Ode an die Liebe…oder wie ich eben solche endlich fand und wusste, dass alles vorher einen Sinn hatte!

Mit der Liebe ist es so eine Sache. Zerbrechlich, speziell, besonders, aufregend aber auf jeden Fall immer hoffnungsvoll und bedingungslos. Sollte es zumindest sein, finde ich. Jeder hat in seinem Leben allerlei Gesichter, die die Liebe gerne im Laufe ihres Daseins aufsetzt, erlebt, durchlebt und kennenlernt. Sie ist die Meisterin der Tarnung, gibt sich nicht immer sofort zu erkennen , schreit dir selten laut ins Gesicht, dass sie es ist, mit der du es nun zu tun hast oder aber sie zeigt sich von ihrer besten Seite, um nicht als solche erkannt zu werden, da sie egal wie, immer zerbrechlich ist. Ich habe, so glaube ich, alle Seiten von ihr  gesehen; mal mehr, mal weniger überrascht bei der Enttarnung ihrer Kostümierung zur Vertuschung ihres ursprünglichen Plans, nämlich mein kleines Herz zu zerstören, weil ich noch nicht genau wusste, welche Regeln dieses Spiel hat oder haben kann. Aber man lernt ja stetig dazu ; was einen ja letztendlich nur zu dem macht, was man in der Jetztzeit ist, darstellt und beziehungsmäßig bereit ist zu zu lassen oder es bleiben lässt.

Vor kurzem hatten wir unseren 8. Hochzeitstag. Eigentlich nichts, was man besonderer Wichtigkeit zuordnen müsste…und doch so wunderbar! Kalendarisch hatte ich in meinem ersten Eheversuch auch schon einen ersten Hochzeitstag, nur hat dieser nicht stattgefunden, da der damals Angeraute damals schon anderweitig verplant war und somit außerhäusig. Kann vorkommen, muss es aber nicht. Bin nach 14 Monaten ausgezogen; hatte ich einfach nicht nötig, nicht mehr. Umso mehr freut es mein von vergangenen Erfahrungen gebeuteltes Herz, dass sich dieses Jahr schon der achte seines Zeichens ergeben hat! Im Leben unserer Elterngeneration und unserer Großeltern kaum vorstellbar, dass man sich über acht Jahre freut, aber es ist der Traum eines jeden, dass man den Rest seines Lebens mit dem Einem verbringt, nur passiert das neuerdings einfach fast nicht mehr! Eine Freundin von mir ist seit 1996 mit ihrem Mann zusammen; 3 Kinder, mittlerweile alle erwachsen, und trotzdem noch glücklich.  Und auch wenn dort nicht immer alles Gold war, was geglänzt hat, sind sie immer noch zusammen und sind nicht wegen einer Laune aus dieser unfassbar tollen Geschichte ausgestiegen. So muss es sein und ist es aber leider kaum noch!

Ich hoffe, dass unsere Geschichte noch ewig weiter geht, traurig über die Tatsache, was wir alles hätten anstellen können, hätten wir uns vor langer Zeit schon gefunden und wissentlich, dass wir schon in die Jahre gekommen sind. Auskosten und Leben steht an oberster Stelle, setzen wir auch unbeschränkt durch, so weit es geht. Kinderlos klappt das auch hervorragend; wollte ich nie, er auch nicht, also stand uns von Anfang an die Welt offen. Wir rennen gerne die Türen ein, die sich öffnen, um soviel des Planeten mitzunehmen, wie es geht.

Jetzt ein wenig detaillierter zur Ode an die Liebe: Der alte Spruch, dass irgendwo für jemanden ein passender Deckel vorhanden ist, erhält neues Input. Die anfängliche Hoffnung, von der ich sprach, die einen trotz aller Widrigkeiten begleiten sollte, spielt eine große Rolle in der Findung zum persönlichen Glück, nicht unerheblich sogar! Man kennt sich gut-  aus Spandau, spandauer Kneipen und sogar einer Hochzeitsreise zu Freunden, wo der Jetzige mir- im Gegensatz zum damaligen Ehepartner- sogar das gefühlte Leben gerettet hat, da Begleitung zurück zum Hotel, weil drüber und wegen mir sogar die Supersause in Barca kurzzeitig verlassen hat. Will sagen: wir haben uns schon immer echt gut verstanden;  egal was und zu welchem Anlass wir aufeinander getroffen sind! Und plötzlich ist es 2012, ein turbulentes Jahr für mich; beruflich, privat und existentiell. Ich bin damals noch gerne durch Kneipen getingelt- Tingeltangel- Stefka quasi- und in der Küche meiner Stammkneipe gelandet, wegen ihm. Was soll ich sagen? Vom Blitz getroffen, vom Gott des Gins erhört oder was auch immer da passiert ist, es war einfach da ! Kommste mit zu mir? Klar!

Schwuppdiwupp: Love the cook! Seitdem klebten wir zusammen, er zog auch nicht mehr aus, es war einfach unglaublich und um uns geschehen. 6 Monate später haben wir geheiratet und ich würde ihn jeden Tag auf’s neue heiraten! Es ist einfach die Begegnung meines Lebens, mit all den Dingen, die ich mir immer erhofft habe, wenn ich über die perfekte Beziehung nachgedacht habe und sogar darüber hinaus. Sicherlich ist es die Summe aus allem vorher erlebten, die uns nun zusammen getrieben hat; und wahrscheinlich wäre einen Monat vor unserer erdbebengleichen Begegnung nichts dergleichen passiert; es war einfach der ultimative Moment, den du entweder an dir vorbei fliegen lässt oder gar erkennst, dass hier was ganz Großes passiert! Es ist unverändert groß, dass was täglich unser beider Leben bereichert und niemals werde ich es müde, ob der Tatsache, dass sich so unaufgefordert das Glück in den Alltag schmuggelt, täglich, fast unnatürlich oder gar gegen die Natur, aber vorhanden, wie ein Geruch, der sich mit einer der urinstinktivsten Gewohnheiten deines Seins, verbindet.

Ich bin angekommen und werde von mir aus niemals mehr den Blinker setzten. Das, was ich immer für selbstverständlich gehalten habe, ist jetzt einfach so, ohne Nachdenken über Verhalten oder evtl. nach irgendeinem Grund bewusst zu handeln. No. 100% Stefka, no filter, no compromises…just pure luck!

Let love rule! Lenny Kravitz hat es in den 80ern schon gewusst… Aber ich wäre nicht hier, wenn ich nicht all die ganzen Erfahrungen vorher gesammelt hätte. Dafür bin ich dankbar. Danke!

Technik, die (be) entgeistert

Ich besitze einen schwarzen Daumen was technische Dinge betrifft, bin eher so der Typ „ich habe keine Knöpfe gedrückt- Mensch“ , wenn irgendwas wieder einmal nicht funktioniert oder „out of order“ ist. Genauso bin ich kein Fan von ellenseitigen Handbüchern. Eher so der „learning by doing- Typ“ , ohne- und das schreckt mich wirklich von vornherein ab, hat es schon immer getan, hunderte von Seiten zu wälzen, um in Erfahrung zu bringen, was passiert, wenn ich Knopf A oder B drücke. Grausam solche Schinken! Dieser Moment, indem ein komplettes, zudem komplexes System zusammen bricht, mir unterstellt wird, ich hätte irgendeine Kombination an Knöpfen gedrückt, ist wirklich immer wieder eine Beschämung! Keiner Schuld bewusst, muss ich irgendwann das Zugeständnis machen, dass ich evtl. – ausversehen- in meiner ungeduldigen Art, doch irgendwo mit meinem hektischen Zeigefinger gegen gekommen bin. (Meine Mutter sagt dann immer, ich bin so ein “ Huddel- Fuddel- Mensch. ) Hab ich aber gar nicht mitbekommen, geschweige denn es extra getan! Auf jeden Fall konnte ich bis dato häufiger diese Phantomfehler feststellen, die- nach genauer Betrachtung- doch mir zugeordnet werden konnten. Mittlerweile bin ich ja realistisch genug, um zuzugeben, dass ich eher grobmotorisch unterwegs bin und für filigrane und gleichwohl feinfühlige Dinge eher ungeeignet bin, geschweige denn, dass mein 2ter Vorname Geduld wäre. Heute morgen allerdings war ich extremst entspannt, da es um mein Software Update für das Diensthandy ging; nachdem ich zig Erinnerungsmails ignoriert habe, da ich nicht fassen konnte, innerhalb von 2 Monaten das dritte Update zu vollziehen; mir aber gesagt habe, dass es wohl seine Berechtigung hat, dass ich im Verteiler bin….zum vierten Mal…final call quasi, und deswegen mir eine ganze Stunde eingeplant habe, um dieses endgültig zu erledigen. Es geht also los, kennt man ja: Update installieren, dann warten und Installierung starten. Gesagt getan. Ich mache so dies und das währenddessen und schaue irgendwann nach dem Stand des Vorgangs. Nach ’ner 1/4 Stunde ist das Display immer noch schwarz, das finde ich seltsam und entferne nur das Ladekabel. Nix. Ok! Bereite mein Pad für’s Auto vor, da mich schon ’ne leise Ahnung überkommt, dass irgendwas nicht in Ordnung ist. Handy ist tot.

Zack, ab ins Auto, um den Tag normal zu starten. Stelle fest, dass ich über das Pad- mit Freisprechanlage gekoppelt- nicht telefonieren kann und bin happy, dass ich im Besitz eines privaten Mobilgerätes bin. Also rufe ich den IT- Support an. Der unterstellt mir sofort wüsteste Dinge, die ich in diesem Fall tatsächlich mal nicht verkackt habe und suggeriert mir, dass ich das Gerät wohl softwaretechnisch gekillt habe. Wenn, dann nicht vorsätzlich, betone ich und bin trotz beschissener Situation so helle, dass mir einfällt, die Anrufe ja auf mein Privathandy um zu leiten- muss ja schließlich erreichbar sein! Findet er auch super und stellt fest, dass er aber vor dem 12.4. auch nichts für mich machen kann, bezüglich neuem Handy und so, hat Urlaub nächste Woche. Hätte ich gar nicht schlimm gefunden, wenn nicht folgendes Mysterium passiert wäre: ich habe meinem Kollegen die Info des technischen Komplettausfalls über privatem Handy geschildert, während ich zeitgleich einen Anruf des gleichen Kollegen über die Umleitung erhalten habe! Er und ich finden das ziemlich witzig aber ich kann den vermeintlichen Doppelgängeranruf nicht annehmen, um zu checken, was es damit auf sich hat. Rufe irgendwann später meinen Mann an, der, als er zurück ruft, auch als mein Kollege auf dem Display angezeigt wird und irritiert ist, dass ich mich förmlich mit Nachnamen melde. Sicher ist sicher denke ich aber und befürchte, dass mein Handy ob der Rufumleitung überfordert ist. Nach ewigen Hin und Her mit der IT ruft mein Kollege nochmals an und fragt, nachdem ich ihm den ganzen Schlamassel mit der IT, neuem Telefon usw. berichtet habe, ob ich was an meiner WhatsApp- Einstellung geändert habe. Ich so: Nee, wieso? Was ’n das für ’ne Frage? Er: Naja, wenn ich auf deinen WhatsApp- Account klicke, kann ich alle deine Kontakte und deren Chatverläufe sehen! Ich flippe innerlich komplett aus und frage mich ernsthaft, was ich wieder gemacht habe oder was mit meinem Handy nicht in Ordnung ist. Sage final, dass ich unseren IT- Menschen richtig anfarzen werde, Datenschutz und so….bin innerlich schon kurz vorm Herzriss…bis er sagt: April, April!

In keinem Verhältnis

Verrückte Dinge passieren, die einen doch immer mal wieder aufhorchen lassen, sie einem irgendwie zufliegen und man- so die Zeit es zulässt- sich fragt, ob und wer eigentlich den Schuss nicht gehört hat. Offenbar habe ich zuviel des kostbaren Gutes übrig, so dass ich den folgenden drei Zeilen mein Unverständnis widmen kann und werde. Eigentlich nur ein einfacher Vergleich. Es geht um Konsum und deren Regeln, die man einerseits akzeptieren muss, da einem einfach nichts anderes übrig bleibt; weil einem an der Kasse -nett- mitgeteilt wird, dass die sich auf dem Band befindende Menge so nicht zulässig ist- steht seit dem Morgen bei allen Kassierer(n) innen auf ’nem Extrazettel, um auch darauf aufmerksam zu machen- und man auf Verständnis tut, um der besagten Kassenfrau nicht den Tag zu verderben; man aber sogar – nach längerem Nachdenken tatsächlich nachvollziehen kann, dass es diese Auflage gibt. Nämlich die, dass ich nur Summe X des Artikels, der sich unglaublich reduziert im Angebot der Supermarktkette befindet, erwerben darf, da Verdacht besteht, dass ich diesen selber gewerblich weiter vertreibe! Das Objekt der Begierde ist hier- schnallt euch an! Kinder- Überraschungseier, was mir untersagt wurde. Ich verteile diese sehr gerne zu Ostern an den Handel mit dem wir kooperieren. Jeder mag die und es ist eine kleine Aufmerksamkeit meinerseits an den Innendienst, den es zudem auch noch freut. Muss mich selbst extremst beherrschen, um nicht wild zig von den Eiern auf zu reißen, um den Inhalt in Erfahrung zu bringen, und Teile zusammen zu setzen und los zu spielen!

Egal, mein ursprünglicher Plan splittet sich nun auf insgesamt 6 weitere Marktbesuche, da ich ja pro Haushalt immer nur 24 in einer Rutsche käuflich erwerben darf. Unnötiger Stress.

Aber nun zum Vergleich: Zur Zeit gibt es wohl eine Aktion bei McDonald’s, die beim Kauf von einem Kid‘ s Menü/ Happy Meal dem Käufer ein super duper Pokémon- Booster Pack verspricht. Es hat sich wohl vorgestern im beschaulichen Saarland folgendes ereignet: 4 junge Menschen, Teens, Pubertierende, haben in einer Ronald- McDonald- Bude 600 von diesen Happy- Meals bestellt, um den offenbar heiligen Gral des Pokémon- Olymps zu erhaschen…zu finden…zu heben! WTF? 2548,-€ ärmer und nach gefühlten 30 verputzten Menüs später, haben die halbstarken Booster- Jäger kollabiert und haben mit ihrer Beute den Laden verlassen. Es gab keinerlei Beschränkung der Menge pro Person, geschweige denn eine Alterskontrolle was das Kid’s Menü betrifft. (Ich bekomme zum Beispiel beim Döner meines Vertrauens keinen Kinderdöner, egal ob mein Hunger klein ist oder nicht. ) Hier wird zudem das aufwendig produzierte Fastfood sofort in die Endablage geschüttet; in diesem Fall ca. 570 Portionen, was a: eine reine Zeitverschwendung der dort arbeitenden Schicht impliziert und b: eine unfassbare Verschwendung der woanders so gut aufgehobenen Lebensmittel darstellt.

Ich bin fassungslos, ob der Kurzsicht aller Beteiligten!!! Aber an vorderster Front steht natürlich der Umsatz als solches, der in keinster Weise offenbar mit der kompletten Outta- Space- Gier nach den Booster- Packs von Pokémon- Raritäten einhergeht.

Ich bin sprachlos und entsetzt und irgendwie auch unglücklich darüber, dass mir beim Kauf von mehr als 24 Überraschungseiern unterstellt wird, dass ich mich bereichere!

Verrückte Welt! …beim nächsten Schuss halte ich mir die Ohren einfach mal zu… vielleicht bringt’s ja was!

Quer durch die Stadt

Manchmal ist es erstaunlich, dass Menschen den komplett gleichen Weg zu ihrem Ziel gleichzeitig bewältigen, sogar mitten durch die Stadt. Gestern, als ich von meinem Neurofeedback im tiefsten Lichterfelde, meiner alten Hood, Richtung Heimat losgefahren bin, biegt kurz hinter mir ein fetter Mercedes ab und hat offenbar die selbe Route vor sich. Vorbei an meiner alten Schule, schnurstracks an der alten Uni vorbei, immer im Beisein des Mercedesfahrers. Mir kommt das Lied „Im Wagen vor mir…“ in den Kopf, nur dass ich kein junges Mädchen mehr bin und auch schon seit über 20 Jahren keine Ente mehr fahre. Seltsam, denke ich, am Rathenauplatz links einordnend, macht der hinter mir auch, nur neben mir; ist ja ’ne Doppelabbiegerspur. Ich schaue rüber aber er sieht in die andere Richtung, zum Funkturm. Egal, es ist grün und es geht weiter. Am ICC drunter durch und links zur Jafféstraße, um nicht über den Theo fahren zu müssen, zu viel Verkehr und Stau vorprogrammiert. Kurzer Blick in den Rückspiegel, weil Baustelle und Spurverengung und da ist er wieder. Zwei Wagen dazwischen aber immer noch da. Rechts, links und ab auf die Heerstraße. Kurz vor Eintritt nach Spandau, also offizieller Bezirksgrenze, steht er nochmals neben mir, ich muss allerdings rechts abbiegen, um nach Hause zu kommen. Er fährt geradeaus, grinst zum Schluss aber nochmal zu mir rüber als die Ampel auf grün wechselt und ich muss schmunzeln. Vielleicht hat er sich auch die ganze Zeit gefragt, was ich wohl auf seinem was- auch- immer- für- einen Weg er hatte, mache, so wie ich! Erstaunlich, finde ich und singe laut: Rattadadadadadadaaaa…im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen und grinse!

Bitte bewerten!

Rezensionen sind ja heutzutage Gang und Gäbe, vor allem weil es einem endlich die Möglichkeit bietet, je nach Empfinden, eine Sache positiv oder negativ zu bewerten. Früher war eben nicht alles besser! Ausser Mundpropaganda gab es ja eigentlich nichts, man hat sich auf das Urteil anderer verlassen, es sei denn man belas sich in Fachmagazinen. Stiftung Warentest war und ist glaube ich auch immer noch, der absolute Anführer im “ ich brauche XY, also belese ich mich dort“- Verbraucher- Magazin- Geschäft. Umso schöner, dass man jetzt alles und jeden kritisieren oder loben kann! Ich zum Beispiel werde regelmäßig nach Geschäftsverlassen- egal welcher Branche zugehörig- von Google gebeten, eine persönliche Bewertung ab zu geben. Erscheint mir ein wenig übertrieben, also selektiere ich. Muss ja schließlich nicht jeden Supermarkt oder jede Tankstelle bepunkten. Da ich ja nun ( in der normalen Welt) viel unterwegs bin und quer durch die Republik nächtige, bin ich mittlerweile ein wahrer Fan von Hotelrezensionen geworden. Das macht Spaß und ich selbst lese mir ja auch vor meinen Buchungen gerne mal ein, zwei Erfahrungsberichte durch. Außerdem finde ich es immer interessant, was ich später selbst über die bewerteten Örtlichkeiten denke. Obwohl ich ein Gewohnheitstier bin, suche ich nunmehr nach immer neuen Übernachtungsmöglichkeiten, fast als wäre ich eine Hotelkritikerin, die inkognito unterwegs ist! Das macht richtig Laune und gestaltet die Auswärtstätigkeiten ein wenig spannender.

Es gibt aber auch andere Aspekte im Bewertungsuniversum, die mich eher nerven oder mir zumindest lästig sind. Gerade jetzt, wo man größtenteils online einkauft, empfinde ich die angefragten Bewertungen als müßig. Die kommen ja als E-Mail daher und ich lese nicht wirklich regelmäßig meine privaten E-Mails, da eh das meiste über WhatsApp geregelt wird. Aber neulich war ich echt überrascht, da sich unsere Alexa zu Wort meldete und ich überhaupt nicht mit gerechnet habe, dass die sich jetzt auch noch einmischt ins Bewertungserinnerungsgeschäft! Es ging um einen doch länger her liegenden LP- Kauf, die geliefert wurde, wo ich offensichtlich mal wieder keine Info über Zufriedenheit und was weiß ich noch abgeliefert habe. Sie fragt einfach so- ohne konkretes Ansprechen- ob ich nun meine 1-5 Sternebewertung über besagte Schallplatte abgeben könnte. Nach kurzer Irritation, ob des unaufgefordert Plauschs, murmel ich 5 (denn ich bin ja zufrieden!) und will mit dem weiter machen, was ich vorher halt gemacht habe. Reicht ihr nicht! Sie fragt unaufgefordert weiter, was genau denn so gut war und überhaupt! Also das ist mir jetzt dann doch zu penetrant, ich fühle mich quasi belästigt, und ich deaktiviere die Funktion in ihrem Aktivitätendasein. Man sollte schon die Wahl haben, wann und zu was seine Angaben gemacht werden, oder? Eigentlich wieder einmal eine Sache, die man hätte besser doch lassen sollen; Sklave der Kunsumbenotung, fast wie bei „Die Geister, die ich rief!“ !

Neulich habe ich eine Aufforderung anderer Art erhalten, doch bitte ein positives Feedback ab zu geben, da durch einen Eintrag, der bewusst extrem negativ verfasst wurde, die allgemeine Sternebewertung herunter gezogen wurde. Hab ich gerne gemacht, musste mir auch nichts aus den Fingern leiern oder sogar lügen; die Allgemeinbewertung war verbessert und sie glücklich. Wie schön!

Wie ich dieses Verhalten/ Mobbing finde, ist mir glatt demnächst einen eigenen Post wert! Traurig und schlimm aber offenbar eine neue Form von perverser Genugtuung, anderen Schaden zu zu fügen.

Schade trotzdem, dass ganz normales Einkaufen offenbar nun auch schon in Stress ausartet und man sich nicht einfach, ganz still und heimlich, über besagt Erworbenes freuen kann und ohne (Be-)Wertung auskommt!

…ich gebe diesem Artikel 3 von 5 möglichen Punkten…

Funny games

Sie sind ja auch wirklich nett, diese Handyspiele, die einem die Zeit manchmal so unbeschwert verstreichen lassen, um auf irgendwas/ irgendwen oder wer weiß was zu warten. Ich ordne mich selbst in die Schublade „Nebenbei- Spieler“ bis hin zu über das normale Maß “ ganz schön viel Spieler“ ein. Einsteigerdroge ist hier- ich denke, dass haben auch viele selbst schon zumindest mal begonnen- Candycrush. Ich selbst spiele es mittlerweile fast 6 Jahre, komme allerdings im jetzigen Level einfach nicht weiter und bin echt genervt. Nicht, dass ich das nicht alles schonmal durch gemacht hätte, aber diesmal habe ich nach einer Alternative gesucht, weil ich vorhatte dem ganzen Candygedönse wirklich ein Ende zu bereiten. Ich bin Gott sei Dank auch fündig geworden!

Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, das einem in jeder nur denkbaren Sekunde- per Werbeeinblendung- diverseste Vorschläge unterbreitet werden, wie du noch mehr deiner doch so wertvollen Zeit verplämpern kannst! Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bei den meisten der angepriesenen Vorschläge ernsthaft in Sorge bin, für welche Zielgruppe das wohl eigentlich gedacht ist! (entsetztes Emoji) Mein persönlicher Abturn ist Pimple Popper, wo ein Fuß mit echt vielen Pusteln übersäht darauf wartet, dass man ihm seine Pickel ausdrückt! What??? Ich hab schon fast gekotzt, als ich mal ausversehen beim Zappen eine Vorschau angeklickt habe, wo im real life gezeigt wurde, wie man abstruseste Wucherungen bearbeitet. Echt jetzt? Wer spielt so etwas? (Selbst eine Dermatologin im Freundeskreis würde dies im Leben nicht morgens zum Zeitvertreib zum Kaffee oder sonst spielen! Never!) Ein anderer Versuch, mich für irgendwas zu begeistern- ich habe leider den Namen vergessen- wurde in den 30 Sekunden folgendermaßen zusammen gefasst: move the boxes…aber über den Boxen hing irgendwas an ’nem Strick. Häh? Was soll mir das sagen? Aber ehrlich gesagt will ich gar nicht wissen, was genau da mein Job wäre.

Man, ich hab früher auch am PC Doom und so gespielt. Meistens kurz vorm Sauerstoffzelt, weil ich diese krasse Action, mit den damals so realistischen Bildern, gar nicht ausgehalten habe vor Spannung! Geschweige denn- und unvergessen- das erste Playse- Spiel: Alien! Ich scheiß mir heute noch in die Hose, wenn dieses Beep- Geräusch dir sagt, dass hinter der Tür zig Alien am Start sind und du MUSST da durch!

Aber ich denke, dass Handyspiele da doch anders geartet sind.

Ach so, meine Alternative zu Candycrush ist übrigens jetzt keine dubiose Nummer, die eine Schlussfolgerung auf miese, irre oder eklige Spiele zulassen würde! Ich gehe sogar eher davon aus, dass die unwillkürliche Zuordnung der Spielvorschläge so ähnlich abläuft wie bei YouTube: Leute, die dieses oder jenes gehört haben, gefällt evtl. auch XYZ. Was mich aber umso mehr irritiert! Ich glaube, dass ich echt mittlerweile so ’ne alte Oldschool- Tante bin, die sich damit begnügt, farblich abgestimmte Teile nach der gestellten Aufgabe zu sammeln und damit zum Schluss Punkte zu machen, dass ich diese neue Art der Games einfach nicht mehr funny finde!

#keepongaming!#neuelebenbekommtmanwennmandiezeitvorstellt#sodontaskforlifes

Penisneid

Im Leben hätte ich nicht gedacht, dass ich mich mal wirklich diskriminiert fühle. Warum auch? Vielleicht waren es bisher insgesamt glückliche Umstände, die mich begleitet haben oder aber meine von Hause aus beigebrachte Selbstsicherheit, die bis dato nicht dazu geführt hat, dass ich mich benachteiligt gefühlt habe. Für mich gab es auch nie wirklich eine Emanzipation, die ich durchboxen musste, es war einfach normal für mich. So sollte es ja auch sein, oder? Aber neulich, ich war mal wieder geschäftlich in der Republik unterwegs, musste ich tatsächlich einfach einem dringenden Bedürfnis nach gehen; ja, einfach tierisch pinkeln! Irgendwo in Thüringen, in einer kleinen Gemeinde (abseits all meiner Niederlassungen, die ich sonst selbstredend auch dafür aufsuche) , die aber offenbar groß genug war, was die Einwohnerzahl zumindest betrifft, um eine dieser neuen Citytoiletten zu rechtfertigen, bin ich glücklicherweise fündig geworden, um mich eben dieser Last zu entledigen. Übrigens die neue Art von Toiletten, die in Berlin auch schon für Furore gesorgt haben, da man den männlichen Mitstreitern beim Erleichtern zugucken kann, wenn man es denn will, da ohne Sichtschutz. ( Das, was ein Sichtschutz sein soll ist einfach keiner und der selbst uninteressierte Vorbeifahrer kann einem vorher noch nicht bekannten Spannertum nach gehen, ohne wie gesagt, es zu wollen!) Ich parke also und betrete dieses architektonische Meisterwerk und werde aufgefordert zu bezahlen. Klar, denke ich, ist ja sauber, weil selbstreinigend ( obwohl dieses Verfahren mir ehrlich gesagt immer echt spooky vorkommt) und bemerke aber dann, dass ich tatsächlich erst nach Barzahlung mein Dingsi vollziehen kann. Ich finde es ja selber schon schlimm genug, dass ich nicht, egal wann und wo, einfach aus dem Auto springen kann und an Baum/ Hauswand/ Gebüsch meiner Wahl einfach drauf los pinkeln kann (Nee, nee! Ich lasse jetzt kein : „Kannste doch! Hindert dich doch keiner dran!“ gelten. Schnauze! ) aber dass ich für meine Notdurft bezahlen muss, während der feine Herr einfach ohne alles einfach loslegen darf, finde ich jetzt echt richtig scheiße! Muss ich jetzt echt für meine Baader/ Meinhof- Privatsphäre extra abdrücken, oder was? Sind wir Frauen echt die, die diese pro Stück an die 150.000 € teuren öffentlichen WC’s abbezahlen? Ich glaube es hackt! Ich fühle mich echt diskriminiert! Das darf nicht sein! Genderdiskriminierung hin oder her: Fakt ist, dass alles mit Penis umsonst darf und das ist kacke!!!

Die Polizei, dein Freund und Stalker

Typischer Montag Morgen, antriebsarm und ein klein wenig zu spät unterwegs. Ich peile mein Auto an und stelle verwundert fest, dass ein Polizist sich die Straßennamen an der Kreuzung, wo ich parke,  notiert und angeregt etwas in sein Büchlein kritzelt. Kann ich helfen? Er schaut mich an und freut sich offenbar, dass er die Halterin gefunden hat. Wo ich denn herkomme fragt er und sieht dabei irgendwie wie ein Wiesel aus, sehr forsch. Ach, sie meinen das Kennzeichen! (Auch ich als passionierte  KfZ- Schilder- Raterin wäre nie im Leben auf den Herkunftsort gekommen!) KH steht für Bad Kreuznach, ist ein Dienstwagen; ich wohne gleich da drüben und zeige mit dem Kopf auf die andere Straßenseite. Und was machen sie beruflich? Ich denke, dass ihm das eigentlich total egal sein müsste und nichts zur Sache tut, beantworte ihm aber trotzdem diese Frage und denke, dass ich dadurch vielleicht aus der Nummer raus komme. Soso…er  wirkt ein wenig irritiert, kann ich mir aber zu dem Zeitpunkt nicht erklären. Ich dürfe hier nicht stehen, zu dicht an der Kreuzung, es könnte kein Feuerwehrwagen durch, etc. etc. . Sehe ich ein und will meinen Strafzettel entgegen nehmen. Nein, nein! Ich habe ja schließlich schon den Abschleppdienst gerufen sagt er, da müssten sie dann schon die Leerfahrt bezahlen. Und schwupps biegt dieser schon oben von der Heerstraße zu uns ab. Ich entgegne ihm, dass es doch keine Leerfahrt sein muss, denn schließlich parke hier jeder direkt an die Straßenkreuzung ran und zeige einfach nur 5m gegenüber auf ein Auto mit selbigem nicht vorschriftsmäßigen Parkverhalten. Er lehnt meinen Vorschlag ab und scheint verblüfft über meinen für ihn eigentlich lukrativen Alternativvorschlag. Er wäre ja jetzt schließlich mit mir beschäftigt und winkt dem Abschlepper gönnerisch zu, er solle doch weiterfahren. Na dann, denke ich und will los. Das gelingt auch fast aber nicht ohne dass ich mein Knöllchen von ihm ausgefertigt bekomme, auf dem eine recht passable Skizze des Tatorts abgebildet ist. Super, danke und schönen Tag noch!

Am Ende der Woche komme ich mal wieder zum Auto und entnehme, hinter meinen Scheibenwischer eingeklemmt, erneut ein Ticket in Empfang, selbige Thematik, nur ohne Skizze diesmal. Ich blicke mich um und sehe, dass wiederum kein anderes Auto solch grünen Zettel angesteckt bekommen hat und denke mir aber nicht wirklich was dabei. Schließich will ich ja auch los. Nach dem insgesamt dritten (3!) Knöllchen innerhalb eines Monats, fange ich dann doch an gegenüber parkende Autos zu fotografieren und bin fleissig am Dementis schreiben. Obendrein habe ich die “ Zeugenkürzel“ auf allen Tickets verglichen und musste echt leicht verdutzt feststellen, dass es sich immer um den selben Uniformierten handelt, diesen überaus talentierten Skizzenzeichner nämlich, der, der mir vor fünf Wochen die Leerfahrt unterjubeln wollte. Da steckt doch pure Absicht hinter! Ist doch echt nicht zu fassen!

Bis dato habe ich noch kein Feedback von meinen Widerrufen bezüglich aller vorliegenden Strafzettel, die ich ja mittlerweile auch fotomäßig dokumentiert habe. Ich werde ähnlich wie Alf, der bei zu großen Fressgelagen, einen seiner sieben Extramägen öffnet, mein irgendwo tief im Inneren verstecktes Geduldskissen aufspüren und das ganze soweit es geht aussitzen. Warum auch immer ich die Auserwählte dieses eifrigen Knöllchenschreibers bin, nicht mit mir!

Beeinflusst mich Werbung?

Ich bin von Hause aus eher keine Naschkatze, wie man so schön sagt, eher so ein Tüte Chips- Wegesser. Aber wenn von einem mir bekannten Produkt etwas Neues auf den Markt kommt, ich es zudem dann doch ab und zu echt gerne esse, muss ich es dann unbedingt haben und testen. Da ich aber nicht wie eine Foodinfluencerin manisch durch die Süßigkeitenregale renne, um ganz nah am Trend zu sein, sondern eher durch meist an den Kassen gezielt platzierte Neuheitenpyramiden oder aber durch TV- Werbung darauf aufmerksam werde, umfasst die jährliche Ausbeute wahrscheinlich nur maximal die Hälfte der eigentlich unerschöpflich wirkenden Zuckerindustrie. Eigentlich fällt mein Interesse tatsächlich sogar eher saisonal aus. Nämlich ist mein Heisshunger auf neue Geschmacksrichtungen eher auf’s Frühjahr und den beginnenden Winter beschränkt. Schon komisch irgendwie. Vielleicht sind der Sommer und Herbst von sich aus schon so abwechslungsreich, dass man gar keine Erweiterung seines Geschmackshorizonts in Erwägung zieht!?

Wie auch immer, ich bin auf jeden Fall fündig geworden und einmal höchst begeistert, sowie einmal komplett enttäuscht worden. Na immerhin 50/50! Ein TV- Spot hat mir durch einen ungemein vielbeschäftigten jungen Mann, der zudem ein Tausendsassa in der Unterhaltung seiner Mitmenschen im familiären und beruflichen Kreise zu sein scheint, einen Riegel ans Herz gelegt, welches ich vorher nur als Schnittchen kannte. Ja, genau, es handelt sich um Hanuta. Ein Klassiker im Regal, seit Jahren. Neulich hat erst Mama wieder zugeschlagen, weil sie das früher auch so gerne gegessen hat. Muss man einfach ab und an im Haus haben finde ich. Der Slogan aber verrät, dass er so vielschichtig wie du bist! Ich denke: vielschichtig bin ich irgendwie auch, also her mit der neuen Variante! Extra morgens noch einen Coffee to Go mitgenommen, schmeckt dann einfach besser finde ich und gleich in den Supermarkt. Völlig euphorisch reisse ich die Verpackung ab und versuche die Vielschichtigkeit zu erfahren…und bin entsetzt aber auch froh, dass sich nicht gleich akute Kariesbeschwerden äußern! Bäh! Purer Zucker und Lichtjahre von dem entfernt, was Hanuta so ausmacht! Ich verschenke die verbleibenden drei Riegel in der nächsten Niederlassung und fahre komplett überzuckert und dadurch auch recht aufgedreht durch den Tag. Menno! Wie kann man nur…ich bin enttäuscht.

Wo hingegen Dr. Oetker mit einer erfreulichen kleinen Kaffee-/ Kuchenidee daher kommt. Ebenfalls durch’s Fernsehen animiert, da dort ein anstrengender Tag mit einem süßen Gebäck in Form eines Minikuchens am Nachmittag belohnt wird, ich diese Situation nachvollziehen kann, wird Tage später auch hier probiert. Es gibt natürlich wieder Kaffee dazu. Oh man! Nach dem ersten Minigugelhupf (Nussgeschmack) frage ich mich, warum nur neun Stück in der Packung sind und esse fast alle hinter einander weg auf. Ups! Naja, sind ja auch wirklich klein diese Küchlein! Dies Produkt erhält auf jeden Fall eine 10 in meiner Neuheitenbewertung und ich beschliesse, noch die ein oder andere Sorte zu checken, es gibt nämlich vier verschiedene.

Mein Mann bringt am späten Nachmittag noch ’ne gewöhnliche Jogurette mit nach Hause, 1-2 Riegel passen irgendwie auch noch rein. Ich beiße ab und sage: Hmm, nee. Nein. Er fragt, was denn nee? Ich sage, dass ich gar nicht das Verlangen verspüre, zu tanzen! Er lacht, denn er weiß, dass das die Mädels in der Werbung immer machen nach ’ner Jogurette.

Kfz- Assoziationen

Wenn ich im Auto unterwegs bin spiele ich zum Zeitvertreib gerne ein Spiel: KfZ- Schilder raten. Dieses Spiel hat mein Papa damals ins Leben gerufen, als wir uns alljährlich mit dem Auto nach Slowenien durchgekämpft haben. Ein Riesenspaß war das für uns! Ich werde nie vergessen, dass er (jedes Jahr) zu uns sagte, dass er gar nicht verstehen kann, was all die Bochumer hier machen… natürlich waren es Berliner, was ich als ältere von uns beiden Kindern nach kurzer Zeit immer richtig gestellt habe! Klugscheißerkind. Ich glaube, dass er und Mama letztlich froh waren, keine Bekannten getroffen zu haben und was das mit Bochum zu tun hat bleibt für immer ein Geheimnis.

Aber zurück zum Spiel. Im Laufe der Jahre bin ich natürlich weit über das “ wo kommen die her“- Level hinaus gewachsen , muss aber gestehen, dass ich echt irritiert bin, wenn ich mal nicht sofort weiß, welche Stadt/ Landkreis etc. hinter dem KfZ- Schild lauert. Ich habe mich derweil auf Bedeutungen von Nummernschildkombinationen oder aber Abkürzungen spezialisiert.

Einige Standartvarianten gehören natürlich dazu; diese, wo genau das Gegenteil zu dem steht, was das Auto darstellt (Mini= B- IG) , Fanzugeständnisse ( Hertha B- SC) oder die Liebe zum artenreichen Grillgut bis hin zum eindeutigen Identifizieren der Automarke (B- MW ). Dies funktioniert aber nur für Berliner. Viele wählen als Buchstabenkombi ja auch gerne ihre Initialen mit den dann verbundenen Jahreszahlen ihrer Geburt oder andere wichtige Lebensdaten. Aber das Hauptaugenmerk liegt hier und jetzt auf den willkürlich gewählten Wörtern, die so ein Auto ja auch irgendwo persönlicher machen. Ist ja nicht umsonst für viele mehr als ein Transportmittel; dann kann man das ganze ja auch – neben der teilweise recht aufwendig gepimpten Karosserie- auch namentlich zu etwas Besonderen machen! Was mir mittlerweile immer wichtiger wird, während ich so umherfahrend mein Spiel spiele, ist nach einer Sichtung auch den/ die Fahrer/-in zu begutachten. Meistens sind es übrigens Männer, die hinterm Steuer sitzen, lautet das Kennzeichen B-BQ. Bier in der linken, Grillzange in der rechten Hand; stolz wie Bolle an seinem neuen Webergrill. Hingegen es auch Kennzeichen gibt, die prädestiniert für Frauen sind und auch von solchen gesteuert werden. HE- XE oder MI- AU gehören unter anderem zur häufiger beobachteten Auswahl, die ich mittlerweile aber schon in meinen Ignore- Ordner packe, da es zu regelmäßig vorkommt. Oftmals frage ich mich, ob einige Besitzer überhaupt das damit ausdrücken wollen, was ich darin zu erkennen meine oder ob ich nicht doch schon völlig in meiner eigenen Ratewelt abgetaucht bin!? Ist es für ein junges Mädchen wirklich cool, wenn das Auto suggeriert, dass sie eine Hexe ist? Bin mir noch nicht sicher…

Viele Kennzeichen wiederum geben aber auch genügend Anlass, um seinen kreativen Hirngespinsten freien Lauf zu lassen. Diese zum Beispiel, die Wörter bilden ohne Vokale zu enthalten. Ein Trend, der sich auch auf Facebook bzgl. der Namen immer größerer Beliebtheit erfreut. Krse oder Lng zum Beispiel. Anfänglich liest sich das ja eher so, wie: Häh? Wattn das? Aber man gewöhnt sich auch daran, so wie man auch Texte „normal“ lesen kann, in denen Zahlen willkürlich gegen Buchstaben getauscht werden. In genau diese Rubrik fallen auch Abkürzungen wie B- BQ oder FX, B- NZ. Gewiefte Wahl, wie ich finde. Nur leider nur noch Mainstream.

Auch schön und fast schon schade, dass es in Deutschland nach dem Städtekürzel Bedingung ist, dass ein weiterer Buchstabe folgt, so dass Kennzeichen wie SAW….ich muss unweigerlich an die immerhin 3 oder 4 Folgen denken, die ich mir den freakigen Jiggsaw angetan habe und bin dann aber doch recht schnell davon abgekommen die Leute hinterm Steuer zu obduzieren, als würde ich erkennen können , dass ein normaler Mensch mittleren Alters nicht doch evtl. ein krankhafter Psychopath ist. OCH- SE, PI- PI, BIT- TE oder auch HAL- LO, WIT- WE und SEN- SE langweilen mich mittlerweile zu Tode.!

Ich bin für die Freigabe von persönlichen Kennzeichen, so wie in den USA. Meins würde wahrscheinlich LMAA heißen….

EMS-E zum Beispiel löst bei mir automatisch emsebremse aus. Ehrlich gesagt habe ich keinen Schimmi, wo das her kommt aber es ist unweigerlich