Kfz- Assoziationen

Wenn ich im Auto unterwegs bin spiele ich zum Zeitvertreib gerne ein Spiel: KfZ- Schilder raten. Dieses Spiel hat mein Papa damals ins Leben gerufen, als wir uns alljährlich mit dem Auto nach Slowenien durchgekämpft haben. Ein Riesenspaß war das für uns! Ich werde nie vergessen, dass er (jedes Jahr) zu uns sagte, dass er gar nicht verstehen kann, was all die Bochumer hier machen… natürlich waren es Berliner, was ich als ältere von uns beiden Kindern nach kurzer Zeit immer richtig gestellt habe! Klugscheißerkind. Ich glaube, dass er und Mama letztlich froh waren, keine Bekannten getroffen zu haben und was das mit Bochum zu tun hat bleibt für immer ein Geheimnis.

Aber zurück zum Spiel. Im Laufe der Jahre bin ich natürlich weit über das “ wo kommen die her“- Level hinaus gewachsen , muss aber gestehen, dass ich echt irritiert bin, wenn ich mal nicht sofort weiß, welche Stadt/ Landkreis etc. hinter dem KfZ- Schild lauert. Ich habe mich derweil auf Bedeutungen von Nummernschildkombinationen oder aber Abkürzungen spezialisiert.

Einige Standartvarianten gehören natürlich dazu; diese, wo genau das Gegenteil zu dem steht, was das Auto darstellt (Mini= B- IG) , Fanzugeständnisse ( Hertha B- SC) oder die Liebe zum artenreichen Grillgut bis hin zum eindeutigen Identifizieren der Automarke (B- MW ). Dies funktioniert aber nur für Berliner. Viele wählen als Buchstabenkombi ja auch gerne ihre Initialen mit den dann verbundenen Jahreszahlen ihrer Geburt oder andere wichtige Lebensdaten. Aber das Hauptaugenmerk liegt hier und jetzt auf den willkürlich gewählten Wörtern, die so ein Auto ja auch irgendwo persönlicher machen. Ist ja nicht umsonst für viele mehr als ein Transportmittel; dann kann man das ganze ja auch – neben der teilweise recht aufwendig gepimpten Karosserie- auch namentlich zu etwas Besonderen machen! Was mir mittlerweile immer wichtiger wird, während ich so umherfahrend mein Spiel spiele, ist nach einer Sichtung auch den/ die Fahrer/-in zu begutachten. Meistens sind es übrigens Männer, die hinterm Steuer sitzen, lautet das Kennzeichen B-BQ. Bier in der linken, Grillzange in der rechten Hand; stolz wie Bolle an seinem neuen Webergrill. Hingegen es auch Kennzeichen gibt, die prädestiniert für Frauen sind und auch von solchen gesteuert werden. HE- XE oder MI- AU gehören unter anderem zur häufiger beobachteten Auswahl, die ich mittlerweile aber schon in meinen Ignore- Ordner packe, da es zu regelmäßig vorkommt. Oftmals frage ich mich, ob einige Besitzer überhaupt das damit ausdrücken wollen, was ich darin zu erkennen meine oder ob ich nicht doch schon völlig in meiner eigenen Ratewelt abgetaucht bin!? Ist es für ein junges Mädchen wirklich cool, wenn das Auto suggeriert, dass sie eine Hexe ist? Bin mir noch nicht sicher…

Viele Kennzeichen wiederum geben aber auch genügend Anlass, um seinen kreativen Hirngespinsten freien Lauf zu lassen. Diese zum Beispiel, die Wörter bilden ohne Vokale zu enthalten. Ein Trend, der sich auch auf Facebook bzgl. der Namen immer größerer Beliebtheit erfreut. Krse oder Lng zum Beispiel. Anfänglich liest sich das ja eher so, wie: Häh? Wattn das? Aber man gewöhnt sich auch daran, so wie man auch Texte „normal“ lesen kann, in denen Zahlen willkürlich gegen Buchstaben getauscht werden. In genau diese Rubrik fallen auch Abkürzungen wie B- BQ oder FX, B- NZ. Gewiefte Wahl, wie ich finde. Nur leider nur noch Mainstream.

Auch schön und fast schon schade, dass es in Deutschland nach dem Städtekürzel Bedingung ist, dass ein weiterer Buchstabe folgt, so dass Kennzeichen wie SAW….ich muss unweigerlich an die immerhin 3 oder 4 Folgen denken, die ich mir den freakigen Jiggsaw angetan habe und bin dann aber doch recht schnell davon abgekommen die Leute hinterm Steuer zu obduzieren, als würde ich erkennen können , dass ein normaler Mensch mittleren Alters nicht doch evtl. ein krankhafter Psychopath ist. OCH- SE, PI- PI, BIT- TE oder auch HAL- LO, WIT- WE und SEN- SE langweilen mich mittlerweile zu Tode.!

Ich bin für die Freigabe von persönlichen Kennzeichen, so wie in den USA. Meins würde wahrscheinlich LMAA heißen….

EMS-E zum Beispiel löst bei mir automatisch emsebremse aus. Ehrlich gesagt habe ich keinen Schimmi, wo das her kommt aber es ist unweigerlich

Die totale Entspannung

Seit letztem November erfahre und lerne ich wie man sich entspannt, gezielt und kontrolliert. Im Zuge des Burnouts bin ich an eine Neurofeedback- Therapeutin verwiesen worden, eine Thematik, mit der ich mich im Leben noch nicht beschäftigt habe und auch die Recherche der empfohlenen Praxis hat anfangs nicht zur erhofften Aufklärung bei getragen. Umso verblüffter war ich bei meinem ersten Kennenlernen: die erste Frage, ob ich denn überhaupt wisse, um was es sich hierbei handelt (wahrscheinlich eine rhetorische Frage, die ihr bestimmt jedes Mal eine Heidenfreude bereitet ) und die ich natürlich verneinen musste, war aber nur Anregung an mich, ihr mitzuteilen, was ich mir hiervon verspreche. Ein wenig muss ich ausholen. Denn nach unserer WhatsApp Terminierung des o. a. Erstgesprächs schlug sie mir den Mittwoch vor, da der Klient, der diesen Termin ansonsten hatte, gerade in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Aber nicht ihretwegen betonte sie im Nachsatz. Ich fand das puppenlustig und irgendwie auch vertrauenswürdig. Deswegen war meine Antwort auf ihre „sag mal, was sie sich vorstellen“ – Frage folgende: Eigentlich so eine Art Anger Management, wie beim Film “ Die Wutprobe“ . Ein Erlernen also , mit akuten Stresssituationen im Alltag um zu gehen. Freudiges Grinsen im Gesicht der Therapeutin. Ich denke: cool! Warum auch immer meine Orthopädin genau dies alles anhand meiner Rückenschmerzen in mir gelesen hatte, war ich wirklich happy hier und jetzt bei dieser Frau zu sitzen und für alles, was später in meinem Leben noch kommen sollte eine Lösung parat zu haben. Nach ein paar Fragen über meine Person inkl. Privat-, Familien- und Berufsleben war dann der Moment gekommen, wo es zur Praxis über ging. Ich bekomme eine Kabellage auf den Kopf gesetzt und irgendwas wird mit Ohrläppchen, Stirn und der Mitte des Kopfes verbunden. Mir schiesst sofort ein Bild in den Kopf und so frage ich auch, ob ich jetzt noch was in die Augen bekomme, um diese nicht schließen zu können, wie bei Clockwork Orange, denn ich bin natürlich ein bisschen nervös und fühle mich gerade seltsam. Sie grinst und auch das finde ich schon wieder cool. Aber alles easy. Mein Auftrag lautet wie folgt: meine Hirnströme werden gemessen und anhand dieser Daten wird in der ersten Sitzung dann mein Ziel definiert. Ich erfahre, dass ich ziemlich normal bin, was mich tatsächlich freut, obwohl ich auch eigentlich nichts anderes erwartet habe. Allerdings bin ich offenbar nicht in der Lage zu entspannen. Aha. Hmm, aber gut. Dafür bin ich ja auch hier. Ich bin gespannt auf das, was kommt. Wir rauchen noch eine Zigarette zum Abschied (sie raucht genau wie ich wirklich gerne) und wir vereinbaren, dass ich ab der nächsten Woche durch starte.

Es ist der besagte Mittwoch und ich bin echt gespannt, was so passieren wird. Elektrokabellage wieder aufgeschnallt und los geht’s. Durch Entspannung soll ich eine Bildanimation am Laufen halten, das Lied, welches dabei läuft, darf auch nicht stoppen. Ambitioniertes Unterfangen! Klappt allerdings doch recht gut, denke ich und bin persönlich mit meiner abgelieferten Leistung zufrieden. Ich bekomme tatsächlich Bestätigung, dass ich das für’s erste Mal gar nicht schlecht gemacht habe.

Und so fahre ich gut gelaunt wieder nach Hause und fiebere dem Termin nächste Woche wahrlich schon entgegen. Ist es doch auch die erste wirkliche aktive Beschäftigung seit über 2 Monaten!

Woche um Woche vergeht und ich bekomme das Musikstück zugeschickt, um auch privat bis zu 3x täglich bewusst zu entspannen. Das klappt auch ganz gut, bin ich doch aktuell eh in einer Bewusstwerdens- Phase und so vergeht dann trotz Wiedereingliederungsmonat das verbleibende Jahr recht schnell.

Wir dutzen und mittlerweile und sind in vielen Belangen einer Meinung, obwohl unsere beider Leben nicht unterschiedlicher sein könnten!

Zeitsprung auf Mitte Februar. Ich bin seit Anfang des Jahres wieder normal am Arbeiten und muss mich partiell schon zwingen mein Ziel von 2-3x täglich überhaupt durch zu führen.

Ich bin auf dem Heimweg, war Einkaufen und fahre die nur für ein Auto gedachte Jägerstraße Richtung Feierabend, als eine ältere Dame beschließt, ihren Kleinstwagen durch Abbiegen, in die sehr enge Stelle zu bugsieren. Die, wo auf der rechten Seite Motorräder parken und ich urplötzlich nur noch an Schadensbegrenzung arbeite.

Als wir, ich mittlerweile echt am Randes des Nervenzusammenbruchs durch Manövrieren meines Wagens durch die Herausforderung des gegebenen Umstands, auf Augenhöhe sind, lässt sie ihr Fenster runter und ruft : Na, das Auto ist vielleicht doch ne Nummer zu groß für sie!

Kurze Pause. Ich muss mich sammeln, spritze mich innerlich akut runter und reagiere unglaublich vernünftig, indem ich einfach einen letzten Schlenker riskiere und mich aus der Hölle befreie.

Eine Straßenecke weiter krame ich mein Handy heraus, schließe meine Augen und höre diesen wunderbaren Song in voller Lautstärke und freue mich, dass er seine Wirkung tut!

An der totalen Entspannung muss ich noch arbeiten, aber ich bin auf einem verdammt guten Weg!

Gefangen im Punktewahn

Bis vor 1 1/2 Jahren war ich völlig vogelfrei was diese ganzen Bonuskarten, die es ja für nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens zu Hauf gibt, betrifft. Und mir hat auch eigentlich nichts gefehlt. Ein Kollege, der offenbar Meister der Rabatte und Bonussysteme zu sein scheint, fragte mich dann nebenbei mal, ob ich denn auch über unsere Firma eine Payback- Karte angefordert hätte. Super Sache sei das! Schließlich könne man ja alleine durch unsere Aral- Tankkarte den einen oder anderen Artikel seiner Wahl durch diese Punkte in ausgewählten Shops online erwerben. Nein, noch nicht drüber nachgedacht! Meine Abneigung gegenüber Werbetreibenden, die einen durch solche Karte am Schlawittchen haben, ist relativ groß; man hat ja schon genug Spam in seinem Leben. Ich befrage aber trotzdem den Familien- und Kollegenkreis und siehe da: irgendwie besitzt nahezu jeder solch eine Payback- Karte! Kann ja dann eigentlich nicht so schlimm sein denke ich. Na gut, Firma angerufen, mein ok abgeholt und das Ding dann beantragt. Ist übrigens keine Firmenkarte, sondern man hat nur einen Link für die Aral- Payback erhalten. Keine Ahnung, jetzt, wo ich darüber nachdenke, entzieht sich mir der Sinn, warum ich das über die Firma und nicht einfach privat gemacht habe. Seltsam.

Wie auch immer, los ging es mit dem fleißigen Punktesammeln! Anfangs tatsächlich nur über’s Tanken, kam auch ziemlich schnell was auf’s Punktekonto, tanke ja 2x die Woche durch mein vieles Gefahre! Fakt ist, dass man schwuppdiwupp natürlich auch die anderen Anbieter oder besser Partner dieses Geld- zurück- Systems scoutet und- klar!- diverse Shops auffindet, in denen man gelegentlich oder regelmäßig sein Geld los wird. Lustigerweise hatte ich bei DM eine Situation, wo mich eine Kassiererin etwas verdutzt ansieht und mich fragt, ob ich wirklich nur dieses eine Teil kaufen möchte, da ich doch aktuell einen 20- fach- Gutschein in Aktion habe! Ich bin echt kurzzeitig irritiert, da ich nicht nachvollziehen kann, dass jemand bewusst shoppen geht, nur um mehr Punkte zu ergattern. Ich benicke die banale Transaktion und verlasse das Geschäft. Im Auto angekommen durchsuche ich trotzdem (neugierig bin ich ja doch) die Seite und entdecke den Coupon- Button- Wahnsinn! Ohne Sinn und Verstand aktiviere ich wild alles, was der Finger bis zum nächsten Telefonat hergibt. Da das Punktekonto stetig steigt, bekommt nun sogar der Gatte eine Partnerkarte. Hab mir nämlich eine Prämie für 12500 Punkte heraus gesucht; gemeinsam sammelt es sich einfach schneller. Katsching, katsching! Da meine befürchtete Werbebelästigung ausbleibt, wird nun volles Rohr gepunktet. Einmal habe ich – aus Testgründen- mit dem Punktekonto bezahlt: absolutes Unverständnis meines Mannes war die Folge! Ein großer Abstrich unseres gemeinsamen Plans….es tat mir Leid.

Mittlerweile habe ich in meinem Portemonnaie mehr Sonderpunktebelege von Aral als Bargeld und muss diese schon akribisch nach Datum sortieren, denn diese verfallen nach 14 Tagen. Aber auf dem Weg zur Super- Umsonst- Prämie ist einem auch diese kleine Zeitrauberei nicht zu viel. Oh mein Gott! Ich komme mir schon vor wie die Extrem- Couponer in USA, die ihre Coupons in Sammelalben sortiert aufbewahren, um irgendeinen Rieseneinkauf durch gesammelte Rabatte und Rabatte auf besagte Rabatte letztendlich umsonst zu bekommen….obwohl ich davon noch Lichtjahre entfernt bin. Naja, vielleicht ein bisschen übertrieben der Vergleich.

Neulich allerdings, beim Rewe meines Vertrauens, der, wo eine Sushi- Theke leckerste japanische Kreationen frisch daher zaubert, besorge ich für ein paar Kunden Sushi- to Go für unser Baustellenmeeting und weiß, dass ich damit meine 7000 Punktemarke knacke. Ich zeige demonstrativ mein Handy mit der App beim Bezahlen und die Kassiererin sagt: es gibt aber keine Punkte für Sushi!!! Auch nicht mit dem 10- fach- Coupon für Fischware? Nein, Sushi zählt nicht bei Payback.

WTF?

Frustriert verlasse ich den Supermarkt und denke: was hat dich bloß so ruiniert?

Die Macht der Socke

An Tagen wie diesen, an dem wichtige Termine anstehen, es beruflich auf eine „Hopp oder Topp“- Situation hinaus läuft, trage ich gerne meine Glücks avocado- Socken. Seit wir 2017 in Kalifornien waren ist diese Frucht bei uns irgendwie zu einem Symbol des Glücks, des Wohlfühlens und in meinem Fall sogar als Talisman in Form eines Kleidungsstücks geworden. Und so krame ich meine gute Bluse, die, wo das Firmenlogo im Kragen eingestickt ist und die einfach seriöser daher kommt, raus und wähle zum Schluss gezielt meine Avocadosocken. Sicher ist sicher! Sieht ja keiner, ist ja ’ne Hose drüber.

Man trifft sich am ausgemachten Ort, um gemeinschaftlich- natürlich nur mit einem Auto- zum vereinbarten Termin zu fahren. Ein bisschen nervös sind wir beide, der Außendienstler und ich auch, aber wir sind auch genauso überzeugt davon, dass wir das Ruder auf unsere Seite herum reißen können. Schließlich hätten wir das ganze ja sonst nicht von langer Hand geplant!

Auf der Baustelle angekommen warten schon Bauleiter, Auftraggeber und Vorarbeiter auf uns und ich denke noch: Oha! Die fahren ja richtiges Geschütz auf! Die richtigen Worte zur Begrüßung werden irgendwie auch nicht gefunden : „Eine Frau haben wir von der Industrie ja jetzt nicht erwartet!“ Aber davon lasse ich mich schon lange nicht mehr aus der Bahn werfen! Trotzdem fühlt man sich immer ein wenig aufgefordert, jetzt mehr leisten zu müssen, besser zu sein oder einfach nur überzeugender zu sein als meine männlichen Kollegen. Kann ich, denke ich. Und eigentlich muss ja auch nur unser Produkt die Herren komplett aus ihren Schuhen hauen!

Auf geht’s, hier wird keine Zeit verloren. Nicht, dass wir heute zu zweit auch schon ein echt straffes Programm haben, aber wir sind ja auch nicht so wichtig, als das dies eine Bedeutung hätte. Gesagt, getan. Farbe wird ausprobiert und nebenbei bekomme ich schon Sprüche mit, die so typisch sind, wenn man ferner der Praxis nicht sein kann oder aber offenbar überredet würde, doch Mal etwas Neues auszuprobieren. Nach ’ner 1/4 Stunde, die sich gefühlt extra in die Länge zieht und vieler Fürs und Widers, ist er dann da, der Moment, der zumindest für mich heute der wichtigste scheint: der Vorarbeiter, der gar meisterlich das Material an die Wand gezaubert hat, befindet unser Produkt für überaus super- in allen dafür in Frage kommenden Kriterien! Jippieh! Quieke ich in mich hinein! Shakka, geschafft!

Ratzfatz werden dann auch gleich Nägel mit Köpfen gemacht und man setzt sich für alles Weitere in einen, mit ausreichend Abstand gewährleistenen, Besprechungsraum.

Beim Übernanderschlagen der Beine lugt rechts unter meiner Hose frech eine kleine Avocado heraus, fast so, als wolle sie mir sagen: Siehste! Hab ich dir doch gesagt!

Alles muss raus

Irgendwie treibt mich neuerdings eine unsichtbare Macht an, die mir vehement zu raunt, ich soll doch endlich mal den ganzen alten Krempel entmisten. Der, den man sich unmerklich über all die Jahre angeschafft, gesammelt und gehortet hat aber niemals bereit dazu ist und war, sich von ihm zu trennen; teils auch aus nostalgischen Gründen ( wobei dieses Argument definitiv auf Platz 1 der Ausreden tront) und pertout nicht weg gegeben werden kann. Passend zum Frühling und dem damit verbundenen und alsbald auch unausweichlichen Frühjahrsputz, bietet es sich ja eigentlich auch an, dieser inneren Stimme nun endlich mal Gehör zu verschaffen! Da man ja aus vielen vorherigen Eigenversuchen weiß, auf was man sich einlässt, plant die kluge Frau gleich mal das Wochenende ein. Aber gleich die erste „Baustelle“ entpuppt sich als fieser Zeitdieb…wissentlich, dass im Wohnzimmerschrank viele Schachteln mit allerlei Krimskrams lagern, entscheide ich mich trotzdem für diesen. Und ZACK ist die Zeitreise eingeleitet! Ein Fundus aus alten Fotos, Mitbringseln der ersten Reisen, Konzerttickets, sowie viele alte, damals einem Tagebuch gleichkommenden, Jahreskalender von “ Basta“ , stellen das große Vorhaben gleich auf die Probe.

Ich weiß nicht, ob ihr sowas auch habt, aber es gibt neben tatsächlich gut gefüllten Fotoalben (die mit den bescheuerten Sprüchen neben einigen der Bilder) diese EINE Kiste, wo ein halbes Leben in Form von einzelnen Fotos und aufgehobenen Schnipseln im Karton lauert , um alle Jahre wieder entdeckt zu werden und sich daran erfreut, dich wieder mit in die guten alten Zeiten zu entführen!

Das schafft sie auch dieses Mal wieder hervorragend und so schwelge ich in in Erinnerungen an längst vergangene Zeiten.

Irgendwie ist der Grundgedanke vom Aufräumen trotz allem noch da und so sortiere ich 2 Stunden später zumindest schonmal die Konzerttickets penibel nach Datum und stelle fest, dass ich die ein oder andere Band in meinem Leben schon erleben durfte. Seufz….was würde ich nicht alles für ein schönes fettes Konzert geben!!! Erstmal Musik an, sortiert sich gleich viel besser!

5 Stunden später und einem stattlichen Haufen an für Müll befundenen Zeugs, bin ich tatsächlich mit dem Schrank durch, WOW! Und es ist erst früher Nachmittag! Ich bekomme richtig Lust auf Mehr; mehr weg zu schmeißen oder es aber weg zu geben. Fühlt sich gut an, den “ ich muss das für immer aufheben- Schweinehund“ zu überlisten und den Versuch zu starten, sich auf das Nötigste zu beschränken!

Fotokisten und einige andere Schnipsel sind davon natürlich ausgeschlossen!Denn von allem kann man sich dann doch nicht trennen!

Fit in die 50!

Du bist, was du isst!

Seit Anfang des Jahres esse ich kaum noch Fleisch. Eigentlich ging es schon vor dem „von Fleisch weg- Ding“ los, als ich durch einen ( immer noch der Tip des letzten Jahres!!!) freundschaftlichen Rat meinen Kaffee nur noch mit Hafermilch – Barista- Qualität- getrunken habe. Und in der Tat, schmeckt mir „normale Kuhmilch“ nicht mehr annähernd wie zuvor!

Wow! No cow!

Hinzu kommt im alljährlichen “ alkoholfreien Sportjanuar“, den ich Jahr für Jahr konsequent durchziehe und höchst motiviert auch offen für alles mögliche andere bin, dieses Jahr auch mal einen Schritt weiter gegangen bin, indem ich auf Fleisch bewusst verzichte. Das läuft bis dato auch ganz gut. Getoppt durch den Gedanken, fit in den diesjährigen 50. Geburtstag zu schlittern; hopefully in real life with real people and a really punky Party, habe ich auch in den ersten drei Wochen den ultimativen Ärztemarathon absolviert! Herz/ Kreislauf, Lunge, grosses Blutbild, sogar Augenarzt, HNO und Dermatologe. Alles, zu meiner persönlichen Freude, mit einem „grünen“ Haken hinter den Ergebnissen! Shakka!!!

So what?!

Also voll reingejumpt in die Ernährungsumstellung…und weiter gemacht. 15 Minuten auf’m Bike morgens, ’n bischen Bauch/Beine/Po ( wobei mir da von meiner Cousine ein Geheimtip verraten wurde und es hieß: hälste hier die vorgegebene Zeit durch, biste Queen of Ass….hab natürlich keinen Einzug in die Walk of Fame bzgl. Ass gehalten….sondern beschlossen, dass ne 20(?) Jahre jüngere Schwester nicht mein Leben ruinieren wird/ darf und kann….Pamela Reif heisst die Gute, falls jemand Lust auf eine Herausforderung verspürt ! 🤪)

Ich bin mittlerweile drüber hinweg… über diesen jugendfanatischen Zirkus, wobei die Specialeinlagen selbst mich nicht kalt lassen.

Es reicht dann doch das altersgerechte Rumgehopse…aber das jeden (!) Tag für 20-25 Minuten. 💪💪 Mehr ist halt einfach nicht drin.

Auf jeden Fall befinde ich mich seit kurzer Zeit in einer WhatsApp- Gruppe namens Vegan- Guru- Group. Bin derzeit noch passiv, also ohne eigene Artikel.. lesen tue ich schon, was da geschrieben wird. Eigentlich bin ich da nicht richtig, da ich a: nicht vegan bin (probiere mich ja seit kürzester Zeit erst mit vegetarian) und b: mir diesbezüglich die radikale Einstellung zu der Lebensweise fehlt.Die Frage, wie ich mein Tofu zubereite kann ich nur mit “ ich kaufe geräuchertes Tofu im Asia- Laden“ beantworten.

Ich bin derzeit aber ganz groß im Wurstersatzsorten- Suchen und da liegt die Marke Rügenwalder ganz hoch im Kurs mit ihrer vegetarischen Salami bunter Pfeffer- Mix! Weltklasse!

Damals in der 10. Klasse hatte ich im Freundeskreis jemanden, da wusstest du nicht, ob du Ente isst oder Tofu….ein Meister der Gewürze seinerzeit!

Selbst mein Mann hat jahrelang vegan gelebt, bis hin zum Fanatismus, sich die Sojamilch selbst zu machen….OMG, dass nenn ich mal ambitioniert!

Er hatte damals aber auch Schlangen und Spinnen, wobei zweiteres viel schlimmer geartet war…Phobie und so…aber selbst ersteres ging gar nicht, denn ich, als passionierte Meerschweinchenflüsterin, hätte im Leben nicht mit einem Mann zusammen sein können, der das verfüttert, was ich liebe!

Glücklicherweise haben wir uns erst Jahre später getroffen!

Love you Baby!!!

Aber zurück zur Ernährungsumstellung: mein Arzt hat mir gesagt, dass ich 2x die Woche rotes Fleisch (am Stück) essen soll….also keinen Burger oder kurz gebratenes, Steak also. Keine Ahnung, warum ich dies tun soll aber er riet mir dazu.

Linientreue ist trotzdem oberste Prio- aber auf eins kann ich und will ich nicht verzichten….. Garnelen und Krabben.. isso! Vielleicht ist es die Flauschigkeit, die hier nicht gegeben ist oder die Tatsache, dass Meeres-tiere/ -früchte von Hause aus selten Namen haben oder Haustiercharakter aufweisen….ich weiß es wirklich nicht. Was ich weiß ist, dass hängt der Weltfrieden und der Erdenerhalt daran, so gebe ich auch das auf!

„Planet earth is blue and there’s nothing I can do…“

RIP David Bowie

Aggro Berlin

Hab gehört, dass es mal ’ne Gruppe oder ’n Rappa gegeben hat/ gibt und wahrscheinlich auch noch geben wird…zumindest ’n Weilchen…der so oder so ähnlich heißt.

Fakt ist, dass der Name auf jeden Fall Programm ist, realistisch und zum Greifen nah, was das aktuelle (naja, schon ’n bischen länger, um ehrlich zu sein) Verkehrsgebahren der Hauptstädter und Pendler betrifft. Ich fahre ja nun bekanntlich aus beruflichen Gründen doch recht viel mit dem Auto durch die Gegend und stelle fest, dass mein Gebiet von Rostock bis Zwickau nicht kleiner sein dürfte, muss ich mich dadurch nicht jeden Tag durch den Irrsinn des berliner Strassenverkehrs quälen.

Gepriesen ist der Winter, wo durch die Kälte bedingt, dann doch die Fenster größtenteils geschlossen bleiben. Kaum auszuhalten, dass bald wieder Temperaturen Einzug halten, die zwangsläufig dazu führen, dass jeder Strassennachbar mitbekommt, was ich so an verbalem Shitstorm aka Aggro Berlin, von mir gebe!

Hab auch ernsthaft vermehrt darüber nachgedacht mir ne GoPro ins Auto zu schnallen und ’nen YouTube- Channel zu starten….

Kann ja schließlich auch der Rest der Welt daran teil haben, wenn eine von Hause aus geerdete Außendienstlerin mal kurz auf Taxi Driver macht. Sowas bekommt man ja sonst nur gegen 12:45 auf irgendwelchen „Privaten“ zu sehen, obwohl auch hier die Qualität seit der Meiser- Ära stark gelitten hat.

Die wirkliche Assi- Kultur ist ja leider nicht mehr live zu verfolgen. Umso schöner, dass es auf den Straßen noch rauh her geht! Jippieh! Wo wäre ich, wenn ich nicht lauthals den senilen, strikt 30-40 km/h Vorfahrern/ ewigen Mittelspurhaltern oder pseudo- Colt Seaversen auf der Überholspur ein in den USA (@#@#?*#@€&! ) verbotene Fluch-, Fäkal- und „Kraftwörter“ entgegen schmettern würde/ könnte/ mache…??? Nicht auszuhalten, der Gedanke, dass sowas mit nach Hause getragen wird….

Aber was tun?

In Gedanken spiele ich einige Varianten durch. Klar. Wie jeder, oder?

Nur 2 bildliche Beispiele, die jeder von euch kennen wird:

Stau auf der A100…. am besten unter der Brücke am ICC….davor schon gefühlte 2 Stunden bei Tempo 25 auf der Stadtautobahn verbracht….Falling Down…ich gebe zu, dass unter der Brücke schon ein optimistischer Fleck im Szenario darstellt, aber der Gedanke, einfach auszusteigen und los zu gehen und evtl. jemanden den Schirm (das brutalste, was ich im Auto habe) auf die Motorhaube zu kloppen…hach…. herrlich!

Ähnliches passiert ( nee,nee….andersrum!) in Spandau. Man fliegt bei “ grün“ über die grosse Kreuzung an den Arcaden und ist echt happy, dass man “ durchrutscht“. Ich fahre so ca. 50. Im Freudentaumel dreht ein LKW an der nächsten Wendestelle (kein Fußgängerübergang) und hinter diesem rennt ein Passant über die Straße. Ich, reaktionsschnell wie ein Wiesel, bremse und lenke automatisch nach links (er rannte von links nach rechts). Er stoppt und will nach links zurück. Ich derweil Vollbremsung und nach rechts. Passiert ist folgendes: er schleudert mir die Sporttasche auf die Motorhaube und ich…komplett geplättet von der kompletten Situation,wirklich froh, dass ich ihn rechtzeitig gesehen habe, da hinter LKW usw. und meines Erachtens gut reagiert habe…bin fassungslos und ertappe mich das erste Mal seit 20 Jahren dabei, dass ich extra das Beifahrerfenster runter lasse und ihm in einer unenspannten Art und Weise zu verstehen geben, dass er, wenn er mein Auto nochmals anfässt , ich @#@###@#€?!€#€€€?!!@## mit ihm mache.

Dies ist übrigens kein Bild, was jeder kennen sollte…selbst jetzt wo ich darüber schreibe bekomme ich schon wieder Schnappatmung…bin so unfassbar happy, dass ich a: ihn nicht an-/umgefahren habe und b: ihm im Anschluss nichts getan habe

Im Eifer des Gefechts hab ich doch glatt den vorhin erwähnten 2. Beitrag vergessen….was nicht stimmt…aber es soll hier und jetzt dann gut sein…ich hasse es, wenn ich in Berlin unterwegs bin….

„Eines Tages wird ein schwerer Regen kommen und den ganzen Dreck von den Straßen spülen. Die Spinner, die Freaks, die Gangster, die einem einfachen ehrlichen Mann das Leben zur Hölle machen. Aber mich kriegt ihr nicht klein. Mich nicht.“ ( Bild 2)

Aggro Berlin

Rollmops Dubidu

Es geht mittlerweile seit…boah… gefühlt unendlicher Zeit ( in Kindheitszeit gerechnet auf jeden Fall 1000 mal länger als die Zeit, die jedes Jahr zwischen Ostern und Weihnachten liegt!) , dass ich zuhause, in regelmäßigen Abständen in mich rein oder sogar laut raus, folgende Wörter inbrünstig aus mich ( in mich) heraus singe: Rollmops dubidu, dubidubi! Rollmops dubidu, dubidubi! ROLLMOPS!!!

Mein Mann kennt leider weder die Herkunft des Liedes, weder die dazu gehörige Serie, die damals im übersichtlichen, 3 Programme umfassenden TV lief. Es muss um die Zeit gelaufen sein, als es die “ Rote Zora“ gab…leider fällt mir auch nach Google- Gesuche und anderer im Internet verfügbaren Mittel und Wege der wahre Titel der damals recht coolen Serie nicht mehr ein. Hingegen Eingaben wie „Faulsein ist wunderbar“ zum erfolgreichen Abschluss führten…Pipi halt…

Dies ist also parallel auch ein Aufruf an alle, die irgendwie tief in ihrem Inneren auch das Gefühl haben, dass irgendwas „dubidu“ ist oder sogar wissen, wovon ich rede!

Bei uns Zuhause gibt es nämlich aufgrund dessen schon diverse Momente, in denen alles mögliche „dubidu… dubidubi“ ist! Das ist auch super lustig, toll und unfassbar witzig, allerdings bin ich bis dato , trotz all der Kreativität und Spaßigkeit, irgendwie unbefriedigt, weil ich pertout nicht weiß, woher ich diese lustige Wortgewalt letztendlich habe.

Final bleibt nur zu sagen, dass alles- wirklich alles- viel schöner ist, wenn es „dubidubi“ ist oder annähernd in die Richtung geht, Hauptsache ist, dass es ein Grinsen ins Gesicht zaubert!

…ich möchte trotzdem fast eine Belohnung aussprechen für den, der weiß, woher das ursprünglich kommt, das Dubidubi!

Menopause?!

Alles ist eigentlich wie immer, nur dass plötzlich die nächtliche Unruhe von einmaligem Wachwerden, weil Pipi druck, auf 2-3 Mal mehr erweitert wird und das ohne, dass irgendwas wildes im Kopf umher irrt oder der Mond gerade am vollsten scheint. Dies alleine…und ich sage das nicht nur so, sondern meine es auch, wäre ja schon schlimm genug; denn jeder liebt es ausgeruht in einen nächsten, wie auch immer ausgehenden, neuen Tag zu starten, oder?

Aber nebst der unausgeschlafenen Muffeligkeit kommt plötzlich folgendes Phänomen dazu, anfangs unmerklich, gerne auch dem unausgeschlafenen Zustand zu zuordnen: das „man, ganz schön warm hier“, oder?

Gedankenverloren an längst vergangene Zeiten, wo einem plötzlich auf Arbeit, gegen späten Vormittag herum, unfassbar heiss war- weil man allerdings auch erst morgens um 7 Uhr aus dem Club in der Friedrichstraße kam, den es einen Monat später auch irgendwie nicht mehr gab, und der alltägliche Grind, verbunden mit einem Hauch aus schlechtem Gewissen und der trotz allem immer überwiegenden Selbstverliebtheit und daraus resultierenden Selbstüberschätzung, einen mehr schlecht als recht auf Arbeit erschienen ließ, in spontane Hitzewallungen verfallen ließ.

Nichts dergleichen ist aber jetzt, 25 Jahre später, der Fall. …mir kommt fast ein “ leider nicht“ in den Kopf, wobei dies auch ziemlich schnell wieder zerschlagen wird von der Realität, die so warm (heiß!!!) ist, dass ich selbst mit größter Fantasie nicht im Ansatz eine Erklärung dafür finde, warum ich mich gerade bis auf den Schlüpper ausziehen könnte, während sich mein Gegenüber zeitgleich sprichwörtlich auf die Heizung setzt.

Peinlichkeiten in Form von „Lüften wäre jetzt ganz schön“ bis hin zu „23 Grad sind aber auch nicht wirklich gesundheitsfördernd“ machen diese plötzlich komplett neu auftretende unfassbar unerträgliche Empfindung auch nicht besser.

Was tun?

In meinem Fall kannte ich glücklicherweise mein Gegenüber- was die Sache in dem Moment tatsächlich auch nicht wirklich abgerundet hat. Denn das Unbehagen überwiegt und irgendwie ist es scheißegal, ob derjenige in dem Moment denkt „naja, Stefka ist ja auch sonst nicht so wie andere“ oder du den “ Lockerbonus“ in die Runde wirfst. Denn man fühlt sich überwältigt, out of control…. und nichts ist schlimmer, als ungewollt einer körperlichen Verfassung ausgesetzt zu sein, die quasi- und auch in echt- aus heiterem Himmel auf einen eindrischt.

Anfang der 80er war es noch komplett witzig, wenn jemand rausgehauen hat, dass er als Streichholz zum Fasching geht….nackt und deswegen mit knallroten Kopf…

Wochen des Haderns und Leidens (manchmal dauert’s eben ein bisschen länger! …Gott sei Dank hatte ich ein Snickers zur Hand!) haben mich letztendlich zum Doc meines Vertrauens gebracht, der, zu dem man sonst immer nur wegen des biologischen Auftrags hingeht.

Die Antwort (I like to kiki, I like kikik) war das, was ich (später dazu) ungerne höre: Remifemin- pflanzliche Wirkstoffe zentriert in ein Dragee, welches nach schon 40 Tagen Abhilfe schafft- oder nicht….

Maybe it’s a Kopfthing, maybe not. Schlaflos in Spandau und auch Summerfeeling at it’s best in winter waren trotz des kräuterhexigen Rezepts nicht beeindruckt. Schade.

Frisch geduscht- immer nett, nur nicht 2x nachts und auch während des Tages einfach so: No!

Also her damit, du schulmedizinisches Wunder…her damit, auch wenn es Hormone sind! Lass es einfach aufhören, BITTE!

Vergessen all die super Weiber bei Sex in the City, die ohne alles ( ausser Samantha) durch’s Leben gehen als würde der Körper makellos durch die Jahrzehnte schweben…Fuck you! Nichts mit Schweben! Nichts ist wie immer!

Hormoneverschreibend sagt mein Doc nur am Rande: ihre jungfräulichen Eierstöcke haben dann jetzt wohl ausgesorgt!

Und ich sage JA! Lass mich bitte einfach wieder normal sein, ohne dreissigminütig das 80er- Jahre Kostüm zu sein…ohne howling at the moon- Wachheit ohne Vollmond…mach einfach, dass es aufhört!!!

Check!

Life is much better with the pill….

Warum “ Like mich am Arsch“ ?

Ich wollte schon immer schreiben. Früher waren es politisch ambitionierte Songtexte mit dem ersten Freund, wobei wir eigentlich nur genauso berühmt werden wollten wie unsere damaligen Vorbilder. Dementsprechend waren die Texte oft etwas rüde und irgendwie aggressiv. Dann habe ich einige Skizzen nach übelst durchzechten Nächten verfasst, vom Inhalt eher emotionaler Natur. Letztes Jahr habe ich dann doch angefangen, mein schon lange geplantes Buch zu schreiben, immerhin fast 200 Seiten handgeschriebenes Brainstorming, ein sogar schon in Kapitel untergliedertes Sammelsurium. Also gar nicht so schlecht!

Jetzt allerdings ist der Moment gekommen, in dem ich diesen Blog ins Leben gerufen habe, um mich quasi „warm“ zu schreiben. Die Leute mit kleinen Alltagsgeschichten, mitten aus dem Leben gegriffen, zu bespaßen und meine Sicht auf den normalen Wahnsinn, der einem permanent widerfährt, zu schildern. Vollkommen quer Beet, wie es gerade eben passiert!

Ich würde mich freuen, wenn ich dem einen oder anderen ein Lächeln oder zumindest ein Grinsen ins Gesicht zaubern könnte, sollte doch fast jeder die ein oder andere Situation selber mal erlebt haben.

Mehr ist es dann aber auch nicht, weniger allerdings auch nicht!

Viel Spaß!