlt?

Johanna sagt nicht viel, Mama hört schließlich zu, und so sagt sie Dinge, die eine Notwendigkeit hergeben, ohne negativ auf zu fallen und den abwegigen Vater besänftigen. Fast schade, dass ich mich nicht über den Hotspot einklinken konnte und Gesichter zu diesem Gesäusel sehen konnte..letzte Worte waren “ wir sehen uns morgen Mittag und ich freue mich auf euch, bevor die wirklich hübsche neue Begleitung in seinem Leben wohl die Nase vorn/ oder voll hatte vom familiären Treiben, denn flugs war die Verbindung schlecht und die beiden flanierten durch das Airportgebäude.

Nach unzähligen Überbrückungszigaretten und zahlreichen Freshmaker- Pausen ist es endlich soweit und wir beschließen durch die Security zu gehen- vielleicht auch dadurch beschleunigt, da plötzlich, total unerwartet, Reisebusse ankamen und wir Angst hatten, doch nicht gechilled an Board zu kommen- wie waren komplett von Jetzt auf Gleich von Berlinern umgeben, die alle irgendwie “ Out of Control“ waren und wie Heuschrecken diesen Ort zu ihrem gemacht haben: spooky!

Wir sind durch den Check- In durch, nicht ohne, dass E. erst safe war und dann der Zufallsgenerator angesprungen ist, um ihn auf Sprengstoff zu kontrollieren. Well done! Da wir nun explosionsbefreit durch den Duty free- Bereich flanieren, gehen wir auf’s Ganze. E. nimmt ’ne Extra- Portion „Sauvage“ und die Ladies im Parfümeriebereich sind unsere neuen, sehr albernen, Freunde: E. hat das “ Elixier“ an sich getestet, das intensivste aller parfümören Intensitäten und alle- ALLE- können riechen, was E. durch gesetzt hat. Meine unlautere Info, dass ich neben ihm sitzen muss, hat nur zu weiterem Nasenzugehalte geführt – und Mitgefühl. 🤣 Er hat sich dann umgezogen, denn sonst würde es heute, selbst nach der ersten Wäsche noch sehr wild riechen!

Aber jetzt geht’s erst richtig los: Easy Jet is the place to the following anger, as always! I don’t tell you news when I talk about Speedy Boarding and the following shit any place you trust in EJ! Wir sind knappe 45 Minuten vorm Boarding at the gate…und die letzten Passagiere, die eintreffen, sind komplett überrascht, dass es für ihre großlaibigen Körper keinen Sitzplatz mehr gibt: könnte ja aufstehen, aber keiner der Ankommenden signalisiert mir, dass ein Freimachen wirklich nötig ist, also unterlasse ich meine angeborene Hilfeleistung und belasse es bei meiner eigenen Bequemlichkeit, mit der ich auch nicht schlecht fahre. Und nun betritt die Wartelangeweile- Überbrückungs- Queen den Raum! Ein 6- jähriges Mädchen, dessen Eltern komplett überfordert sind mit der Eigenen Brut, bereichern ab sofort mein fast langweilig erscheinendes Warten auf den Speedy Call. Ihren Namen erfahre ich leider bis zum Ende nicht, aber sie ist DIE Entertainerin, auf die ich gewartet habe! (Sie ist in Wirklichkeit eine Reinkarnation meiner Selbst, denn nichts ist auffälliger, als eine vom Alter her Erwachsene, die besser spät oder sogar nie, über den Pipi – Indikator hinaus gewachsen ist und trotz allem auf einen kindlichen Indikator wartet, um der Öffentlichkeit verborgen, ihren Spaßfaktor sich hingeben zu können!)

Das erste von ihr, waren die Worte, den Opa links neben ihr anstoßend, über die Wurst, die ihr ihre Mama in die Hände gelegt hat: Man ey, die sind ja süß! Wir fanden es deswegen lustig, denn ihr Gesicht im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester waren “ Just gold!“ Die Kleinere von beiden war einfach nur mit ihrem griechischen Brot und Würstchen beschäftigt, während die Goddes of Entertainment immerhin mit Geschmack und den allgemeinen Surroundings auseinander gesetzt war. Ziemlich kurz nach dem ersten Happening ging’s auch schon zum Speedy Boarding – einem seit gestern vollkommen überbewerteten ins Leben gerufenen, allein durch Easy Jet, Stressfaktor herauskillernde Aggrovarianten kitzelnde, Abkommenschaft, die nicht nur 49,- mehr kostet, da ein Gepäckstück über der Größe eines Toasters hinzu gebucht, sondern suggeriert, dass du wirklich schneller im Plane, an deinem Platz und überhaupt bist, sondern fest stellen musst, dass alle (ALLE!) Speedy Boarding hatten, um dann für weitere 50 Minuten im unteren Bereich warten mussten, dass der Begriff alleine keinerlei Bewandtnis mehr hat. Das  ganze wurde nur getoppt von dem Warten auf den einzig wirklich Behinderten und der offenbar akut verletzen Frau, dessen Bein in Gips verschwunden war, deswegen, da eine ganze 1/4 Stunde vorher, immerhin, mit der Verstauung dieser, begonnen wurde. What a life on an airport you live…a poorsome prisone, jay!

Ich schraube meine innere, noch beruhigte Aggronummer herunter und freue mich dann doch darüber, dass nach 50 Minuten Warten auf dem Flugfeld dann doch ein Bus vor fährt, der uns sage und schreibe weitere 40 Meter geleitet, damit wir auch wirklich safe boarden.

Alle Speedy Boarder sind nun – wie wir- echt bei Laune und so versteht es sich von selbst, dass wir flugs unsere Plätze heim suchen, um den Startmodus nicht weiter zu strapazieren.

Sit, fasten belts as well and listen to the people who are not even able to listen to themselves! # the people who grinned themselves to death# is the the soundtrack to these shit! Anyway, das kackfreche Mädchen vom Warteraum vorher sitzt nun vor mir und ich ertappe mich dabei, dass ich voll auf ihre Kommentare abfahre und dies nur halbstarks verheimlichen lasse: sei’s durch lautstarkes Gelächter, sei es durch abgeschwächtere Form von Belustigung.  Der Vater trägt ein Shirt mit der unfassbaren Multi- Language- Message über die Aussage der Kassette, multi- everything- Just: Push: Play

Sie hingegen spricht mir aus dem Herzen, denn sie fragt Dinge, die ich als Kind auch so gerne gefragt habe: ( schnallt euch an und denkt an früher!) :Wie lange dauert es denn noch? Wann sind wir da? Wann fliegen wir endlich? Der Vater entgegnet, dass es durchaus sein kann, dass wir gar nicht in die Luft gehen und wir eventuell einfach weiter fahren. Den Vergleich zum Auto hat der Vater gefühlsmäßig komisch herüber gebracht: Auto!? Es ist wie in ’nem Auto? Naja, haben wir ja auch. Aber eher wie in ’nem Zug..bis die Tochter sagt: naja, ist ja auch egal, wann fliegen wir denn aber endlich??? Ich befürworte ihre Aussage und empfinde alle ihre Empfindungen als mehr als natürlich- bis ihr Vater von was auch immer zurück kommt und sagt, dass sie jetzt endlich die Plätze tauschen können und zum Rest der Familie wechseln können. Sooo schade! Die Menschen vor uns raffen es auch nicht sofort und so ergibt sich ein Mischmasch an Plätzetauscheleien, nebst der Unwirschheit der in die schockverliebten kleinen Maus meinerseits, die auch tatsächlich „Winke, winke“ macht und dann für immer die Stage verlässt. Vorher, ja vorher ist folgendes passiert: Man, ey!?! Wann fliegen wir denn endlich? Ich antworte, unautoritär zum Vater, hoffentlich bald! Alles andere wäre ja fast wie Auto fahren, wie der Vater ja schon kurz erwähnt hatte und dann wieder prenzlauerbergmäßig revidiert erscheinend, rechthaberisch an den Greta- Vorsätzen schnappend,  seinen Kindern vorweg nimmt. Ey! …ist nicht okay! Ich bin kurz geflashed ob der erzieherischen Tätigkeiten des Elter, I really (!?!) understand your point of view!

I am in peace right now und schlafe ein….bis mich unsere Fensterfreundin weckt, weil sie- untröstlich die Ich- trinke – zu – viel – Blase schüttelt. Ja klar, kein Problem… ja,ich weiß, dass es dir Leid tut, du aber nicht anders kannst und jetzt diesen fuckingen Weg gehen musst. Wir sind jetzt wach, hopefully your Blase gives a shit on that! Bitch!! !Naja, sie hat ja ihre hippen Airpods auf, wie E.,….ich aber höre ihre unfassbaren geräuschkulissigen Getränkeflaschen und nach kramgribbelilligerem Kaugummikrumpelgeräusch und es reicht mir, denn es ist so assozial, denn sie kommt tatsächlich erst nach 15 Minuten zurück und fühlt sich keine Sekunde schlechter als die Tatsache, dass sie uns geweckt hat. Ulrike at her best ..that is for sure! Ich sage nur: „Ey! That’s not okay! – BITCH! Ulrike ist nicht nur so unantastabar, selbst ihre Hände sehen so aus, als hätten sie niemals jemals etwas Härteres umfasst, als das Leben in Form von Verträgen oder so… eine Ulrike halt so.

Wir sind im Landeanflug auf Berlin, Ulrike hat ihren Fensterplatz fest im Griff, furchtbare Frau, diese Ulrike ( wahrscheinlich heißt sie im wirklichen Leben Tatjana oder gar Leonie) , ich will gar nicht wissen, was dahinter steckt. Ich mag sie einfach nicht.

We are going to leave that plane, that’s for sure… how many Ulrikes‘ skip that road…I don’t give a fuck about it! Twice as heart, Baby!!! …45 Minuten right now and we are going to be cool right now after telling us, that it’s going only the frontier way out….mein persönlicher Urlaub ist hier und jetzt vorbei, denn es sind nunmehr 2 1/2 Stunden vergangen, dass ich ein Zuhause- Gefühl bekomme…P1 am BER ist die nahe Lösung, Jippieh! Only hoping to get right to it and driving home- Not for Christmas, but for freedom. Cheers!

Einfach mal die Perspektive ändern!

Gestern war ein sowas von herausragend schöner Tag, dass es mir glatt wie Seelenbalsam vor kam. Und so war ich am Ende des Tages tatsächlich beseelt von der klitzekleinen Auszeit, die sich mir bot, verabredeter Weise in diesem Fall, was den Wert der Erholung nicht im geringsten schmälert. Gestern nämlich war ich mit N. verabredet. Sie ist wie ich und deswegen aber auch anders als die meisten, die ich kenne, auf Monate terminiert und so haben wir – glaube ich – im März diesen Termin fixiert, nur um sicher zu stellen, dass wir uns auch wirklich sehen. Verrückt! Der Nachteil daran ist, dass man nie weiß, was aktuell, in der Zukunft bei Vereinbarung, gerade los ist und so sitze ich gestern nach einer ultra- stressigen und anstrengenden Woche gegen 13:30 Uhr Zuhause und bin permanent in Dauertelefonie und warte auf das Zeichen von N., die auch keine konkrete Uhrzeit unseres Treffens benennen kann, denn sie ist in einem Webinar- vorraussichtliches Ende variabel. Da ich aber auch nur Telefonate führe, um fest zu stellen, dass in dieser kurzen Zeit schon wieder drei andere meine Nummer gewählt haben, vergesse auch ich die Zeit. Aber ZACK! kommt der Anruf, dass sie jetzt fertig sei, ihren Kaffee noch aus trinkt, selbst fast der Couch den Vorzug geben könnte und dann aber abholbereit ist. Ich erwidere, dass ich mir auch grade die Faust ins Gesicht schlage via Konkret- Koffein und sage, dass ich mich bald auf den Weg machen werde. Die Freude beiderseits ist riesig, sehen wir uns per se viel zu selten…und schlafen kann man ja auch echt später! Schwuppdiwupp bin ich bei ihr und sie kommt runter und sagt, dass sie echt aufgeregt ist, denn: wir werden zusammen mit dem Boot raus fahren und es ist das allererste Mal, dass sie alleinige Kapitänin ist! Mir bricht das Herz vor Stolz, das ich es bin, mit der sie ihre Jungfernfahrt begeht. Wow! Jetzt bin auch ich aufgeregt, kann es aber verbergen; zu wichtig gleich als Assistenz da zu sein und alles richtig zu machen!

Richtung Ballhaus, so die Order und dann stehen wir vor dem Boot, es ist eine Sie- die Escape. Der Name ist Programm, denn auf ihr flieht man justamente aus dem Alltag und ist entschleunigt. Einfach toll, eigentlich unbezahlbar. Ich kenne das von unserem Wohnmobil: die ganzen Vorgänge, die ersteinmal absolviert werden müssen, um dann starten zu können. Eine immerwährende Herausforderung, die letztendlich zum Permanent- Entstresser führt, da Timewarp- gleich um Welten entspannter und easy beasy- artig durch die Welt zu fliegen. Also kein Problem. Naja. Erste Hürde ist das Ausparken vom Liegeplatz; ich bin mega aufgeregt, denn ich stehe vorne um sicher zu stellen, dass wir nirgends gegen kommen und bin abrupt tiefenentspannt, denn anstatt den Weg hinaus, wie vorgegeben, fahren wir ziemlich fonzig einfach rückwärts raus und there we go!

Klein Venedig, optisch dem Auenland gleich, lässt mich (ich bin natürlich wesentlich entspannter als meine frisch gebackene Kapitänin) umgehend in Urlaubsstimmung verfallen und sehr schnell danach ist auch N. komplett relaxed, denn so einfach hat sie es sich auch nicht vorgestellt! Es ist ein Traum auf dem Wasser- nicht lautlos, aber groovy, gleiten wir unter der Stößensee- Brücke, vorbei an diversen Marinas Richtung Wannsee. Ab jetzt geht bei mir der innere Kompass- Punk ab. Ach, das ist da? Hähhh? Hier sind wir gerade? Die Perspektive vom Wasser aus ist echt faszinierend, ein komplett neues Bild wird im Kopf erschaffen und fügt sich mit dem, was an geografischem Input vorhanden ist, zu einem Ganzen. Ich fühle mich an meine wilde Jugendzeit erinnert, wo man mit Bus und dann erweitert, die Stadt per U-Bahn durchquert hat. Bezirke als solches haben eigentlich nicht interessiert, nur die Tatsache, dass man gegen 20 Uhr am Zoo sein musste (aus Lichterfelde in meinem Fall) waren von Bedeutung und ließen einen teilweise gestresst daher kommen, da die Anreise mit diversen Umsteigelocations einher gingen. Sicherlich wußte man, dass man Steglitz, Wilmersdorf und Charlottenburg, oftmals auch Schöneberg und Kreuzberg durchquerte aber man kannte eben diese nur durch U-Bahn- Ausgänge und den direkten Wegen zu verabredeten Orten, meist Clubs, Bars oder Kneipen.

Und dann kam das Auto. Es war wie eine Offenbarung in der Mutterstadt und gewährte Einblicke in die Bezirkszusammenhänge, wie es jedem nur einmal passiert; Zusammenhänge erkennen ist schon grandios! Plötzlich waren auf ewig gefahrene 7 U-Bahn- Stationen nur einen Augenschlag voneinander entfernt und man lernte die Stadt aus einer komplett anderen Perspektive kennen. Eine unfassbar aufregende Zeit. Und genau so habe ich mich gestern gefühlt. Wie mit kindlicher Naivität habe ich beim Vorbeifahren gecheckt, dass alles so unfassbar dicht zusammen liegt (und hey, wir waren noch nichtmal bis Kladow runter!!!), dass ich diesen, den Wasserweg, als erneute Offenbarung erlebt habe. Echt richtig cool!

Ich muss echt an eines meiner ersten Buserlebnisse denken, ich war noch echt jung, 9 glaube ich. Meine Mutter ist die Strecke von uns bis zu meinem ersten Gitarrenunterricht bestimmt 2-3 Mal mit mir abgefahren, damit ich es mir auch wirklich einpräge. Was dann am ersten Alleinerlebnis passiert ist, war auch so ein Ding, was zumindest in meinem Kopf, eingebrannt ist unter dem Motto: Orientierung ist alles! Ich bin also los mit meiner Gitarre zum damaligen Bus, der nur 6 oder 7 Stationen später die Ankunft bedeutet hat, Roonstraße glaube ich. Es war Winter und um 18 Uhr schon dunkel und ich so aufgeregt, dass ich mich verzählt hatte und eine zu früh ( oder zu spät, ich weiß es nicht mehr) ausgestiegen bin. Ich hatte null Orientierung und die Straßennamen kannte ich nicht, schließlich war dies die große weite Welt, in der ich mich als junge Knirpsin bewegte. Also bin ich in die mir einzig richtige Richtung gelaufen und war lost. Irgendwie habe ich offenbar schon immer keine Scheu gehabt, zumindest siegte nicht die Angst, und so fragte ich eine Frau an ihrem Auto stehend, wo denn Adresse X sei. Heulte, glaube ich auch, ein wenig, berechtigt finde ich. Sie und ihr Begleiter wussten nicht, wohin ich will und schlugen mir vor, mich nach Hause zu fahren. Ich wollte erst nicht, denn dann würde ja heraus kommen, dass ich nicht beim Gitarrenunterricht war, habe dann aber verzweifelt ja gesagt und wurde umgehend nach Hause bugsiert. Natürlich bin ich alleine ausgestiegen und nach oben in die Wohnung, denn ich hatte ja eigentlich schon zuviel erwartet mit dem Shuttle. Aufgeregt hab ich alles in wasserfallartiger Geschwindigkeit meiner Mama erzählt, die daraufhin alles war, nur nicht stolz auf meine Aktion. Ganz im Gegenteil, sie war stinkesauer und hat mich echt rund gemacht. Aber, aber, aber hat gar nichts bewirkt. Selbst die Aussage, dass ich es einfach nicht gefunden habe machte es nicht besser. Konnte ich nicht verstehen damals. Aber wir haben die Fahrstrecke auch nicht im Dunkeln geübt, deswegen hatte ich keine Orientierung und dies erinnerte mich an das vorher Geschriebene. Fakt ist, ich habe danach noch ganze zwei Mal den Rat nicht befolgt bei fremden Menschen mit zu fahren, war allerdings wesentlich älter und hatte auch in beiden Fällen Glück, mehr als Verstand offensichtlich!

Wir schippern alsdann vor uns hin und versuchen die vereinzelten Sonnenstrahlen ein zu fangen und plaudern so vor uns hin, da wir uns ja auch echt viel zu erzählen haben und sind gleichermaßen im Kurzurlaub. Irgendwann am Anfang habe ich mal nach Vorfahrtsregeln im Wasser-Verkehr und sonstiger Auflagen gefragt- denn der Wind treibt die umliegenden Segler recht schnell über das glitzernde Nass. Während wir so quatschen, erblicke ich- wie aus dem Nichts- einen dieser flinken Segelbootler und erwähne dies kurz und N., die immer adleraugesgleich die Lage checkt, ist genau so verblüfft wie ich, wo denn dieses Boot so plötzlich her kommt. Da unser Motor gerade pausiert, sind wir furchtbar dankbar, dass der Wind ihn pfeilesschnell an uns vorbei preschen lässt- wir jedoch beschließen, den Heimweg an zu treten, denn es ist offenbar offiziell Feierabend und alles, was ein Boot besitzt, beschließt nun aufs Wasser zu gehen. Stau quasi. Wir waren die Happy – Ones, die vor der Masse unterwegs waren und beenden diesen wunderbaren Tag indem wir genüsslich Richtung Liegestelle schippern. Natürlich nicht ohne der anfänglichen Stresssituation gleich der Abschlussstresssituation (viele S!!!) entgegen zu fahren. Die Escape muss schließlich vorwärts wieder in den Ruhezustand gebracht werden. Aufgeregt bin erst wieder nachdem N. mir erzählt, wie aufgeregt sie ist und erschwerend kommt hinzu, dass wir beide so übelst aufs Klo müssen, dass es an der Konzentration nagt. But hey! Selbst einen Kanuten, der uns entgegen kommt, fast in der Endphase, kann uns nicht aus der Ruhe bringen; ich hüpfe schon längst an vorderster Front rum und warte auf Befehle von N. . Wie durch Butter gleiten wir in die Parklücke, nur ein kurzes links anstupsen, hindert uns am perfekten Landen. Stolz wie Bolle, ich natürlich 1000Mal stolzer auf sie, die dies zum allerersten Mal hin rockt, liegen wir mit dem Boot in Ausgangslage und feiern diesen Moment in vollen Zügen, N. hat eigens dafür den letzten Schluck ihres alkoholfreien Coronas aufgehoben, ich war da leider nicht so emotionsgeladen…oder einfach durstiger. Egal, das Boot wird nach Pipi- Kacka- Land- Besuch (so der Name der Toilette an Land) bettfertig gemacht und danach schlurfen wir komplett erholungsgestärkt zu meinem Wagen, der uns wieder in die Realität fährt.

Ich habe mich sofort als “ erste ohne Vordrängeln“ für die nächste Sause angemeldet, denn diese Momente sind mit Geld einfach nicht zu bezahlen und am Ende bekommt man noch gleich einen anderen Blickwinkel auf das scheinbar Alltägliche geboten, nicht zu fassen, das ganze! So viel wie möglich davon sollte man so oft wie möglich haben, denn alles andere ist bekannt und nicht vergleichbar mit dem Escape- Erlebnis, umsetzbar auf alle Momente, die einen glücklich machen!

Die Welt ist klein, sie war es schon immer!

Am letzten Sonntag habe ich mich auf den Weg ins Mutterschiff meiner Firma auf gemacht und der einzige Tatbestand, der mich zum Grinsen gebracht hat, war der, dass ich meine Lieblingskollegen treffe zum verdonnerten Vertriebsseminar und die Möglichkeit hatte, nach über einem Jahr meine Innendienstler mal wieder zu sehen. Ansonsten ist nichts schön an der Tatsache, dass man ganze vier Tage von zu Hause weg ist, nichts. Hatte im Vorraus im American Diner einen Tisch für uns alle reserviert, damit es ungezwungen und fußläufig abläuft; nicht, dass das Restaurant im Hotel nicht Weltklasse hätte, aber es ist halt sehr gediegen und mit unserem Außendiensttemperament nicht immer kompatibel, that‘ s so. Also trifft man sich nach über 600 km, quer durch die Republik reisend, später in der Lobby und quatscht so vor sich hin, wie man das halt so macht, wenn man unter sich ist, zudem durstig und trotz allem im Wochenendmodus und sich lange nicht mehr gesehen hat. Das Laufen zum Diner tut allen gut und wir lassen echt sogar 7 gerade sein! Nach dem recht ausgelassenen Festmahl stolpern wir zurück zum Hotel und ob der Tatsache, dass morgen ab 8:30 Uhr die Schulung statt findet, verschwinden fast alle gleich aufs Zimmer.

Ich leide ja leider seit geraumer Zeit unter seniler Bettflucht und dies ändert sich natürlich auch nicht in BK, fern ab der Heimat.

Es ist morgens um halb 5. Ich fasse es nicht, dass ich nicht mehr schlafen oder ruhen kann und beschließe in meine Sportklamotten zu springen und erstmal eine rauchen zu gehen, natürlich nicht, ohne meine Tassimo an zu schmeißen. Schmerzfrei war ich auch vorher schon, nur diesmal gehe ich tatsächlich danach ins Fitnessstudio des Hotels. Kaum unten angekommen, beim zweiten Zug, die recht frische noch nächtliche Kälte freudig aufsaugend, umhertapsend und – natürlich- schlaftrunkend, bekomme ich plötzlich Besuch. Sie ist vollkommen angezogen und schleicht wie ein Ninja hin und her, das macht mich nervös, zumindest ein wenig. Ich nippe an meinem Kaffee und versuche einfach weiter dem Hier und Jetzt keine sonderliche Gewichtung bei zu messen. Weil Kapuze auf, erscheint wie aus dem Nichts eine Frage. Eher eine Verwunderung. Warum ich denn hier draußen bin, um diese Zeit. Naja, sage ich. Bin halt schlaflos in BK und dachte, dass eine Zigarette gerade der beste Zeitvertreib wäre. Passiert ihr nicht oft, sagt sie. Das kann ich nur zurück geben und frage sie, woher sie kommt und was sie hier macht. Und jetzt kommt’s! Sie kommt aus Berlin und beginnt in unter 3 Stunden ihre erste IHK- Prüfung hier. Wow! Das empfinde ich tatsächlich als sehr sonderbar und frage genauer nach; wo genau sie her kommt und was zum Teufel sie hier für eine Prüfung ablegt. Sie gibt mir zu verstehen, dass diese Prüfung nur hier abgelegt werden kann und sich selbst fragt, was sie hier tut und zudem gibt sie zum Besten, dass sie aus Steglitz stammt, was mein urst gemütliches Heimatherz höher schlagen lässt! Die Welt ist klein, sogar BK macht hier keine Ausnahme, vor so skurrilen Begegnungen! Da sie alsbald ihre Prüfung hat und ich ich nur semi- kommunikativ unterwegs bin, beschließen wir uns morgen um diese Zeit wieder zu treffen.

Beim Frühstück berichte ich allen, die es hören wollen, wie krass ich die Begegnung heute früh fand und wie klein doch diese ach so große Welt ist. Jep! Und jeder berichtet über absurde Treffen von Menschen, all over the world, herrlich!

Ist ja nicht so, dass ich diesbezüglich nicht auch Senf dazu geben kann, nicht unwesentliche Mengen. Das aber mit Abstand absurdeste an Begegnungen ist mir wohl damals auf Utila, einer Insel vor Honduras, passiert, als ich beim Frühstück im einzigen Inselcafe saß und gerade über die temporäre Trennung meines Partners nach dachte, um vollkommen aus dem Nichts gerissen zu werden und die Frage lauthals im gegenwärtigen Hirn Einzug erhielt, die da lautete: Steffi???? Was machst du denn hier? WTF? Kein Mensch auf dieser Insel kannte mich und ich werde namentlich angesprochen, meilenweit von Zuhause entfernt? Ja, krass. Ich hab damals kurz überlegt, wie sie heißt, Corinna fiel mir dann doch noch rechtzeitig ein und ich bin komplett überfordert, freue mich aber schon, denn die Trennung von M. war damals echt heftig. Irgendwie war diese surreale Situation dann doch erfreulich, denn etwas “ Gewohntes“ vor zu finden ist dann doch besser als über das aktuelle Sein nach zu grübeln. Win: win!

Etwas näher dran an die Heimat, im Norden Portugals, ergab sich aber auch eine ähnliche Situation, die damals zumindest echt schräg war. Ich war nach dem Abi mit meinen besten Freunden in einem asiatischen VW- Bus- Verschnitt unterwegs Richtung Südportugal, der Weg dahin war schon Erfahrung genug, bis wir in einer kleinen Stadt- circa eine Stunde hinter der spanischen Grenze, keine Ahnung, wie der Ort hieß, einfach nur durch Hunger gezwungen, eine Pause eingelegt haben und in eine Bar rein geschlittert sind, wo zwei sehr bekannte Gesichter aus der berliner Hood uns entgegen blickten, auch nur vom Hunger getrieben. Pah!!! Was??? Hatte draußen nur eine Ente gesichtet, ohne allerdings das Kennzeichen gelesen zu haben und genau mit diesem Vehikel waren sie unterwegs! Ein Traum!!! Zumal ich nur ein halbes Jahr später auch meine erste Ente hatte und immer gehofft habe, so eine Tour mal zu machen. Leider nie passiert.

Es gibt tatsächlich noch ein paar mehr Stories des Aufeinandertreffens bekannter Gesichter an Orten, die nicht in die Rubrik fallen, gewöhnlich zu sein aber das ist hier jetzt auch nicht Thema.

Es folgte ein sehr anstrengender Schulungstag: 9 1/2 Stunden Vollinput. An Konzentration und persönlicher Contenance nicht zu überbieten, zudem man es wirklich einfach nicht gewohnt ist nur zu zuhören und in sich zu gehen. Wirklich anstrengend! Waren dann auch erst kurz vor Abendessen wieder im Hotel, was zum einen den Vorteil hatte, dass man nicht dröge auf dem Zimmer rumhängt aber auch keinen echten Raum zum Erholen lässt und man deswegen im Dauermodus ist. Da der Chef mit dabei ist, ist anfangs die Stimmung bei allen angespannt, bis klar ist, dass er ebenfalls platt ist und gefühlt froh darüber, dass es einigermaßen gesittet zu geht. Bei einer gemeinsamen Raucherpause treffen wir auf meine morgendliche Bekanntschaft und er lädt sie spontan an unseren Tisch ein und zum Dessert. Ich finde das großartig, denn ich fühle mich echt maulfaul und auch nicht in Bestlaune den Gesprächen zu folgen und empfinde es als Bereicherung für mich und unser Team, eine Fremde mit an Bord zu holen. Es ist wirklich erstaunlich, wie anders das Verhalten einiger ist, wenn jemand dazu kommt! Ich bin amüsiert darüber und bin im Kino- Modus. 1-2 Zigaretten später fällt ihr auf, dass wir alle doch echt seltsame Menschen sind, was ich nicht verneinen kann, denn es ist so! Hoffe aber, dass sie sich trotzdem wohl fühlt und sich nett aufgehoben weiß. Sie bleibt letztlich länger als ich, denn ich kann nach kurzer Zeit meine Augen nicht mehr ohne Anstrengung auf halten und wünsche allen noch eine tolle Zeit. Sie sagt: bis morgen früh zur ersten Zigarettenpause! Finde ich gut und verlasse die wild quatschende Runde gerne, denn ich bin durch für diesen Tag!

Ich schaffe es erst zu 5 Uhr nach unten und sie ist nicht da oder nicht mehr. Ich treffe sie aber zum Frühstück und wir quatschen wie alte Bekannte. Mit Eintreffen meines ersten Kollegen verlässt sie das Hotel und ich werde gefragt, wie lange ich sie schon kenne, was ich natürlich kurzerhand aufklären kann und aber auf Erstaunen treffe, denn es wirkte so vertraut. Berlin halt!

Gestern browse ich durch die Social Media Kanäle und lese, dass ein Bekannter seine Eltern in Spanien besucht. Stelle dabei fest, dass alles, was er besucht mir so familiär vor kommt und es auch so ist, denn meine Mutter hat dort ebenfalls ein Häuschen, zumindest in der Ecke. Verrückt!

So klein ist diese Welt! Wer hätte das gedacht?

Dezember…You get wiser…do ya!?! Me, not- offensichtlich not.

Der Dezember naht, jedes Jahr auf‘s neue, in einem Affentempo, welches auch nicht leichter wird, je älter man wird. Aber- ohne persönliche Gnade- geht er seinen verdammtem Weg: Geburtstage zu Hauf, die Feiertage mit eingeschlossen, Feierlichkeiten im Überfluss und die unzählig unvorhersehbaren Aktivitäten; wie: lass uns mal noch zwischen den Jahren treffen, usw. und so fort. Wer zum Teufel nochmal, soll all dies durch halten???
Ich bin dieses Jahr schon zum eigenen Geburtstag aus gestiegen, wegen infected und so, um so in den verdienten Urlaub später zu starten…what a life! (https://youtu.be/62fQHufTPDo)
Geburtstag heute zum dritten Mal nach geholt, weil nebst mir alle irgendwie auch outta control waren, viele zumindest. Viele auch keine Lust auf Blabla hatten, was ich mehr als vestehen kann; denn dieser ganze „Hey, man! Gut schauste aus! Wie geht’s dir denn?-Blödsinn“ geht mir höchst selbst echt auch auf den Sack. Isso! Deswegen habe ich mehrere Dates ins Leben gerufen, die alle Beteiligten zufrieden stellen. Geht doch! Hart war die Woche, in der unser allseits geliebter Peter im SO aufgerufen hat und ich mich echt besser gefühlt habe, trotzdem krank war und drauf geschissen habe, nicht nur ich im Nachhinein…das nur am Rande; denn was erwartet man eigentlich? Nach zwei ganzen Jahren des Verzichts weiterhin der Vernunft zu lauschen? WAS? Ich bin taub auf diesem Vernunfts- Ohr, bin ich! Phhh! (https://youtu.be/8Wft2olm_VU)
Man ey, dann stirbt auch noch der Typ weg- einfach so- der uns allen Schlaflosen damals ein Brett geliefert hat. WTF?
Es ist jetzt nach den Feiertagen und ich bin echt unfassbar glücklich, dass ich das alles insoweit gut überstanden habe. 20./22.12. waren körperlich noch einmal herausfordernd, geradezu an Grenzen stoßend. Aber auch schön irgendwie- Wodka wird einfach nicht mein bester Freund, never…und er wollte es aber auch irgendwie nicht begreifen, also hat er von allen Seiten angegriffen…wie es seine Art ist…hmmm!?!
Zuhause hatten wir übrigens auch für einen russischen Morgen vorgesorgt: Kaviar, in Robbys Gedenken Finnlandia besorgt und gefüllte Eier vorbereitet. Naja, was soll ich sagen? Den Vodka haben wir quasi unangetastet ‚cause of me…
Ich bin nun seit fast drei Wochen zuhause- weil auch Urlaub und so und ich stelle fest, dass ich echt nicht mehr gesellschaftsfähig bin, aufgrund des Überflusses der letzten Tage (!) ! Also stellt, beantwortet sich die Frage, ob oder besser was ich an Silvester mache, wie jedes Jahr eigentlich, fast von selbst: NÜSCHT! Denn das ist es, was ich bis zum get- no zelebriere: das Nichts zum Jahresende! I love it! I really do! Die letzen Wochen waren echt hardcore und ich freue mich auf Bleigießen (Jep, wie haben vorgesorgt!) und Champagner trinken und- ganz ehrlich: wir werden 0:00 Uhr nicht live erleben, denn das ist einfach nicht mehr wichtig. So (https://youtu.be/urDzywYAO0I ) have a good one my friends! See ya next year! ♥️🥂

Note to myself: be more yourself as ever before! This is not selfish, it is not!! Love yourself! If you don’t, who else should?
♥️♥️♥️

UWE

Man ey, die Feiern hören aber auch echt nicht auf im letzten Monat des Jahres. Gefühlt sind es die meisten und deswegen so geballt; möglicherweise liegt es daran, dass die halbe Familie selbst den eigenen Ehrentag zelebriert. Ich weiß es nicht. Heute zumindest war ein Treffen zum Geburtstag einberaumt, dessen ich das erste Mal Teil hatte, denn ansonsten ist jetzt eigentlich meine Zeit krank zu sein und nicht wie vorab schon- promistatusgleich zum 4. Mal positiv auf COVID getestet, vorab aus zu fallen; ich bin deswegen in Bestlaune und freue mich riesig auf dieses Treffen! Vorab lasse ich mich von alten Freunden abholen, da ich eventuell noch der Joker im anstehenden Musikquiz bin und eh früher los wollte, da ich mich ja auch irgendwie gut kenne: je länger Zuhause, desto mehr will meine Borg- Couch mich nicht mehr gehen lassen, weil im Assimilationsprozess. Ausgetrickst in diesem Moment! Hah!

Wir betreten das Lutetia und ich bin spontan in einer Zeitschleife…ehrlich! Als ich damals hier noch hinterm Tresen stand, waren es nicht weniger illustre Gesichter. Ich bin leicht überfordert, denn eigentlich ist dies hier nur ein kurzer Zwischenstop auf dem Weg zur Geburtstags- Runde. Aber vielmehr setzt mich die Quiztruppe unter Druck, die wirklich denkt, dass ich ein Joker bin! (Nicht, dass ich keine Ahnung von Musik habe..) aber ich bin sogar angemeldet in deren Team. Das stresst mich, ebenso die anderen Teams, von denen ich auch mehr als die Hälfte kenne.

Nebenbei treffe ich auf Ex- Freunde, Freunde von Ex- Freunden, generell alte Freunde und, und und! Mindblowing! Freue mich tatsächlich über die Aussage, dass ich unfassbar gut aussehe und mache nur ein Grummelmurmeln lautbar, nothing special, denn Komplimente kann ich nicht. 🤭Ich mache meinem “ Team“ parallel klar, dass ich zu der pünktlichen Fraktion gehöre und bin fast glücklich, dass der sogenannte Quizmaster sich echt verquatscht und labermässig überzieht. Echt schade! Ohhhh! So walke ich los ins Brauhaus und weiß überhaupt nicht, was mich erwartet – umso gespannter bin ich aber.

Fuck! It is a meet and greet of the whole Spandau- Bar-and – outside (little) Bar- people und ich kenne echt viele! Im Lutetia war es schon saunagleich, ob der vielen Menschen ohne Belüftung: Aerosole!!! Hier ist es anfangs noch ok, das ist aber auch alles. Die Freude und Aufregung des Geschenke übergebens und Entgegennehmens ist immer so ultra aufregend, fast so, als hätte man selbst Geburtstag! Anyway, wir hatten in urst gemütlicher Atmosphäre sehr viel Spaß, das hatten wir. Bis zur ersten Zigarettenpause. Könnte schlimmer kommen, aber ich war plötzlich mit einem Azubi konfrontiert, den ich (in meiner überschwinglichen Art erst einmal umarmt habe), worauf der eine Kumpel fragte, ob ich in einer höheren Position bin als er. Nee, ich bin nur nicht beim Handel, sondern von der Industrie; besser: wahrscheinlich, aber auch nicht in Stein gemeißelt. Aha. Bist ne coole Braut! Find mich auch nicht so schlimm. Arghhhhhhh! Nach ‘ner halben Stunde gehe ich erst wieder zurück zu unserem Tisch und denke, dass dies nicht mein bester Auftritt war- wobei ich ja eigentlich nur nett war und versucht habe Mitt -Zwanzigern Antworten auf komische Fragen zu geben. Ich weiß es nicht, denn ich versuche eigentlich immer nur ich zu sein, was auch nicht immer einfach ist. Hoffe, dass besagter Azubi keine Plaudertasche ist. Wobei anders herum habe ich auch etwas in Petto. So schlimm war es dann final auch nicht… glaube ich. Er zumindest ist erpressbar auf Lebenszeit. BÄM!

Mittlerweile sind alle Geschenke ausgepackt und alle Karten geöffnet, mit all den emotionalen Dingen, die so parallel einher gehen! Das naturtrübe Brauhausbier stichelt uns unterschwellig sogar zu Schnapsbestellungen an, denen wir wie kopflos und fremdgesteuert folgen. Mein Plan, nicht zu viel zu trinken oder aka nicht zu lange zu bleiben ist dahin, denn es gibt so viele Charaktere, die mir- wenn auch nur flüchtig- über den Weg stolpern, dass es unvermeidlich ist, länger zu bleiben! Ich hab ungünstigerweise mich ein paar Leuten als Steffi vorgestellt und später stellte sich heraus, nach Auflösung, dass ich beides bin: Steffi und Stefka, womit plötzlich recht viele was anzufangen wussten. Da schau her! Wie wichtig doch ein Name ist. Wollte eigentlich inkognito bleiben. Vor‘n Arsch.

Und schwuppdiwupp, Zauberstab in Benutzung, ist der Mann in der Uhr fleißig gewesen und es ist soweit, dass die Lokalität uns quasi raus schmeißt; mir schon fast zu aprupt. Denn das letzte was ich noch mit schneide, ist, dass ich meinen Bierlikör teile und mein Bert (Ernie teilt immer!) zu mir sagt: na, dann gib mir doch den Uwe! Ich muss in diesem Moment geguckt haben, wie nach „Lost Highway“ oder „Naked Lunch“, wobei dies beides Minimum 2 Stunden Erlebnisse entgegen dieser spontanen fragwürdigen Verwirrung waren, mich trotzdem completely im Nichts zurück gelassen haben und ich selbst heute nicht schlauer bin, obwohl beide Regisseure zu meinen Alltime- Favs gehören. Stupid girl. Ich bin tatsächlich kurzfristig speechless (was für ein Cover übrigens von Kruder und Dorfmeister!) Ich bekomme aber letztendlich folgende Antwort: UWE ist aka „unten wird’s eklig“! Ich bin komplett irritiert, denn ich habe ihm keinen Grind angeboten, sondern nur einen Schnaps geteilt; bin sogar ganz kurz leicht angepisst. Verstehe dann aber irgendwie schon, was er meint! Und: strange but not annähernd begreifend, sinniere ich tatsächlich bis jetzt über diese bis dato belanglose, mir aber so nicht ins Hirn gelangende, offenbare Geläufigkeit einer egal wie klitzeklein geratenen Gruppe und komme nicht drauf, what the hack das soll? Maybe poor me! Maybe this is like one of the nower days „normal“ TikTok- thingis, die ich auch echt nicht verstehe. Aber UWE ist nicht 2020 oder 2010. Es gibt auch leider echt keinen vergleichbaren Ausdruck für UWE in meinem Leben. Das macht mich echt fertig! Denkt mal selber drüber nach, würde mich echt interessieren, ernsthaft!

Und dann tut er (der Laden) es sehr un-nett, das Rausschmeißen, denn es geht ein Fußballstadionflutlicht an, welches an Helligkeit des Olympiastadions zu besonderen Anlässen in nichts nach steht – wenn nicht für die arme Hertha, dann zumindest für die Stones. Es fehlt nur die musikalische Untermalung. Fast so wie in dem Film „Grasgeflüster“, wo ein ganzes Dorf auf Campingstühlen den Moment- komplett mit Sonnenbrillen ausgestattet – das ON des Gewächshauses zelebriert, in dem Gras angebaut wird und dessen kompletter Strom darein fließt und ein Flutlicht produziert, welches nahezu an eine Supernova erinnert. (Essays waren noch nie mein Ding, naja, ist ja auch keine Filmrezension)

Es wurde schon vorher – offenbar – eine „Wohin, wenn nicht hier- Gruppe“ gebildet, die nearly alles in der Nähe gescoutet haben, mit erschreckendem Ergebnis: Spandau ist dicht. Wir irgendwie auch. Also ab ins Drink’s! Wohin? Alter, ernsthaft: wohin? Wollte nach Hause und bin überredet worden, da in Laufnähe nach Hause….Drink’s ist eine Bar, die ich letztendlich bestimmt noch mal aufsuchen könnte… für Notfälle. Dann war’s da aber doch interessant, ehrlich! Sind erst nur 6 Leute, der Rest trudelt nach und nach ein. Es läuft Schlager und ich erwäge die Tresenfrau zu fragen, ob irgendwas anderes auch möglich wäre, was es ist- obwohl ich den alten Udo fast schon ins Herz geschlossen hatte, auch wenn ich griechischen Wein nicht mag; aber das gehört ja (wahrscheinlich wirklich!) zum deutschen Kulturgut, bin ich mir fast sicher. Es gibt erneut Bier und Schnaps und Bier und Schnaps, jeder nach seinem Gusto und es ist so witzig den anderen Freunden im fortgeschrittenen Status bei ihren Gesprächen untereinander Gehör zu schenken. Ich selbst quatsche wahrscheinlich parallel einer neu gefundenen Bekannten, einer Tochter eines Menschen, mit dem ich selbst ’ne heftige Festival- Zeit hatte, unabhängig von der ultimativen Langzeiterfahrung while working at this bar, zu, frage sie allerdings auch, ob ich ihr nichlt gerade ein Ohr abkaue (Mama take this badge of me…) und sie nur antwortet: nicht im Geringsten, voll interessant aber jetzt bin ich dran. Kann man jetzt deuten wie man will. Ich hatte auch ein Ohr für sie ( Mama put my guns in the ground) und bin geflashed, dass die immerhin 27 Jahre Altersunterschied wie ein Wimpernschlag keinen Unterschied machen in unserer Denke. I love that! Irgendwie muss ich dann doch mal Lulu und bin überrascht, dass es besetzt ist. Wusste gar nicht, dass noch andere Gäste anwesend sind und der Laden ausufernd groß- denn in einem Nebensaal sitzt eine auch echt große Truppe, wahrscheinlich sind alle maximal Mitte 20. Denn die Besetzttante sieht aus, wie aus einem Video, was ich nur mit bekomme, wenn ich Zuhause auch Mal Lulu bin und irgendwas random abgespielt wird, was meistens in die Richtung geht, wie: WTF? Auf Platz 15 in den US- Charts? Shirley who? Shirley says what? Arghhhhh. But that’s life (you know: that’s how it goes…you rode down in april and shot down in may) ! Es ist halt einfach nicht mehr so wie vor Jahren noch (ich wollte nicht damals schreiben, obwohl es passend wäre- aber zu sentimental klingt) . Music supports people like Shirley, cause they want it.

Der Grund für Shirley ist bislang nicht erforscht. Für alles andere (nicht in Deutschland) gibt es ja Taylor, so what?!?

Zurück zu dieser Bar, beschließen alle auf zu brechen und ich bin auch kurz deren Meinung, beschließe aber doch noch für ein letztes Kaltgetränk zu verweilen. Es läuft Bon Jovi, Living on a prayer, allein dies ist mir 5-10 Minuten mehr wert. Kurzzeitig schießt mir durch den Kopf, dass der einzige Mensch auf dieser Welt, der nicht nur in Frage kommt, sondern auch ernsthaft ambitioniert wäre, mich zu retten, nicht mehr da ist in eventuell brisanten Situationen, lässt mich beschließen ein Wegebier draus zu machen und ich trete den Weg nach Hause an. Natürlich nicht ohne die Truppe im vermeintlichen Festsaal nebenan nochmal zu scouten. Ich stelle fest, dass ich womöglich mit so einer Gesellschaft echt nicht mehr klar kommen würde oder könnte, ohne in Trouble zu geraten und freue mich auf meine geliebte und vertraute Umgebung, Zuhause halt. Es ist schon echt spät, also verhalte ich mich wie ein Ninja. Naja, ich wäre gerne lautlos und unsichtbar wie ein Ninja… Aber ich war fast geräuschlos. Jep.

Ein Ninja, der über UWE nachdenkt? Das ist ernsthaft schwierig, ohne Geräusche zu machen, denn es ist einerseits so absurd in meiner Welt, dass es tatsächlich einen Begriff für das (Ich nenne es jetzt einfach so) Restetrinken gibt…und das impliziert, dass es eklig (uwE, E steht für eklig!) ist und andererseits echt unfassbar, auf eine groteske Art, an Witzigkeit kaum zu überbieten ist, weil whoever einem anderen diesen Siff anbietet, ist echt garstig.

Offtopic: Auf dem Weg nach Hause ist auf der anderen Straßenseite eine Gang unterwegs gewesen, die mich nicht bemerkt hat, da ich auch da schon ninjamässig unterwegs war, quasi als Generalprobe für zu Hause. Die haben sich auch die eine Pulle herum gereicht. Maybe they were UWE…as a game? Ich muss den Story-about-UWE-teller nochmal genauer befragen; das macht mich echt wahnsinnig gerade!

Oder aber es bedeutet dass, wenn du auf einer Party bist, du irgendwann nur noch Reste trinkst- weil nichts anderes mehr da war? Krasser Scheiß! Kann mich nicht an so etwas erinnern. Echt nicht. (Und ich kann mich an viele Dinge erinnern, mehr als mir lieb ist.) Aber ernsthaft: was bedeutet das? Der Mensch ist nur 7 Jahre jünger als ich, wenn das ein Hinweis ist. Bin überfordert und würde sehr gerne nicht Kopfkino haben, wie aus „Kids“ oder so.

Final möchte ich dann aber doch positiv mit diesem Abend abschließen, denn es liest sich negativ- und das war es ja nur in meinem Kopf, was ja mein Ding ist, oder? Ich habe mit sehr vielen Menschen aus meiner Hood zusammen gesessen, die ich sonst echt nur sehr, sehr oberflächlich kenne und glücklicherweise Zeit übrig war, um sich tatsächlich persönlich aus zu tauschen, im zeitlichen Rahmen natürlich. Das war wirklich toll, weil ich fest gestellt habe, dass all das Blabla über diverse Dinge und auch Menschen Bullshit sind. Wenn es anders herum auch so angekommen wäre, würde ich mich in der Tat auch ein wenig freuen- man weiß es halt nicht; ist ja auch nicht überlebenswichtig, nett wäre es trotzdem, ist ja klar. Es ist definitiv eine Gruppe gewesen, die von mir niemals so zusammen gestellt worden wäre und alleine dieser Aspekt war spannend und – for god‘ s safe- gewinnbringend.

„Just a perfect day, drink Sangria in the park

and then later, when it gets dark we went home

Oh, it’s such a perfect day I’m glad I spend it with you

Oh it’s such a perfect day

You just keep me hanging on

Please write me if you know something about the UWE- Thing! You’re welcome!

Was soll die Frage?

Ich frage mich ganz oft, warum ich noch nichtmals auf die von FB geforderte Frage antworten kann, was ich gerade so mache. Ich habe aktuell nebst meines Seins maximal Zeit mein Kladdebuch zu füllen, um später hoffentlich mein in Aussicht stehendes Buch damit zu bereichern; neue Oldschool- Schreibmaschine ist besorgt, um (erneut) oldschool- das gehirngeschaffene Gedankenkunststück oder den kranken Realitätswirrwarr zu ordnen und überhaupt in Worte zu fassen, was sich akut als schwierig erweist, da die alltäglichen Arbeitsaufträge nicht viel Raum lassen, um diesem umfassenden Freiraum dem notwendigen Platz zu gewähren. Für den normalen, tagtäglichen Wahnsinn ob des Alltags, der tatsächlich auch nicht weg zu denken ist, bleibt demnach auch zu wenig Zeit, obwohl er allseits präsent ist. Nun denn: „Es ist wie es ist!“ Und das sagt nicht nur mein über alles geliebter Mafia- Darsteller, Joe Pesci in fast all seinen Rollen; oscarverdächtig allerdings erst im endlich, dem großartigem Martin Scorsese gebührend Aufmerksamkeit schenkendem Film “ The Irishman“, der übrigens tatsächlich der erste Oscar in „real“ diesem außerordentlichen Regisseur den nackten goldenen Mann nach Hause brachte, dann auch leider sogar hier leer aus ging. Aber in meinem Herzen ist dieser kleine Mann einer der Größten! Ich hatte sogar mal eine CD von ihm: Joe Pesci sings „Just the Blues“. Ich habe sie wohl bei einem meiner zahlreichen Auszügen bei Exfreunden dann doch als „meins“ übersehen und einem hinterlassen, der wahrscheinlich eh keine Ahnung hat, was er da eventuell auf den Ohren hat. Aber so ist es nunmal. Abstriche macht man- mal weniger, mal fetter gewichtet.
Oh yeah! FB, ich weiß eine Antwort auf die Frage, was ich gerade so mache (official): da ich gerade Urlaub habe und morgen eh Geburtstag, was den „like mich am Arsch“- Zustand geradezu in das next higher Level schießt, müsste ich nur noch den Emoji- und Locationbutton drücken…und dann wüsstest du es! Guess what!?!
Vincent Laguardia Gambini sings : What a wonderful world “ Man, this is such a bad world, you know it?!?

Welche großen Ereignisse hat es in deinem Leben im vergangenen Jahr gegeben?

All cats are grey

Da ist er ja! Zwar noch nicht von sich selbst überzeugt aber dennoch merklich und schon alleine wegen der verfrühten Dunkelheit dem kalendarischen Lauf folgend, nicht auf zu halten: der Herbst. Ich bemerke an mir, dass ich nicht mehr ganz so Energie geladen aus dem Bett springe; es könnte schlimmer sein, kommt es ja eh früher als mir lieb ist, noch.Obwohl es schon ein heftiger Cut im Vergleich zu noch vor drei Wochen zuvor darstellt. Erschwerend kommt wahrscheinlich auch noch hinzu, dass wir ja den Oktober begrüßend, erstmal nach Griechenland gedüst sind, um doch noch ein wenig Sonne und damit die Akkus voll zu tanken, um der anklopfenden „von- Licht- bis- Licht- Arbeitszeit gegenüber gewappnet zu sein. Hat ganze drei Tage angehalten; hätte man wohl doch länger einplanen sollen. Naja, nächstes Jahr dann. Seltsam auch, dass man tatsächlich denkt, dass nach einem ganzen halben Jahr eine Woche Urlaub ausreicht, um überhaupt irgendwelche Energiepunkte zu ergattern. Auch hier: nächstes Jahr dann anders, wahrscheinlich besser. Nach dem Urlaub ist alles wie vorher- ist ja auch irgendwie klar, denn es nimmt ja keiner Rücksicht auf dich oder schont dich, nur weil du ja gerade erst ein paar Tage frei hattest. Warum auch? Schön wäre es trotzdem gewesen, einfach so.
Da kommt einem so ein Konzertbesuch ja hervorragend als Ablenkung entgegen, mitten in der Woche, und dann sogar auch noch eine Band, die ich seit ich 13 bin sehr, sehr gerne mag, damals geradezu vergöttert habe, diese aber bevorzugt mittlerweile nur noch im Herbst auflege, denn dann passt irgendwie alles drum herum: Stimmung, Stimme, Sound und Draußen halt. Ich hab die schon so oft live gesehen, dass meine Reaktion, als ich die Karte zum Geburtstag bekommen habe, vielleicht nicht die euphorischte war und auch als erstes nach dem Termin gefragt habe, da ja seit 2020 alle plötzlich alles nachholen und ich ernsthaft Sorge hatte, dass ich da verplant bin ; gefreut habe ich mich natürlich trotzdem, denn es gab keine Doppelbelegung! So richtig hab ich mich aber erst gefreut, als es soweit war und ich mich startklar zum Aufbruch gemacht habe. Es flirren einem ja alle möglichen Dinge durch den Kopf. Wie zum Beispiel das erste Konzert, die Lieder, die man unbedingt hören möchte, das letzte Konzert, als man einfach ’ne Stunde vor Ende abgehauen ist, weil man nicht fassen konnte, dass es nach 2 1/2 Stunden noch weiter gehen kann, usw. usf. …
Die Truppe ist mega gut drauf und wir stellen fest, dass wir alle noch nie so viele Wege- Getränke auf irgendeinem Weg, wohin auch immer, dabei hatten und trinken trotzdem ein paar Drinks und reden wild durcheinander, bevor die Planung es vorgibt auf zu brechen. Kein Support, Einlass ab 18 Uhr: irgendwie hoffe ich darauf, dass es zu einer humanen Zeit endet und werde beim ersten Wege- Gin Tonic eines Besseren belehrt, denn es geht erst um 20:45 los…vorher aber ist es schon so Puppen-lustig, denn der Sniper meiner alten Mafia- Gang vom RuG ist dabei: Regionalbahn, Maskenpflicht- wir simulieren erstmal eine Entführung und planen für den Rückweg einen Organhandel. Business as usual! Gin Tonic für alle! Vor der immer krasser wirkenden Mercedes-Benz- Arena suchen wir einen sympathischen Abnehmer unserer Pfanddosen und treffen auf Bernd, der nicht fassen kann, dass wir schon gar nicht mehr austrinken wollen. Ich hab‘ ein Bowie- Shirt an und er reagiert darauf. Die anderen sind schon fast beim Reingehen und ich habe ein wirklich unerwartet nettes Gespräch mit eben diesem Bernd. Konzerte, Bowie…er ist 70 mittlerweile und hat tatsächlich alte Orginal- Konzertplakate von Ende 70 und Anfang 80 Zuhause: BÄM! Er gibt mir seine Adresse, weist darauf hin, dass ich echt lange klingeln müsste, da er eher fest und lange schläft und wir verabreden uns für die kommende Woche. Er freut sich für uns, wünscht und maximalen Spaß und nimmt nach langen Überredungskünsten sogar unsere letzten beiden vollen Biere- ich glaube, es war ihm irgendwie unheimlich. Cooler Typ auf jeden Fall, echt!
Freue mich, dass ich endlich mal wieder im Innenraum bin und wir suchen nach dem Place to be. Die Mucke vom Band ist echt gut und nach ’ner Runde Gin Tonic (klar!) wird es endlich dunkel und es geht los! Robert Smith beginnt mit seiner musikalischen Heilung und ich bin kurzfristig wieder sehr jung und freue mich über diese Stimme, die mir allzu vertraut ist und so unfassbar gut zu dieser Jahreszeit passt und muss mich unweigerlich bewegen, deswegen Innenraum! Die Musik macht mich im Gegensatz zu früher aber weder melancholisch, noch kann ich den mal ursprünglichen Weltschmerz nicht mehr nach vollziehen, denn ich höre nur perfektes Zusammenspiel und bin glücklich, dass ich hier bin und ab und an doch älteres Material über die Marshalls dröhnt. Irgendwann werden dann aber Songs gespielt, die ich nicht kenne und auch nicht kennen will und so gehe ich raus zum Rauchen und vertreibe mir ein bisschen die Zeit alleine. Gar nicht mal so wenig los hier draußen, scheint mehreren wohl so zu gehen. S. kommt auch raus und während ich auf ihn warte, läuft ein Typ an mir vorbei, den ich erst in ’ne Schublade stecke, da er wie so ein fieser Schläger aussieht, bis ich den Rücken seines freien Oberkörpers sehe, der komplett mit Alien Sex Fiend zu tätowiert ist und haue ihn prompt an, ob ich ein Bild machen darf. Quatschi, quatschi…wie das halt immer so ist und S., der wie aus dem Nichts auf taucht,  erinnert mich daran, dass die Jungs noch was trinken wollten und ab geht’s wieder rein. Gruppendynamik und so. Leider sind die restlichen 75 Minuten wie eine Best- Of- Scheibe und ich finde es echt schade, dass nicht mehr alte Perlen eingestreut werden, Songs wären ja genug vorhanden; aber so ist das wahrscheinlich heutzutage: man bedient einfach die Masse. Schade. Dann ist es nach ein paar wirklichen Klassikern vorbei, irgendwie traurig. Beim Rausgehen stelle ich fest, dass es aber dann doch ein sehr gelungener Abend war! Denn ich war in bester Gesellschaft und hab‘ natürlich auch echt Spaß gehabt, also echt jetzt! Wäre Leiden auf hohem Niveau.
Wir besinnen uns kurz noch auf M., der leider nicht mitkommen konnte und zu S. noch gesagt hat: Mach mal ein Video von Tainted Love! LOL! Also setzen wir uns alle auf die erstbeste Bank und fangen an zu singen und machen ein Video (sind dadurch jetzt alle auf Lebzeiten erpressbar!) und fallen fast hinten rüber, weil der Lachflash uns überkommt und wir zudem feststellen müssen, dass wir damit keinen Karaoke- Contest gewinnen würden, wirklich keinen!
Die Jungs haben fast alle frei morgen und wollen zur Bahn, wieder einmal falsch geplant von mir! Ich falle diesbezüglich fast vom Glauben ab und suche verzweifelt nach einem Taxi und renne einfach über die Straße- mit Erfolg! Es ist mittlerweile kurz nach 12 und ich will einfach nur nach Hause. Schwuppdiwupp sind dann doch 3 von 5 mit am Wagen und springen lautstark rein, um dann doch den bequemeren Weg zu nehmen. Der Fahrer quatscht ununterbrochen und ich blicke nur auf die Straße ins Dunkel und hätte gerne meine Ruhe. Dabei entdecke ich in Kreuzberg ein Rudel nachtaktiver Katzen in einer Unterführung, die offenbar ein Nagetier erbeutet haben und Katzendinge tun. Komisch, denke ich. „All Cats are grey“ haben sie gar nicht gespielt und befinde mich umgehend in der damals mit der Musik einher gehenden Melancholie und grinse leicht debil vor mich hin, Summe in mich hinein und freue mich auf den Herbst, der ja nun auch kommen darf, jetzt ja.
…der nächste Morgen war übrigens echt eine Qual…Planung ist das A und O, ich sag’s euch! Der Gin des Lebens halt…

Just another day in paradise…

Während ich die kommenden zwei Wochen plane, weil die meiste Zeit außerhäusig unterwegs, verfalle ich kurzzeitig in Aktionspanik, ob des Wissens und der immer eigenen Organisationsübersicht, was und wie ich die diversen Tage so verbringe.
Eventuell hat es der ein oder andere schon zur Kenntnis genommen, dass mein Start in die Mega- Event- Woche leicht verhindert statt gefunden hat: Tsja, dann überlest ihr jetzt den folgenden Hass- Tirade- Salm meiner Seite.
Allen anderen sei gesagt, dass der letzte Mittwoch wahrlich in die Anti- Auto- Hall of Fame eingehen wird, denn folgendes hat sich zugetragen: 07:00 in der Früh bin ich startklar zum Aufbruch in die alte Bundeshauptstadt, einen Termin vorher noch in Potsdam, liegt ja auf dem Weg- easy also. Wissentlich, dass man erst ab 15 Uhr in Hotels einchecken kann, plane ich einfach ein bisschen mehr Zeit ein, um entspannt ans Ziel zu gelangen. Fein, so weit. In Potsdam läuft alles mehr als planmäßig und ich schwinge mich entspannt ins Auto, bereit, die nächsten fast 600 km zu reiten…yeahahhh! Allet läuft nach Plan und ich telefoniere noch mit meinem Kollegen, der ’ne Stunde nach mir los gefahren ist, weil wir uns gegenseitig auf dem Laufenden halten bezüglich Verkehr und so…bis ich- und ich habe noch scherzhaft erwähnt, dass das Abbiegen am ADAC- Heli auf die A3 immer bedenklich ist, wir uns zudem im Berufsverkehr befinden, mir Sorge bereitet und schwupp…befinde ich mich nicht nur im kölner Einzugsgebietberufsverkehr, sondern in ’ner fetten Vollsperrung. Naja, ist halt so- bin ja rechtzeitig los gefahren! Nach einer guten halben Stunde rufe ich nicht nur Heiko an, sondern browse durch FB, um mir die Zeit zu vertreiben. Stoße auch gleich auf ein Foto von ’nem Kumpel, der wohl auch fest hängt und denke noch so: arme Sau! Geht mir bestimmt nicht so….am Arsch! 3 1/2 Stunden später bewegt sich das erste Auto vor mir und ich bin innerlich schon am Platzen, denn ich bin leider nicht so cool, als dass ich als Frau hinter die Leitplanke pinkel, also ist meine Anspannung recht hoch und teilweise sogar verkrampft; bin ja erst seit knappen 7 Stunden unterwegs. (Verzweiflungsemoji) Kurz vor mir, keine 2 km ist der Unfall passiert, ich erlebe ein echtes Aufkommen von Rettungsaktionen wie 20 Notarztwagen, diverser Feuerwehrzüge, sowie Helieinsätze. Krass! Mein Navi hat eigentlich Real- Time- Modus….muss also knapp vor Eintreffen passiert sein, denn mein anderer Kollege, der 4 Stunden später abgefahren ist, berichtet kackenfrech, dass er bald da ist. Egal, wir fahren alle in Mühlheim runter und ich denke nur: FUCK the fuck OFF! Rein nach Köln…Dom 4x links von der Brücke aus, 3x rechts…voll toll so ein Dom! Meinem Instinkt, den Rhein links lang zu fahren , folge ich aus unnachvollzieharen Gründen erstmal nicht, „Get the fuck out of here!!!!“…um später dann doch dieser Intension zu folgen. Mein kleines, großes Problem aber derweil ist einen Abort zu finden, den ich durch Zufall, beim ersten Abbiegen, um parallel Google- Maps zu aktivieren, in der Hoffnung, dass dies die kartografische Verwirrung löst, entdecke- einen Döner- Imbiss! Halleluja!!! Ich stürze echt im Zugzwang in diesen Laden und frage im Weitergehen, ob ich die Toilette benutzen darf, mit der hinterher hallenden Antwort „Ja, aber kostet 1€“ auf den ersehnten (jeder, der mich kennt weiß, dass ich eigentlich so gut wie nie auf Klo muss- nicht so’n Ding wie: wer einmal geht, muss immer- Typ 🤪 ) Platz der Erleichterung und hab‘ nach der unfassbaren neuen Unbeschwertheit leider kein Kleingeld und drücke dem verblüfften Besitzer einen 5er entgegen und sage, dass er mir wahrlich das Leben gerettet hat, worauf er mich fragt , ob ich nicht einen Döner möchte, was ich aufgrund fehlendem Hunger und Zeitmangel verneine und kopfbefreit und sichtlich entspannter wieder in mein Auto springe auf der Suche nach DEM Weg zum finalen Ziel. Köln suckt richtig, hat es schon immer und nach mehrfachen Versuchen, diverse Navigationshilfen zu aktivieren,besinne ich mich auf mein Bauchgefühl und lasse den Rhein einfach links liegen und starte durch; der unfassbare Verkehr kann mich nicht mehr aus der Bahn werfen, denn ich bin entspannt und alles um mich herum interessiert mich ’nen Scheiß. Anstatt um 14 Uhr checke ich um 19 Uhr im Hotel ein, feixende Kollegengesichter glotzen mich provokant an…keine so gute Idee, denn ich bin auf High Voltage…säusele aber der kläffenden Meute ein „bis gleich“ zu und die Fahrstuhltür schließt sich endlich und ich bin noch kurz allein.
Fasst nicht erwähnenswert, dass ich mich an diesem Abend noch gezofft habe, aber ich wünschte mir kurze Zeit meine 🦄 Frau zurück, denn ich war echt am Limit. Was soll’s!?!
Zwei Tage später sagt meine Freundin: fahr bloß nicht über die 45! Keine Ahnung, es war alles, nur keine Ignoranz der Aussage gegenüber, aber schwuppdiwupp war ich auf eben dieser, natürlich mit angekündigter Sperrung. Super Sache, wenn dein Navi von 14:35 Ankunftszeit auf 16:40 umspringt. Me pissed! Vorbei an flauschigen Longhorns und rauf und runter im Sauerland, das Offroad – Paket meines SUVs nutzend, hab ich irgendwie zurück in die Zivilisation gefunden,um kurzerhand dann doch wieder auf einer echten Straße zu sein. Der Rest war wie nach Hause kommen: ich war Monde nicht in dieser Gegend, aber erkannte so viel, dass es heimelig war. Und dann kam der befreiende Moment des Wiedersehens! Was für ein Wochenende, full of Freude und Miteinander; wirklich toll! Leider, ich muss es so sagen, war selbst der Rückweg nicht ohne Hindernisse, deshalb hab ich-wissentlich- beschlossen, schon um 9 Uhr auf zu brechen. Hintergrund ist der, dass ich nur den Nachmittag/ Abend mit Erik hatte, wir Kinotickets für den Bowie- Film hatten und ich Montag früh schon gleich wieder aufgebrochen bin zur beruflichen Woche quasi.
Alles super, Navi sagte 13:30 als Ankunftszeit voraus, yeah! Bis in Hannover Herrenhausen wegen Vollsperrung alle von der A2 runter mussten und ich auf dem Weg der Umleitung kurzerhand beschlossen habe, dass 89 km vor Bremen echt schon viel zu weit weg von meinem Kurs sind, abgebogen bin und voll easy durch Hannover gecruised bin, um leider an der genau der Stelle wieder heraus zu kommen, an der ich von der Autobahn runter musste. Grumpfllllll#?#!Allright then…another turn über irgendne Zubringerstraße hin zur A7, kilometerweit bis zum Turn in Richtung Kassel. Me, fix und fertig…just saying.
Eine gute halbe Stunde später bin ich wieder auf der A2 und entdecke, dass auch über 210 ein gutes Tempo mit meiner Karre her geben. Bin dann doch gegen 14:50 Uhr in Berlin, rufe vorher noch kurz zuhause an, um zu klären, dass wir uns nur umziehen um dann zu Bowie in den Zoo-Palast zu gehen. Klappt auch irgendwie, sehen beide aus wie Rockstars, nur aus verschiedenen Jahrzehnten! Weltklasse! Werden am Savignyplatz auch gleich mehrfach auf unser Outfit angesprochen…und das in Berlin! Kommt ja nun auch nicht alle Tage vor! Yeah!
Zack, noch 2-3 Zigaretten geraucht bevor es rein geht und voll geflashed, wie krass der Unterschied zu heute und damals ist: der Eingang zum Kino erschien mir damals echt pompöser, vielleicht weil kleiner, aber definitiv eindrucksvoller. Im Kino selbst, nach klassischer Popkornbestellung und Getränkeaufgabe war das Hineingehen dann doch impulsant: zwar nur Kino 4 aber trotzdem echt platzmäsdig sehr spendabel; sodass Reihe 5 mittig wie der Jackpot erschien.
Alleine nach über 10 Jahren mal wieder Kinowerbung in groß zu sehen war echt ein Erlebnis für sich selbst- haben alleine deswegen schon beschlossen, doch nicht alle 10 Jahre ins Kino zu gehen, sondern häufiger (was daraus wird, wird sich zeigen). Und dann geht der violette Vorgang auf und David Bowie spricht zu uns, was für mich tatsächlich familär klingt und ich mich sofort zuhause fühle, bis das erste Video startet und ich echt komplett outta space, mit kinderglitzernden Augen da sitze und mein Glück nicht fassen kann! Es vergehen 2 1/2 Stunden, die fast schöner sind als diverse Konzerte, die ich in meinem Leben besucht habe und am Ende kann ich nicht fassen, dass es zu Ende ist…Erik geht es genau so, was mich noch mehr zu Tränen rührt; schön, wenn man ein für einen echt elementares Ding im Leben teilt. Wir fahren tatsächlich wild über den Film wild quatschend nach Hause, wo wir dann aber auch recht schnell fest stellen, dass schlafen gehen eine super Sache ist und so geschieht es.
Viel zu schnell ist der Moment der Vertrautheit und des Zugauseseins vergangen und so ist es schneller als mir lieb ist Montag und ich befinde mich schon wieder auf der A9 Richtung Erfurt, wo mich das Navi plötzlich über Halle führt, was ich kurzzeitig seltsam finde, ist dies doch ein krasser Umweg. Pfhhhhhh! Vollsperrung ist auch hier das Zauberwort und der autoinnere Kompass führt mich sicher um diesen herum, fast nicht zu glauben! Ich dachte kurzzeitig schon, dass ich die Pest am Arsch habe, bezüglich Autobahnen und so… scheint doch nur ’ne kleine Epedemie zu sein; na was für’n Glück! Den Rest erspar ich euch, denn jetzt würde es echt aggro und ausfallend werden. Freu mich, dass ich aktuell zwei Nächte zuhause verbringen kann und der Rest wird sich geben…irgendwann…good night, good fight! (MTV Prodigy vs Celine Dijon- YouTube gives the answer!)

what if?

What if we could change only one thing in life just right now?What if we are with the power to change even more than one thing in life right now?And what if we were in the place of politicians these times and really have the power to change even most of anything ( if possible) in this almost lost world?What if? Maybe some of us would be enormously dedicated to something like: and now we’re going to safe the world, we really do!And some of us are like: I don’t really give a danmn about what happens to the world… What if we just be more critical against politicians than rather be against current supposed do- godders? What if? What if all the „what the hell you think we’re pretending to believe the shit you are selling us“? people stand up and fight for their rights?Do we have something to loose? I don’t think so. Deutschland ist wahrlich noch nicht an seine Kotzgrenze gekommen, da können wir uns weltweit wohl ein fettes Stück abschneiden. Schlimm genug. Ist es nicht wirklich an der Zeit, um für elementare Dinge auch mal auf die Straße zu gehen, als permanent nur zu lamentieren? What if….kann natürlich auch gerade so weiter laufen, denn: Hey! Wird schon!What if?

What if?

What if we could change only one thing in life just right now?
What if we are with the power to change even more than one thing in life right now?
And what if we were in the place of politicians these times and really have the power to change even most of anything ( if possible) in this almost lost world?
What if?
Maybe some of us would be enormously dedicated to something like: and now we’re going to safe the world, we really do!
And some of us are like: I don’t really give a danmn about what happens to the world…
What if we just be more critical against politicians than rather be against current supposed do- godders?
What if?
What if all the „what the hell you think we’re pretending to believe the shit you are selling us“? people stand up and fight for their rights?
Do we have something to loose? I don’t think so.
Deutschland ist wahrlich noch nicht an seine Kotzgrenze gekommen, da können wir uns weltweit wohl ein fettes Stück abschneiden. Schlimm genug. Ist es nicht wirklich an der Zeit, um für elementare Dinge auch mal auf die Straße zu gehen, als permanent nur zu lamentieren?
What if….kann natürlich auch gerade so weiter laufen, denn: Hey! Wird schon!
What if?