Count your stars…

Du weißt, dass du richtig bist, wenn du an einem Montag nachmittags mit deinem Mann zuhause sitzt, leicht übermüdet von der Oscar- Nacht, aber doch schon wieder ’n Prosecco auf machst- evtl. als sogenanntes Konterbier, nur eben in Sektform- und dir wegen all dem musikalischen Konzertentzug in voller Lautstärke das Guns ’n Roses Konzert von ’93 in Sascatoon/ Canada in voller Länge rein ziehst. Was für ein Urlaub, denke ich. Eigentlich wollten wir jetzt in Sankt Peter Ording mit unserem WoMo beim Kollegen von mir hinter der Düne am Haus stehen und ein wenig Urlaubslaune tanken. Egal, denke ich allerdings jetzt, denn ich habe alles was ich brauche direkt vor meiner Nase und wenn wir Wasser wollen, gehen wir einfach rüber zum See oder an die Havel. Also scheiß drauf! Da endlich die T-Shirts aus Asien angekommen sind, die Axl während der Tour von ’91-93 getragen hat, ist es an einem Tag wie diesem in zweierlei Hinsicht super, denn der Mensch mit dem ich irgewann tot umfallen will, sitzt neben mir und sieht zudem auch noch aus wie der Mann, der uns nicht nur diesen nachmittäglichen Montag so stimmgewaltig unterhält, sondern von dem ich auch damals schon unfassbar Groupie war, jedoch nicht so sehr, wie bei ihm; ich glaube er würde sich von mir scheiden lassen, wenn er die Wahl hätte, irgendwie läuft da noch ’n anderes Ding als bei mir damals. Aber das ist vollkommen okay, denn das wird sowieso nicht passieren! Lach! Und so grinst mich ein Charles Manson- Shirt an und es wird  die E- Gitarre gezückt und schwupp sind wir in unserer eigenen Welt, glücklich darüber, dass genau wir beide uns getroffen haben, denn kein Dritter auf der Welt kann genau diesen großen Knall haben, den wir hier heute und jetzt abfeiern….harmlos ausgedrückt. Es gibt nix besseres als solche Tage!

Knocking on heaven’s door läuft gerade und ich glaube, dass wir gleich beim Nachbarn klingeln, einfach so, um zu pöbeln. Ist weitaus nicht so krass, wie es sich anhört, denn das kennt er schon; naja, uns zumindest. Ein super gechillter Mensch, der sich immer über unsere leidenschaftliche Seite mit freut. Grandiose Nachbarn haben wir, denn manchmal glaube ich, ist es zu laut. Mein Mann sagt dann immer, dass wir ja nur über den Fernseher hören, richtig laut wäre es ja erst, wenn wir die Anlage an schmeißen. Prinzipiell hat er ja Recht, ist halt auch Ermessenssache…mal so und dann halt mal so. Kann auch gar nicht so schlimm sein, denn seit unsere Übermieter mit der Tochter die Zimmer getauscht haben, sie jetzt also über unserem Wohnzimmer wohnt, hat sich heraus gestellt, dass sie angefangen hat, Gitarre zu spielen. Ich glaube, dass sie uns mag. Ich glaube, dass sie auch ein kleiner Punk ist. Also ich mag sie.

Jetzt spalten sich unsere Geschmäcker, es läuft November Rain, bin ich drüber, kann’s echt nicht mehr hören. Also nippe ich mehrfach am Prosecco und rauche erstmal ’ne Zigarette. Wir philosophieren darüber, wie super cool es wäre, wenn wir selbst ’ne Band wären und was es auf sich hat, mit den beiden Getränkepullen von Axl. Fuck, ich habe das Gefühl, dass ich mich mit mir selber unterhalte und kann nicht fassen, dass es tatsächlich jemanden gibt, der echt genauso crank ist. Unbezahlbar so ein Moment, ein Montag, ein Leben!

Und dann geht’s los… der Terminator 2- Song…erster Film im Kino mit Dolby Surround…und es gibt keinen Menschen auf diesem Planeten, dem ich (und andersrum) so gerne ins Gesicht schreie, dass er seine Sterne zählen soll, weil ich zurück bin!

…’Cause you could be mine…

Das schönste am Nichtstun

Oh man, nach der ersten Woche zuhause im wohlverdienten Urlaub fühl ich mich wie nach drei Wochen Krankschreibung letztes Jahr. Es passiert genauso wenig, das Wetter ist das erste Mal seit Jahren wieder den Jahreszeiten entsprechend und demnach nicht wirklich aktivitätenfördernd; die Wohnung seit letzter Woche quasi auf Erstbezug gereinigt, da dem Beschäftigungsdrang nach gegeben – durchaus aber happy mit dem Ergebnis, da innerhalb der normalen Arbeitswoche doch nicht wirklich an Aufraffen des selben zu denken ist- war das bisherige Highlight die in der letzten Nacht stattfindene Oscar- Verleihung live (!) aus LA. Hab mir früher tatsächlich gerne mal frei genommen am Montag danach oder im schlimmsten Fall Homeoffice eingeläutet, obwohl pandemiefreie Welt vorherrschte und gespannt gelauscht, bzw. geglotzt habe, wer und was in der Kinowelt so -manchmal- endlich mal eine Wertschätzung seines Tuns erhalten hat. Gestern allerdings, in Vorfreude auf das Happening, da keine Termine, leicht einen sitzen, beginnend mit der erstmaligen Verlegung, der doch mittlerweile langwierigen Tradition des Spektakels vom Chinese Theatres ins Dolby Theatre am Union Sqare und der Tatsache, dass nur Nominierte anwesend waren, drapiert an Tischen, wie man es aus Vergas kennt ( außer die Ladies, die im Film „Emma“ mitgewirkt haben und deswegen aussahen wie Scarlett ‚O Hara, ohne verweht zu werden, aber so überladen) und wie auf Abruf einfach nur so da saßen, weil offenbar das Publikum und die damit verbundene wirkliche Aufmerksamkeit fehlten, hat mich ernsthaft in meiner kineastischen Welt erschüttert. Es hat keine offensichtliche Moderation stattgefunden und wenn, dann war die Erwähnung der Nominierten so unauffällig, dass ich durchaus irritiert war, dass es plötzlich eine Verleihung gab. Bekanntlich kommen ja eh erst am Schluss die richtig bedeutenden Rubriken, bester Film, Schauspieler und Schauspielerin. Doch seit ein paar Jahren interessieren mich tatsächlich auch die zahlreichen, vermeintlich zweitrangigen Bereiche dieser abendfüllenden Veranstaltung. Aber irgendwie ist das alles so wischiwaschi abgehandelt worden, dass es echt eigentlich eher traurig war, als dass es Glamour oder sonst irgendwas von Show implizierte, so, wie man es sonst erwartet hätte, zumindest. Man, die Oscars sind mein komprimiertes „was- geht- bei- den- Leuten- ab- die- ich nur- aus- dem-TV/ Film- kenne“- Info- Event, welches ich ansonsten maximal alle 2-3 Monate beim Lesen der GALA oder INSIDE während des Einwirkens meiner Blondierung beim Friseur meines Vertrauens in Erfahrung bringe…und nun dies…keine Infos, keine wirklichen Interviews, außer Frauen in schicken, gesponserten Kleidern, nichts.

Schade um den Schampus gestern. Müde bin ich auch, obwohl der Schlaf noch nicht ausreichend Einzug erhalten hat- eh nicht so wichtig, hab ja Urlaub- kann man ja mal überm Zaun hängen. Glaube, ich werde erstmal ’n Lachsfrühstück einwerfen und dann dem Nichtstun fröhnen, naja und maximal nach dem Film „Father“ suchen, denn Anthony Hopkins hat den Oscar als bester Hauptdarsteller erhalten. Sehenswert, bzw. Prädikat: besonders wertvoll!

Dies und das / A9

Gestern hatte ich einen wirklich anstrengenden Tag, lange und irgendwie auch nervig. Selbst aufgebrummte Komplett- Ost- Tour ( selbst Schuld am Stress also) begleitet mit unzähligen Anrufen, die einen an den Rand des Wahnsinns treiben können, weil sie so überflüssig sind aber Unmengen an Zeit stehlen. So fahre ich also die A9 Richtung München und rege mich über dies und das auf der Strecke auf, wie immer eigentlich, als auf der rechten Spur die komplette Riege von LKW s auf die Mittelspur rüber zieht. Ist ja eigentlich nichts ungewöhnliches, denke ich, aber rege mich aus Prinzip schonmal über das Geschehen auf. Bis ich mitbekomme, dass eine Reiherfamilie auf der rechten Spur spazieren geht und den Brummifahrern nichts als absolute Tierliebe und Nettigkeit vorzuwerfen ist! Ich bin wirklich sehr angetan von dem, was da gerade passiert ist und freue mich über soviel Weitsicht und werfe dem vordersten Fahrer einen Manne- Daumen (Auf Achse, Manfred Krug) zu. In meiner heilen Welt versunken, dass LKW- Fahrer doch nicht alle miese Spurschneider und Kamikaze-Fahrer sind, werde ich durch ein rotes Licht zurück in die Autobahnrealität geholt. Komisch, gerade war doch noch All- you- can- Bleifuss, wieso ist hier plötzlich 80? Schön die kommende Baustelle durch Heile-Welt- Denken verpeilt und ein schickes Foto geschossen, keine Ahnung ob es bei den Entwicklungskosten bleibt; ich befürchte nicht.

Stunden und einem Aprilwetter, wie es im Buche steht, später, komme ich im Vogtland an und bin irritiert, dass hier partiell echt noch Schnee liegt und von Frühling weit und breit nichts zu merken ist. Obwohl, an einigen wenigen Büschen und Bäumen sind auch hier schon Knospen zu erahnen. Aber es ist bitter kalt, gerade mal 2 Grad plus und ich will hier weg. Also weiter nach Sachsen und dann nach Thüringen. Den Kunden fällt auf, dass ich nicht so gesprächig wie sonst bin aber bemängeln dies auch nicht. Meine innere Uhr treibt mich voran, habe ich doch um 16 Uhr einen privaten Termin in Berlin einzuhalten, und so beschränke ich mich auf das Nötigste. Da ich seit 5 Uhr wach bin, mir das ewige Wetterschauspiel von Weltuntergangsstimmung bis wonnemonatigem Sonnenschein zusätzlich zu schaffen macht, komme ich leicht schläfrig wieder in Sachsen an. Gott sei Dank gibt es hier Kaffee, der so stark ist, dass er mir seine bittere Faust ins Gesicht drückt und ich stopfe mich wild mit meinem Süßigkeitenvorrat voll, der leider auf dem Weg von Leipzig nach Halle leider vollständig erschöpft ist, so dass ich ohne weitere Zuckerzufuhr auskommen muss. Drei Unfälle später, Standart auf der A9, bin ich schon wieder vollends entzückt, wie schön es doch in Sachsen Anhalt ist, wenn die Sonne scheint und lasse meine Augen über die noch kahlen Baumgruppen und die kleinen Flüsse schweifen. Herrlich, finde ich, obwohl ich hier nie Leben wohnen wollen würde, ist mir dann doch zu weit draußen. Aber schön ist es trotzdem. Nun ja, in die Ferne schweifen hat so seinen Preis, in diesem Fall den des zweiten Fotos. Bombenstimmung macht sich breit, bin quasi auf dem Höhepunkt des heutigen Nervtages angekommen. Frustriert schaffe ich es aber doch noch nach Wittenberg und bin dort noch maulfauler als vorher aber bekomme zumindest tröstende Worte mit auf den Weg und mir wird ein toller Urlaub gewünscht. Stimmt ja! Immerhin etwas, was die Laune wieder normalisiert und den Rückweg erträglicher macht. Ich bin mittlerweile so müde, dass ich die Klimaanlage auf kalt drehe, um mich wach zu halten; offenes Fenster geht nicht, denn es schüttet wie aus Eimern, mal wieder. Laut Navi bin ich genau 10 Minuten vorm Termin da, ich bin trotzdem gestresst. Also minimalste Akklimatisierungszeit, bin gespannt, ob ich das hin bekomme. Endlich in Berlin angekommen, vom Feierabendverkehr aber doch leicht gereizt, sitze ich noch ein bisschen im Auto und rauche bevor sie los geht, meine Entspannungstherapie. Eine Stunde später und wirklich überglücklich, nicht eingeschlafen zu sein, bin ich tatsächlich geerdeter, stressfreier und wirklich froh, genau diesen -durchaus nervigen Tag- so ausklingen zu lassen. Also doch gar nicht so ein schlechtes Timing gewesen.

Urlaubsplanung

Jippieh!!! Noch 8x schlafen, dann haben wir Urlaub! Irgendwie war die Vorfreude schonmal euphorischer , selbst letzten Spätsommer, denn da hatten wir einen Plan, wo es hin geht, obwohl die Situation nicht wirklich eine andere war. War sie aber doch, denn es gab zu der Zeit keine Einreiseverbote in die innerdeutschen Bundesländer, die Auflagen waren trotzdem überall die gleichen und es hat funktioniert. Diesmal allerdings kann mich noch nicht einmal die schier endlos dauernde Fertigstellung unseres geliebten WoMos, aka Walther, nächste Woche mit Glückshormonen überschütten, obwohl wir anfangs noch komplett überzeugt waren, der weitläufigen Ostseeküste unseren Stempel der Erinnerungen aufzudrücken. Hingegen befindet sich bis dato unsere Urlaubslaune eher in einem mit Watte gefütterten Vakuum. Wozu soll man, wenn nicht klar ist, ob und wenn, wohin, man damit auf Entdeckungsreise gehen kann, überhaupt ein Zulassen an Freude auf den bevorstehenden Arbeitsausgleich entwickeln? Es stimmt mich traurig, dass ich einerseits wirklich reif für freie Zeit bin und andererseits aber nicht wirklich etwas nur annähernd in die Richtung eines herkömmlichen Urlaubs unternehmen kann. Klar, man könnte jetzt lustig durch die Weltgeschichte fliegen, so wie viele dies ja auch tun- jedem seins- nur hat dies – zumindest für mich- nichts mit Urlaub zu tun. Viel schlimmer finde ich, dass es einem sogar im eigenen Land erschwert wird, einen Ort, bzw. ein Bundesland zu finden, was einem die “ Einreise“ erlaubt und dann evtl. aber unaufgefordert von einem Tag auf den anderen wiederum untersagt, sich in eben diesem aufzuhalten. Ich weiß, dass ist euch nicht unbekannt und garantiert nervt es alle genauso wie mich. Es ist ja auch nur ein “ lautes Denken“ über Dinge, die einen beschäftigen. Der tagesaktuelle Check der Gebote/ Verbote im Dschungel des Lebens, reduziert auf Grundbedürfnisse, in der Hoffnung doch noch ausserhalb des berliner Speckgürtels seine Qualitytime verbringen zu dürfen, schwindet irgendwann dann doch im Einheitsbrei der Hoffnungslosigkeit und der andauernden Ratlosigkeit aller dafür Verantwortlichen.

Oh Moment, bekomme gerade im News-Ticker angezeigt, dass sich wieder was geändert hat. Ok, wow! Aktuell steht offenbar einem, wenn autarkes Leben garantiert ist, kein Verbot des Reisens im Weg…also ein klares JA für unseren ursprünglichen Plan. Mag mich trotzdem gar nicht wirklich freuen; zu fragil erscheint mir das politische Konstrukt der Entscheidungen. Vielleicht ist aber ja genau das unser diesjähriges Frühjahrsabenteuer! Wir reisen einfach los, ohne über das Morgen nachzudenken, ohne Pläne und genaues Ziel, einfach so. An den Gedanken muss ich mich erst noch gewöhnen, weil ich eben gerne plane, aber es schubst mich wieder ein wenig mehr in Richtung Urlaubsfreude und ich glaube, dass ich doch weiter zähle, wie oft wir noch schlafen müssen, bis es los geht! Keep on dreaming!!

Ode an die Liebe…oder wie ich eben solche endlich fand und wusste, dass alles vorher einen Sinn hatte!

Mit der Liebe ist es so eine Sache. Zerbrechlich, speziell, besonders, aufregend aber auf jeden Fall immer hoffnungsvoll und bedingungslos. Sollte es zumindest sein, finde ich. Jeder hat in seinem Leben allerlei Gesichter, die die Liebe gerne im Laufe ihres Daseins aufsetzt, erlebt, durchlebt und kennenlernt. Sie ist die Meisterin der Tarnung, gibt sich nicht immer sofort zu erkennen , schreit dir selten laut ins Gesicht, dass sie es ist, mit der du es nun zu tun hast oder aber sie zeigt sich von ihrer besten Seite, um nicht als solche erkannt zu werden, da sie egal wie, immer zerbrechlich ist. Ich habe, so glaube ich, alle Seiten von ihr  gesehen; mal mehr, mal weniger überrascht bei der Enttarnung ihrer Kostümierung zur Vertuschung ihres ursprünglichen Plans, nämlich mein kleines Herz zu zerstören, weil ich noch nicht genau wusste, welche Regeln dieses Spiel hat oder haben kann. Aber man lernt ja stetig dazu ; was einen ja letztendlich nur zu dem macht, was man in der Jetztzeit ist, darstellt und beziehungsmäßig bereit ist zu zu lassen oder es bleiben lässt.

Vor kurzem hatten wir unseren 8. Hochzeitstag. Eigentlich nichts, was man besonderer Wichtigkeit zuordnen müsste…und doch so wunderbar! Kalendarisch hatte ich in meinem ersten Eheversuch auch schon einen ersten Hochzeitstag, nur hat dieser nicht stattgefunden, da der damals Angeraute damals schon anderweitig verplant war und somit außerhäusig. Kann vorkommen, muss es aber nicht. Bin nach 14 Monaten ausgezogen; hatte ich einfach nicht nötig, nicht mehr. Umso mehr freut es mein von vergangenen Erfahrungen gebeuteltes Herz, dass sich dieses Jahr schon der achte seines Zeichens ergeben hat! Im Leben unserer Elterngeneration und unserer Großeltern kaum vorstellbar, dass man sich über acht Jahre freut, aber es ist der Traum eines jeden, dass man den Rest seines Lebens mit dem Einem verbringt, nur passiert das neuerdings einfach fast nicht mehr! Eine Freundin von mir ist seit 1996 mit ihrem Mann zusammen; 3 Kinder, mittlerweile alle erwachsen, und trotzdem noch glücklich.  Und auch wenn dort nicht immer alles Gold war, was geglänzt hat, sind sie immer noch zusammen und sind nicht wegen einer Laune aus dieser unfassbar tollen Geschichte ausgestiegen. So muss es sein und ist es aber leider kaum noch!

Ich hoffe, dass unsere Geschichte noch ewig weiter geht, traurig über die Tatsache, was wir alles hätten anstellen können, hätten wir uns vor langer Zeit schon gefunden und wissentlich, dass wir schon in die Jahre gekommen sind. Auskosten und Leben steht an oberster Stelle, setzen wir auch unbeschränkt durch, so weit es geht. Kinderlos klappt das auch hervorragend; wollte ich nie, er auch nicht, also stand uns von Anfang an die Welt offen. Wir rennen gerne die Türen ein, die sich öffnen, um soviel des Planeten mitzunehmen, wie es geht.

Jetzt ein wenig detaillierter zur Ode an die Liebe: Der alte Spruch, dass irgendwo für jemanden ein passender Deckel vorhanden ist, erhält neues Input. Die anfängliche Hoffnung, von der ich sprach, die einen trotz aller Widrigkeiten begleiten sollte, spielt eine große Rolle in der Findung zum persönlichen Glück, nicht unerheblich sogar! Man kennt sich gut-  aus Spandau, spandauer Kneipen und sogar einer Hochzeitsreise zu Freunden, wo der Jetzige mir- im Gegensatz zum damaligen Ehepartner- sogar das gefühlte Leben gerettet hat, da Begleitung zurück zum Hotel, weil drüber und wegen mir sogar die Supersause in Barca kurzzeitig verlassen hat. Will sagen: wir haben uns schon immer echt gut verstanden;  egal was und zu welchem Anlass wir aufeinander getroffen sind! Und plötzlich ist es 2012, ein turbulentes Jahr für mich; beruflich, privat und existentiell. Ich bin damals noch gerne durch Kneipen getingelt- Tingeltangel- Stefka quasi- und in der Küche meiner Stammkneipe gelandet, wegen ihm. Was soll ich sagen? Vom Blitz getroffen, vom Gott des Gins erhört oder was auch immer da passiert ist, es war einfach da ! Kommste mit zu mir? Klar!

Schwuppdiwupp: Love the cook! Seitdem klebten wir zusammen, er zog auch nicht mehr aus, es war einfach unglaublich und um uns geschehen. 6 Monate später haben wir geheiratet und ich würde ihn jeden Tag auf’s neue heiraten! Es ist einfach die Begegnung meines Lebens, mit all den Dingen, die ich mir immer erhofft habe, wenn ich über die perfekte Beziehung nachgedacht habe und sogar darüber hinaus. Sicherlich ist es die Summe aus allem vorher erlebten, die uns nun zusammen getrieben hat; und wahrscheinlich wäre einen Monat vor unserer erdbebengleichen Begegnung nichts dergleichen passiert; es war einfach der ultimative Moment, den du entweder an dir vorbei fliegen lässt oder gar erkennst, dass hier was ganz Großes passiert! Es ist unverändert groß, dass was täglich unser beider Leben bereichert und niemals werde ich es müde, ob der Tatsache, dass sich so unaufgefordert das Glück in den Alltag schmuggelt, täglich, fast unnatürlich oder gar gegen die Natur, aber vorhanden, wie ein Geruch, der sich mit einer der urinstinktivsten Gewohnheiten deines Seins, verbindet.

Ich bin angekommen und werde von mir aus niemals mehr den Blinker setzten. Das, was ich immer für selbstverständlich gehalten habe, ist jetzt einfach so, ohne Nachdenken über Verhalten oder evtl. nach irgendeinem Grund bewusst zu handeln. No. 100% Stefka, no filter, no compromises…just pure luck!

Let love rule! Lenny Kravitz hat es in den 80ern schon gewusst… Aber ich wäre nicht hier, wenn ich nicht all die ganzen Erfahrungen vorher gesammelt hätte. Dafür bin ich dankbar. Danke!

Technik, die (be) entgeistert

Ich besitze einen schwarzen Daumen was technische Dinge betrifft, bin eher so der Typ „ich habe keine Knöpfe gedrückt- Mensch“ , wenn irgendwas wieder einmal nicht funktioniert oder „out of order“ ist. Genauso bin ich kein Fan von ellenseitigen Handbüchern. Eher so der „learning by doing- Typ“ , ohne- und das schreckt mich wirklich von vornherein ab, hat es schon immer getan, hunderte von Seiten zu wälzen, um in Erfahrung zu bringen, was passiert, wenn ich Knopf A oder B drücke. Grausam solche Schinken! Dieser Moment, indem ein komplettes, zudem komplexes System zusammen bricht, mir unterstellt wird, ich hätte irgendeine Kombination an Knöpfen gedrückt, ist wirklich immer wieder eine Beschämung! Keiner Schuld bewusst, muss ich irgendwann das Zugeständnis machen, dass ich evtl. – ausversehen- in meiner ungeduldigen Art, doch irgendwo mit meinem hektischen Zeigefinger gegen gekommen bin. (Meine Mutter sagt dann immer, ich bin so ein “ Huddel- Fuddel- Mensch. ) Hab ich aber gar nicht mitbekommen, geschweige denn es extra getan! Auf jeden Fall konnte ich bis dato häufiger diese Phantomfehler feststellen, die- nach genauer Betrachtung- doch mir zugeordnet werden konnten. Mittlerweile bin ich ja realistisch genug, um zuzugeben, dass ich eher grobmotorisch unterwegs bin und für filigrane und gleichwohl feinfühlige Dinge eher ungeeignet bin, geschweige denn, dass mein 2ter Vorname Geduld wäre. Heute morgen allerdings war ich extremst entspannt, da es um mein Software Update für das Diensthandy ging; nachdem ich zig Erinnerungsmails ignoriert habe, da ich nicht fassen konnte, innerhalb von 2 Monaten das dritte Update zu vollziehen; mir aber gesagt habe, dass es wohl seine Berechtigung hat, dass ich im Verteiler bin….zum vierten Mal…final call quasi, und deswegen mir eine ganze Stunde eingeplant habe, um dieses endgültig zu erledigen. Es geht also los, kennt man ja: Update installieren, dann warten und Installierung starten. Gesagt getan. Ich mache so dies und das währenddessen und schaue irgendwann nach dem Stand des Vorgangs. Nach ’ner 1/4 Stunde ist das Display immer noch schwarz, das finde ich seltsam und entferne nur das Ladekabel. Nix. Ok! Bereite mein Pad für’s Auto vor, da mich schon ’ne leise Ahnung überkommt, dass irgendwas nicht in Ordnung ist. Handy ist tot.

Zack, ab ins Auto, um den Tag normal zu starten. Stelle fest, dass ich über das Pad- mit Freisprechanlage gekoppelt- nicht telefonieren kann und bin happy, dass ich im Besitz eines privaten Mobilgerätes bin. Also rufe ich den IT- Support an. Der unterstellt mir sofort wüsteste Dinge, die ich in diesem Fall tatsächlich mal nicht verkackt habe und suggeriert mir, dass ich das Gerät wohl softwaretechnisch gekillt habe. Wenn, dann nicht vorsätzlich, betone ich und bin trotz beschissener Situation so helle, dass mir einfällt, die Anrufe ja auf mein Privathandy um zu leiten- muss ja schließlich erreichbar sein! Findet er auch super und stellt fest, dass er aber vor dem 12.4. auch nichts für mich machen kann, bezüglich neuem Handy und so, hat Urlaub nächste Woche. Hätte ich gar nicht schlimm gefunden, wenn nicht folgendes Mysterium passiert wäre: ich habe meinem Kollegen die Info des technischen Komplettausfalls über privatem Handy geschildert, während ich zeitgleich einen Anruf des gleichen Kollegen über die Umleitung erhalten habe! Er und ich finden das ziemlich witzig aber ich kann den vermeintlichen Doppelgängeranruf nicht annehmen, um zu checken, was es damit auf sich hat. Rufe irgendwann später meinen Mann an, der, als er zurück ruft, auch als mein Kollege auf dem Display angezeigt wird und irritiert ist, dass ich mich förmlich mit Nachnamen melde. Sicher ist sicher denke ich aber und befürchte, dass mein Handy ob der Rufumleitung überfordert ist. Nach ewigen Hin und Her mit der IT ruft mein Kollege nochmals an und fragt, nachdem ich ihm den ganzen Schlamassel mit der IT, neuem Telefon usw. berichtet habe, ob ich was an meiner WhatsApp- Einstellung geändert habe. Ich so: Nee, wieso? Was ’n das für ’ne Frage? Er: Naja, wenn ich auf deinen WhatsApp- Account klicke, kann ich alle deine Kontakte und deren Chatverläufe sehen! Ich flippe innerlich komplett aus und frage mich ernsthaft, was ich wieder gemacht habe oder was mit meinem Handy nicht in Ordnung ist. Sage final, dass ich unseren IT- Menschen richtig anfarzen werde, Datenschutz und so….bin innerlich schon kurz vorm Herzriss…bis er sagt: April, April!

In keinem Verhältnis

Verrückte Dinge passieren, die einen doch immer mal wieder aufhorchen lassen, sie einem irgendwie zufliegen und man- so die Zeit es zulässt- sich fragt, ob und wer eigentlich den Schuss nicht gehört hat. Offenbar habe ich zuviel des kostbaren Gutes übrig, so dass ich den folgenden drei Zeilen mein Unverständnis widmen kann und werde. Eigentlich nur ein einfacher Vergleich. Es geht um Konsum und deren Regeln, die man einerseits akzeptieren muss, da einem einfach nichts anderes übrig bleibt; weil einem an der Kasse -nett- mitgeteilt wird, dass die sich auf dem Band befindende Menge so nicht zulässig ist- steht seit dem Morgen bei allen Kassierer(n) innen auf ’nem Extrazettel, um auch darauf aufmerksam zu machen- und man auf Verständnis tut, um der besagten Kassenfrau nicht den Tag zu verderben; man aber sogar – nach längerem Nachdenken tatsächlich nachvollziehen kann, dass es diese Auflage gibt. Nämlich die, dass ich nur Summe X des Artikels, der sich unglaublich reduziert im Angebot der Supermarktkette befindet, erwerben darf, da Verdacht besteht, dass ich diesen selber gewerblich weiter vertreibe! Das Objekt der Begierde ist hier- schnallt euch an! Kinder- Überraschungseier, was mir untersagt wurde. Ich verteile diese sehr gerne zu Ostern an den Handel mit dem wir kooperieren. Jeder mag die und es ist eine kleine Aufmerksamkeit meinerseits an den Innendienst, den es zudem auch noch freut. Muss mich selbst extremst beherrschen, um nicht wild zig von den Eiern auf zu reißen, um den Inhalt in Erfahrung zu bringen, und Teile zusammen zu setzen und los zu spielen!

Egal, mein ursprünglicher Plan splittet sich nun auf insgesamt 6 weitere Marktbesuche, da ich ja pro Haushalt immer nur 24 in einer Rutsche käuflich erwerben darf. Unnötiger Stress.

Aber nun zum Vergleich: Zur Zeit gibt es wohl eine Aktion bei McDonald’s, die beim Kauf von einem Kid‘ s Menü/ Happy Meal dem Käufer ein super duper Pokémon- Booster Pack verspricht. Es hat sich wohl vorgestern im beschaulichen Saarland folgendes ereignet: 4 junge Menschen, Teens, Pubertierende, haben in einer Ronald- McDonald- Bude 600 von diesen Happy- Meals bestellt, um den offenbar heiligen Gral des Pokémon- Olymps zu erhaschen…zu finden…zu heben! WTF? 2548,-€ ärmer und nach gefühlten 30 verputzten Menüs später, haben die halbstarken Booster- Jäger kollabiert und haben mit ihrer Beute den Laden verlassen. Es gab keinerlei Beschränkung der Menge pro Person, geschweige denn eine Alterskontrolle was das Kid’s Menü betrifft. (Ich bekomme zum Beispiel beim Döner meines Vertrauens keinen Kinderdöner, egal ob mein Hunger klein ist oder nicht. ) Hier wird zudem das aufwendig produzierte Fastfood sofort in die Endablage geschüttet; in diesem Fall ca. 570 Portionen, was a: eine reine Zeitverschwendung der dort arbeitenden Schicht impliziert und b: eine unfassbare Verschwendung der woanders so gut aufgehobenen Lebensmittel darstellt.

Ich bin fassungslos, ob der Kurzsicht aller Beteiligten!!! Aber an vorderster Front steht natürlich der Umsatz als solches, der in keinster Weise offenbar mit der kompletten Outta- Space- Gier nach den Booster- Packs von Pokémon- Raritäten einhergeht.

Ich bin sprachlos und entsetzt und irgendwie auch unglücklich darüber, dass mir beim Kauf von mehr als 24 Überraschungseiern unterstellt wird, dass ich mich bereichere!

Verrückte Welt! …beim nächsten Schuss halte ich mir die Ohren einfach mal zu… vielleicht bringt’s ja was!

Quer durch die Stadt

Manchmal ist es erstaunlich, dass Menschen den komplett gleichen Weg zu ihrem Ziel gleichzeitig bewältigen, sogar mitten durch die Stadt. Gestern, als ich von meinem Neurofeedback im tiefsten Lichterfelde, meiner alten Hood, Richtung Heimat losgefahren bin, biegt kurz hinter mir ein fetter Mercedes ab und hat offenbar die selbe Route vor sich. Vorbei an meiner alten Schule, schnurstracks an der alten Uni vorbei, immer im Beisein des Mercedesfahrers. Mir kommt das Lied „Im Wagen vor mir…“ in den Kopf, nur dass ich kein junges Mädchen mehr bin und auch schon seit über 20 Jahren keine Ente mehr fahre. Seltsam, denke ich, am Rathenauplatz links einordnend, macht der hinter mir auch, nur neben mir; ist ja ’ne Doppelabbiegerspur. Ich schaue rüber aber er sieht in die andere Richtung, zum Funkturm. Egal, es ist grün und es geht weiter. Am ICC drunter durch und links zur Jafféstraße, um nicht über den Theo fahren zu müssen, zu viel Verkehr und Stau vorprogrammiert. Kurzer Blick in den Rückspiegel, weil Baustelle und Spurverengung und da ist er wieder. Zwei Wagen dazwischen aber immer noch da. Rechts, links und ab auf die Heerstraße. Kurz vor Eintritt nach Spandau, also offizieller Bezirksgrenze, steht er nochmals neben mir, ich muss allerdings rechts abbiegen, um nach Hause zu kommen. Er fährt geradeaus, grinst zum Schluss aber nochmal zu mir rüber als die Ampel auf grün wechselt und ich muss schmunzeln. Vielleicht hat er sich auch die ganze Zeit gefragt, was ich wohl auf seinem was- auch- immer- für- einen Weg er hatte, mache, so wie ich! Erstaunlich, finde ich und singe laut: Rattadadadadadadaaaa…im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen und grinse!

Bitte bewerten!

Rezensionen sind ja heutzutage Gang und Gäbe, vor allem weil es einem endlich die Möglichkeit bietet, je nach Empfinden, eine Sache positiv oder negativ zu bewerten. Früher war eben nicht alles besser! Ausser Mundpropaganda gab es ja eigentlich nichts, man hat sich auf das Urteil anderer verlassen, es sei denn man belas sich in Fachmagazinen. Stiftung Warentest war und ist glaube ich auch immer noch, der absolute Anführer im “ ich brauche XY, also belese ich mich dort“- Verbraucher- Magazin- Geschäft. Umso schöner, dass man jetzt alles und jeden kritisieren oder loben kann! Ich zum Beispiel werde regelmäßig nach Geschäftsverlassen- egal welcher Branche zugehörig- von Google gebeten, eine persönliche Bewertung ab zu geben. Erscheint mir ein wenig übertrieben, also selektiere ich. Muss ja schließlich nicht jeden Supermarkt oder jede Tankstelle bepunkten. Da ich ja nun ( in der normalen Welt) viel unterwegs bin und quer durch die Republik nächtige, bin ich mittlerweile ein wahrer Fan von Hotelrezensionen geworden. Das macht Spaß und ich selbst lese mir ja auch vor meinen Buchungen gerne mal ein, zwei Erfahrungsberichte durch. Außerdem finde ich es immer interessant, was ich später selbst über die bewerteten Örtlichkeiten denke. Obwohl ich ein Gewohnheitstier bin, suche ich nunmehr nach immer neuen Übernachtungsmöglichkeiten, fast als wäre ich eine Hotelkritikerin, die inkognito unterwegs ist! Das macht richtig Laune und gestaltet die Auswärtstätigkeiten ein wenig spannender.

Es gibt aber auch andere Aspekte im Bewertungsuniversum, die mich eher nerven oder mir zumindest lästig sind. Gerade jetzt, wo man größtenteils online einkauft, empfinde ich die angefragten Bewertungen als müßig. Die kommen ja als E-Mail daher und ich lese nicht wirklich regelmäßig meine privaten E-Mails, da eh das meiste über WhatsApp geregelt wird. Aber neulich war ich echt überrascht, da sich unsere Alexa zu Wort meldete und ich überhaupt nicht mit gerechnet habe, dass die sich jetzt auch noch einmischt ins Bewertungserinnerungsgeschäft! Es ging um einen doch länger her liegenden LP- Kauf, die geliefert wurde, wo ich offensichtlich mal wieder keine Info über Zufriedenheit und was weiß ich noch abgeliefert habe. Sie fragt einfach so- ohne konkretes Ansprechen- ob ich nun meine 1-5 Sternebewertung über besagte Schallplatte abgeben könnte. Nach kurzer Irritation, ob des unaufgefordert Plauschs, murmel ich 5 (denn ich bin ja zufrieden!) und will mit dem weiter machen, was ich vorher halt gemacht habe. Reicht ihr nicht! Sie fragt unaufgefordert weiter, was genau denn so gut war und überhaupt! Also das ist mir jetzt dann doch zu penetrant, ich fühle mich quasi belästigt, und ich deaktiviere die Funktion in ihrem Aktivitätendasein. Man sollte schon die Wahl haben, wann und zu was seine Angaben gemacht werden, oder? Eigentlich wieder einmal eine Sache, die man hätte besser doch lassen sollen; Sklave der Kunsumbenotung, fast wie bei „Die Geister, die ich rief!“ !

Neulich habe ich eine Aufforderung anderer Art erhalten, doch bitte ein positives Feedback ab zu geben, da durch einen Eintrag, der bewusst extrem negativ verfasst wurde, die allgemeine Sternebewertung herunter gezogen wurde. Hab ich gerne gemacht, musste mir auch nichts aus den Fingern leiern oder sogar lügen; die Allgemeinbewertung war verbessert und sie glücklich. Wie schön!

Wie ich dieses Verhalten/ Mobbing finde, ist mir glatt demnächst einen eigenen Post wert! Traurig und schlimm aber offenbar eine neue Form von perverser Genugtuung, anderen Schaden zu zu fügen.

Schade trotzdem, dass ganz normales Einkaufen offenbar nun auch schon in Stress ausartet und man sich nicht einfach, ganz still und heimlich, über besagt Erworbenes freuen kann und ohne (Be-)Wertung auskommt!

…ich gebe diesem Artikel 3 von 5 möglichen Punkten…

Funny games

Sie sind ja auch wirklich nett, diese Handyspiele, die einem die Zeit manchmal so unbeschwert verstreichen lassen, um auf irgendwas/ irgendwen oder wer weiß was zu warten. Ich ordne mich selbst in die Schublade „Nebenbei- Spieler“ bis hin zu über das normale Maß “ ganz schön viel Spieler“ ein. Einsteigerdroge ist hier- ich denke, dass haben auch viele selbst schon zumindest mal begonnen- Candycrush. Ich selbst spiele es mittlerweile fast 6 Jahre, komme allerdings im jetzigen Level einfach nicht weiter und bin echt genervt. Nicht, dass ich das nicht alles schonmal durch gemacht hätte, aber diesmal habe ich nach einer Alternative gesucht, weil ich vorhatte dem ganzen Candygedönse wirklich ein Ende zu bereiten. Ich bin Gott sei Dank auch fündig geworden!

Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, das einem in jeder nur denkbaren Sekunde- per Werbeeinblendung- diverseste Vorschläge unterbreitet werden, wie du noch mehr deiner doch so wertvollen Zeit verplämpern kannst! Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bei den meisten der angepriesenen Vorschläge ernsthaft in Sorge bin, für welche Zielgruppe das wohl eigentlich gedacht ist! (entsetztes Emoji) Mein persönlicher Abturn ist Pimple Popper, wo ein Fuß mit echt vielen Pusteln übersäht darauf wartet, dass man ihm seine Pickel ausdrückt! What??? Ich hab schon fast gekotzt, als ich mal ausversehen beim Zappen eine Vorschau angeklickt habe, wo im real life gezeigt wurde, wie man abstruseste Wucherungen bearbeitet. Echt jetzt? Wer spielt so etwas? (Selbst eine Dermatologin im Freundeskreis würde dies im Leben nicht morgens zum Zeitvertreib zum Kaffee oder sonst spielen! Never!) Ein anderer Versuch, mich für irgendwas zu begeistern- ich habe leider den Namen vergessen- wurde in den 30 Sekunden folgendermaßen zusammen gefasst: move the boxes…aber über den Boxen hing irgendwas an ’nem Strick. Häh? Was soll mir das sagen? Aber ehrlich gesagt will ich gar nicht wissen, was genau da mein Job wäre.

Man, ich hab früher auch am PC Doom und so gespielt. Meistens kurz vorm Sauerstoffzelt, weil ich diese krasse Action, mit den damals so realistischen Bildern, gar nicht ausgehalten habe vor Spannung! Geschweige denn- und unvergessen- das erste Playse- Spiel: Alien! Ich scheiß mir heute noch in die Hose, wenn dieses Beep- Geräusch dir sagt, dass hinter der Tür zig Alien am Start sind und du MUSST da durch!

Aber ich denke, dass Handyspiele da doch anders geartet sind.

Ach so, meine Alternative zu Candycrush ist übrigens jetzt keine dubiose Nummer, die eine Schlussfolgerung auf miese, irre oder eklige Spiele zulassen würde! Ich gehe sogar eher davon aus, dass die unwillkürliche Zuordnung der Spielvorschläge so ähnlich abläuft wie bei YouTube: Leute, die dieses oder jenes gehört haben, gefällt evtl. auch XYZ. Was mich aber umso mehr irritiert! Ich glaube, dass ich echt mittlerweile so ’ne alte Oldschool- Tante bin, die sich damit begnügt, farblich abgestimmte Teile nach der gestellten Aufgabe zu sammeln und damit zum Schluss Punkte zu machen, dass ich diese neue Art der Games einfach nicht mehr funny finde!

#keepongaming!#neuelebenbekommtmanwennmandiezeitvorstellt#sodontaskforlifes