„Ey“ ist nicht okay!

Man, da ist man schon im fortgeschrittenen Status der Abreise angelangt und stellt fest, dass auf Korfu dann doch nicht die 2 1/2 Stunden eher Ankommenszeit von Nöten sind, denn alle- aber wirklich alle- dieser vertrauten Stressmacherei der deutschen BER- Veranschlagung ( oder aber anderer final destinations innerhalb Deutschlands) unterliegenden Auflagen, den auf übermaßen veranschlagten Zeitraum folgend, hier nun ausharren und hoffen, dass die spätsommerliche Korfu- Sonne und der damit verbundenen Wärme, niemals endet und Schatten dein bester Freund ist usw. und  so fort und du einen Platz findest, denn das ist das größte Problem. Nun denn: rotierend, den Check- In- Platz machenden Passagieren im Kreislauf folgend, fast bei der Reise nach Jerusalem gleich, hüpfend, um einen nicht auf der Stange gleichend-  like chicks in a row- weiterhin auf der Absperrstange zu sitzen und „sitzend“ die restlichen Stunden zu verbringen, ist hier gerade Volkssport! Neben uns, wir sind fast zur Königsliga der Sitze aufgestiegen, telefoniert ein Deutscher mit seiner Familie, seine Kinder sind im Fokus, denn seine 15 Jahre jüngere Freundin, die den Alltag mit einem Familienvater kennt, geht auch recht weit weg, um ihre (eventuelle) verbleibende Familie zu erreichen. Es erscheint anfänglich normal, diese Fragerei nach dem „Wie war es im Reiterurlaub Jakob?“ Ach, du hattest Heimweh? Hol mal Johanna zum Facetime, die soll mir mal erklären, was sie getan hat, damit du dich besser fühlst! Hey Johanna! Was hast du denn zu Jakob gesagt, damit er sich besser fühlt?

Johanna sagt nicht viel, Mama hört schließlich zu, und so sagt sie Dinge, die eine Notwendigkeit hergeben, ohne negativ auf zu fallen und den abwegigen Vater besänftigen. Fast schade, dass ich mich nicht über den Hotspot einklinken konnte und Gesichter zu diesem Gesäusel sehen konnte..letzte Worte waren “ wir sehen uns morgen Mittag und ich freue mich auf euch, bevor die wirklich hübsche neue Begleitung in seinem Leben wohl die Nase vorn/ oder voll hatte vom familiären Treiben, denn flugs war die Verbindung schlecht und die beiden flanierten durch das Airportgebäude.

Nach unzähligen Überbrückungszigaretten und zahlreichen Freshmaker- Pausen ist es endlich soweit und wir beschließen durch die Security zu gehen- vielleicht auch dadurch beschleunigt, da plötzlich, total unerwartet, Reisebusse ankamen und wir Angst hatten, doch nicht gechilled an Board zu kommen- wie waren komplett von Jetzt auf Gleich von Berlinern umgeben, die alle irgendwie “ Out of Control“ waren und wie Heuschrecken diesen Ort zu ihrem gemacht haben: spooky!

Wir sind durch den Check- In durch, nicht ohne, dass E. erst safe war und dann der Zufallsgenerator angesprungen ist, um ihn auf Sprengstoff zu kontrollieren. Well done! Da wir nun explosionsbefreit durch den Duty free- Bereich flanieren, gehen wir auf’s Ganze. E. nimmt ’ne Extra- Portion „Sauvage“ und die Ladies im Parfümeriebereich sind unsere neuen, sehr albernen, Freunde: E. hat das “ Elixier“ an sich getestet, das intensivste aller parfümören Intensitäten und alle- ALLE- können riechen, was E. durch gesetzt hat. Meine unlautere Info, dass ich neben ihm sitzen muss, hat nur zu weiterem Nasenzugehalte geführt – und Mitgefühl. 🤣 Er hat sich dann umgezogen, denn sonst würde es heute, selbst nach der ersten Wäsche noch sehr wild riechen!

Aber jetzt geht’s erst richtig los: Easy Jet is the place to the following anger, as always! I don’t tell you news when I talk about Speedy Boarding and the following shit any place you trust in EJ! Wir sind knappe 45 Minuten vorm Boarding at the gate…und die letzten Passagiere, die eintreffen, sind komplett überrascht, dass es für ihre großlaibigen Körper keinen Sitzplatz mehr gibt: könnte ja aufstehen, aber keiner der Ankommenden signalisiert mir, dass ein Freimachen wirklich nötig ist, also unterlasse ich meine angeborene Hilfeleistung und belasse es bei meiner eigenen Bequemlichkeit, mit der ich auch nicht schlecht fahre. Und nun betritt die Wartelangeweile- Überbrückungs- Queen den Raum! Ein 6- jähriges Mädchen, dessen Eltern komplett überfordert sind mit der Eigenen Brut, bereichern ab sofort mein fast langweilig erscheinendes Warten auf den Speedy Call. Ihren Namen erfahre ich leider bis zum Ende nicht, aber sie ist DIE Entertainerin, auf die ich gewartet habe! (Sie ist in Wirklichkeit eine Reinkarnation meiner Selbst, denn nichts ist auffälliger, als eine vom Alter her Erwachsene, die besser spät oder sogar nie, über den Pipi – Indikator hinaus gewachsen ist und trotz allem auf einen kindlichen Indikator wartet, um der Öffentlichkeit verborgen, ihren Spaßfaktor sich hingeben zu können!)

Das erste von ihr, waren die Worte, den Opa links neben ihr anstoßend, über die Wurst, die ihr ihre Mama in die Hände gelegt hat: Man ey, die sind ja süß! Wir fanden es deswegen lustig, denn ihr Gesicht im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester waren “ Just gold!“ Die Kleinere von beiden war einfach nur mit ihrem griechischen Brot und Würstchen beschäftigt, während die Goddes of Entertainment immerhin mit Geschmack und den allgemeinen Surroundings auseinander gesetzt war. Ziemlich kurz nach dem ersten Happening ging’s auch schon zum Speedy Boarding – einem seit gestern vollkommen überbewerteten ins Leben gerufenen, allein durch Easy Jet, Stressfaktor herauskillernde Aggrovarianten kitzelnde, Abkommenschaft, die nicht nur 49,- mehr kostet, da ein Gepäckstück über der Größe eines Toasters hinzu gebucht, sondern suggeriert, dass du wirklich schneller im Plane, an deinem Platz und überhaupt bist, sondern fest stellen musst, dass alle (ALLE!) Speedy Boarding hatten, um dann für weitere 50 Minuten im unteren Bereich warten mussten, dass der Begriff alleine keinerlei Bewandtnis mehr hat. Das  ganze wurde nur getoppt von dem Warten auf den einzig wirklich Behinderten und der offenbar akut verletzen Frau, dessen Bein in Gips verschwunden war, deswegen, da eine ganze 1/4 Stunde vorher, immerhin, mit der Verstauung dieser, begonnen wurde. What a life on an airport you live…a poorsome prisone, jay!

Ich schraube meine innere, noch beruhigte Aggronummer herunter und freue mich dann doch darüber, dass nach 50 Minuten Warten auf dem Flugfeld dann doch ein Bus vor fährt, der uns sage und schreibe weitere 40 Meter geleitet, damit wir auch wirklich safe boarden.

Alle Speedy Boarder sind nun – wie wir- echt bei Laune und so versteht es sich von selbst, dass wir flugs unsere Plätze heim suchen, um den Startmodus nicht weiter zu strapazieren.

Sit, fasten belts as well and listen to the people who are not even able to listen to themselves! # the people who grinned themselves to death# is the the soundtrack to these shit! Anyway, das kackfreche Mädchen vom Warteraum vorher sitzt nun vor mir und ich ertappe mich dabei, dass ich voll auf ihre Kommentare abfahre und dies nur halbstarks verheimlichen lasse: sei’s durch lautstarkes Gelächter, sei es durch abgeschwächtere Form von Belustigung.  Der Vater trägt ein Shirt mit der unfassbaren Multi- Language- Message über die Aussage der Kassette, multi- everything- Just: Push: Play

Sie hingegen spricht mir aus dem Herzen, denn sie fragt Dinge, die ich als Kind auch so gerne gefragt habe: ( schnallt euch an und denkt an früher!) :Wie lange dauert es denn noch? Wann sind wir da? Wann fliegen wir endlich? Der Vater entgegnet, dass es durchaus sein kann, dass wir gar nicht in die Luft gehen und wir eventuell einfach weiter fahren. Den Vergleich zum Auto hat der Vater gefühlsmäßig komisch herüber gebracht: Auto!? Es ist wie in ’nem Auto? Naja, haben wir ja auch. Aber eher wie in ’nem Zug..bis die Tochter sagt: naja, ist ja auch egal, wann fliegen wir denn aber endlich??? Ich befürworte ihre Aussage und empfinde alle ihre Empfindungen als mehr als natürlich- bis ihr Vater von was auch immer zurück kommt und sagt, dass sie jetzt endlich die Plätze tauschen können und zum Rest der Familie wechseln können. Sooo schade! Die Menschen vor uns raffen es auch nicht sofort und so ergibt sich ein Mischmasch an Plätzetauscheleien, nebst der Unwirschheit der in die schockverliebten kleinen Maus meinerseits, die auch tatsächlich „Winke, winke“ macht und dann für immer die Stage verlässt. Vorher, ja vorher ist folgendes passiert: Man, ey!?! Wann fliegen wir denn endlich? Ich antworte, unautoritär zum Vater, hoffentlich bald! Alles andere wäre ja fast wie Auto fahren, wie der Vater ja schon kurz erwähnt hatte und dann wieder prenzlauerbergmäßig revidiert erscheinend, rechthaberisch an den Greta- Vorsätzen schnappend,  seinen Kindern vorweg nimmt. Ey! …ist nicht okay! Ich bin kurz geflashed ob der erzieherischen Tätigkeiten des Elter, I really (!?!) understand your point of view!

I am in peace right now und schlafe ein….bis mich unsere Fensterfreundin weckt, weil sie- untröstlich die Ich- trinke – zu – viel – Blase schüttelt. Ja klar, kein Problem… ja,ich weiß, dass es dir Leid tut, du aber nicht anders kannst und jetzt diesen fuckingen Weg gehen musst. Wir sind jetzt wach, hopefully your Blase gives a shit on that! Bitch!! !Naja, sie hat ja ihre hippen Airpods auf, wie E.,….ich aber höre ihre unfassbaren geräuschkulissigen Getränkeflaschen und nach kramgribbelilligerem Kaugummikrumpelgeräusch und es reicht mir, denn es ist so assozial, denn sie kommt tatsächlich erst nach 15 Minuten zurück und fühlt sich keine Sekunde schlechter als die Tatsache, dass sie uns geweckt hat. Ulrike at her best ..that is for sure! Ich sage nur: „Ey! That’s not okay! – BITCH! Ulrike ist nicht nur so unantastabar, selbst ihre Hände sehen so aus, als hätten sie niemals jemals etwas Härteres umfasst, als das Leben in Form von Verträgen oder so… eine Ulrike halt so.

Wir sind im Landeanflug auf Berlin, Ulrike hat ihren Fensterplatz fest im Griff, furchtbare Frau, diese Ulrike ( wahrscheinlich heißt sie im wirklichen Leben Tatjana oder gar Leonie) , ich will gar nicht wissen, was dahinter steckt. Ich mag sie einfach nicht.

We are going to leave that plane, that’s for sure… how many Ulrikes‘ skip that road…I don’t give a fuck about it! Twice as heart, Baby!!! …45 Minuten right now and we are going to be cool right now after telling us, that it’s going only the frontier way out….mein persönlicher Urlaub ist hier und jetzt vorbei, denn es sind nunmehr 2 1/2 Stunden vergangen, dass ich ein Zuhause- Gefühl bekomme…P1 am BER ist die nahe Lösung, Jippieh! Only hoping to get right to it and driving home- Not for Christmas, but for freedom. Cheers!

Veröffentlicht von stefkasays

Ich wollte schon immer schreiben. Über die kleinen Dinge im Leben, die einen manchmal an den Rand des Wahnsinns treiben können. Über große Dinge, die einfach zum alltäglichen Dasein dazu gehören und die Beachtung finden sollten, um nicht in der Versenkung der Unwichtigkeit zu landen. Dies ist ein persönliches Sammelsurium der Kostbarkeiten, die einen unweigerlich begleiten und die einem tagtäglich vor die Füße fallen.

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