Just another day in paradise…

Während ich die kommenden zwei Wochen plane, weil die meiste Zeit außerhäusig unterwegs, verfalle ich kurzzeitig in Aktionspanik, ob des Wissens und der immer eigenen Organisationsübersicht, was und wie ich die diversen Tage so verbringe.
Eventuell hat es der ein oder andere schon zur Kenntnis genommen, dass mein Start in die Mega- Event- Woche leicht verhindert statt gefunden hat: Tsja, dann überlest ihr jetzt den folgenden Hass- Tirade- Salm meiner Seite.
Allen anderen sei gesagt, dass der letzte Mittwoch wahrlich in die Anti- Auto- Hall of Fame eingehen wird, denn folgendes hat sich zugetragen: 07:00 in der Früh bin ich startklar zum Aufbruch in die alte Bundeshauptstadt, einen Termin vorher noch in Potsdam, liegt ja auf dem Weg- easy also. Wissentlich, dass man erst ab 15 Uhr in Hotels einchecken kann, plane ich einfach ein bisschen mehr Zeit ein, um entspannt ans Ziel zu gelangen. Fein, so weit. In Potsdam läuft alles mehr als planmäßig und ich schwinge mich entspannt ins Auto, bereit, die nächsten fast 600 km zu reiten…yeahahhh! Allet läuft nach Plan und ich telefoniere noch mit meinem Kollegen, der ’ne Stunde nach mir los gefahren ist, weil wir uns gegenseitig auf dem Laufenden halten bezüglich Verkehr und so…bis ich- und ich habe noch scherzhaft erwähnt, dass das Abbiegen am ADAC- Heli auf die A3 immer bedenklich ist, wir uns zudem im Berufsverkehr befinden, mir Sorge bereitet und schwupp…befinde ich mich nicht nur im kölner Einzugsgebietberufsverkehr, sondern in ’ner fetten Vollsperrung. Naja, ist halt so- bin ja rechtzeitig los gefahren! Nach einer guten halben Stunde rufe ich nicht nur Heiko an, sondern browse durch FB, um mir die Zeit zu vertreiben. Stoße auch gleich auf ein Foto von ’nem Kumpel, der wohl auch fest hängt und denke noch so: arme Sau! Geht mir bestimmt nicht so….am Arsch! 3 1/2 Stunden später bewegt sich das erste Auto vor mir und ich bin innerlich schon am Platzen, denn ich bin leider nicht so cool, als dass ich als Frau hinter die Leitplanke pinkel, also ist meine Anspannung recht hoch und teilweise sogar verkrampft; bin ja erst seit knappen 7 Stunden unterwegs. (Verzweiflungsemoji) Kurz vor mir, keine 2 km ist der Unfall passiert, ich erlebe ein echtes Aufkommen von Rettungsaktionen wie 20 Notarztwagen, diverser Feuerwehrzüge, sowie Helieinsätze. Krass! Mein Navi hat eigentlich Real- Time- Modus….muss also knapp vor Eintreffen passiert sein, denn mein anderer Kollege, der 4 Stunden später abgefahren ist, berichtet kackenfrech, dass er bald da ist. Egal, wir fahren alle in Mühlheim runter und ich denke nur: FUCK the fuck OFF! Rein nach Köln…Dom 4x links von der Brücke aus, 3x rechts…voll toll so ein Dom! Meinem Instinkt, den Rhein links lang zu fahren , folge ich aus unnachvollzieharen Gründen erstmal nicht, „Get the fuck out of here!!!!“…um später dann doch dieser Intension zu folgen. Mein kleines, großes Problem aber derweil ist einen Abort zu finden, den ich durch Zufall, beim ersten Abbiegen, um parallel Google- Maps zu aktivieren, in der Hoffnung, dass dies die kartografische Verwirrung löst, entdecke- einen Döner- Imbiss! Halleluja!!! Ich stürze echt im Zugzwang in diesen Laden und frage im Weitergehen, ob ich die Toilette benutzen darf, mit der hinterher hallenden Antwort „Ja, aber kostet 1€“ auf den ersehnten (jeder, der mich kennt weiß, dass ich eigentlich so gut wie nie auf Klo muss- nicht so’n Ding wie: wer einmal geht, muss immer- Typ 🤪 ) Platz der Erleichterung und hab‘ nach der unfassbaren neuen Unbeschwertheit leider kein Kleingeld und drücke dem verblüfften Besitzer einen 5er entgegen und sage, dass er mir wahrlich das Leben gerettet hat, worauf er mich fragt , ob ich nicht einen Döner möchte, was ich aufgrund fehlendem Hunger und Zeitmangel verneine und kopfbefreit und sichtlich entspannter wieder in mein Auto springe auf der Suche nach DEM Weg zum finalen Ziel. Köln suckt richtig, hat es schon immer und nach mehrfachen Versuchen, diverse Navigationshilfen zu aktivieren,besinne ich mich auf mein Bauchgefühl und lasse den Rhein einfach links liegen und starte durch; der unfassbare Verkehr kann mich nicht mehr aus der Bahn werfen, denn ich bin entspannt und alles um mich herum interessiert mich ’nen Scheiß. Anstatt um 14 Uhr checke ich um 19 Uhr im Hotel ein, feixende Kollegengesichter glotzen mich provokant an…keine so gute Idee, denn ich bin auf High Voltage…säusele aber der kläffenden Meute ein „bis gleich“ zu und die Fahrstuhltür schließt sich endlich und ich bin noch kurz allein.
Fasst nicht erwähnenswert, dass ich mich an diesem Abend noch gezofft habe, aber ich wünschte mir kurze Zeit meine 🦄 Frau zurück, denn ich war echt am Limit. Was soll’s!?!
Zwei Tage später sagt meine Freundin: fahr bloß nicht über die 45! Keine Ahnung, es war alles, nur keine Ignoranz der Aussage gegenüber, aber schwuppdiwupp war ich auf eben dieser, natürlich mit angekündigter Sperrung. Super Sache, wenn dein Navi von 14:35 Ankunftszeit auf 16:40 umspringt. Me pissed! Vorbei an flauschigen Longhorns und rauf und runter im Sauerland, das Offroad – Paket meines SUVs nutzend, hab ich irgendwie zurück in die Zivilisation gefunden,um kurzerhand dann doch wieder auf einer echten Straße zu sein. Der Rest war wie nach Hause kommen: ich war Monde nicht in dieser Gegend, aber erkannte so viel, dass es heimelig war. Und dann kam der befreiende Moment des Wiedersehens! Was für ein Wochenende, full of Freude und Miteinander; wirklich toll! Leider, ich muss es so sagen, war selbst der Rückweg nicht ohne Hindernisse, deshalb hab ich-wissentlich- beschlossen, schon um 9 Uhr auf zu brechen. Hintergrund ist der, dass ich nur den Nachmittag/ Abend mit Erik hatte, wir Kinotickets für den Bowie- Film hatten und ich Montag früh schon gleich wieder aufgebrochen bin zur beruflichen Woche quasi.
Alles super, Navi sagte 13:30 als Ankunftszeit voraus, yeah! Bis in Hannover Herrenhausen wegen Vollsperrung alle von der A2 runter mussten und ich auf dem Weg der Umleitung kurzerhand beschlossen habe, dass 89 km vor Bremen echt schon viel zu weit weg von meinem Kurs sind, abgebogen bin und voll easy durch Hannover gecruised bin, um leider an der genau der Stelle wieder heraus zu kommen, an der ich von der Autobahn runter musste. Grumpfllllll#?#!Allright then…another turn über irgendne Zubringerstraße hin zur A7, kilometerweit bis zum Turn in Richtung Kassel. Me, fix und fertig…just saying.
Eine gute halbe Stunde später bin ich wieder auf der A2 und entdecke, dass auch über 210 ein gutes Tempo mit meiner Karre her geben. Bin dann doch gegen 14:50 Uhr in Berlin, rufe vorher noch kurz zuhause an, um zu klären, dass wir uns nur umziehen um dann zu Bowie in den Zoo-Palast zu gehen. Klappt auch irgendwie, sehen beide aus wie Rockstars, nur aus verschiedenen Jahrzehnten! Weltklasse! Werden am Savignyplatz auch gleich mehrfach auf unser Outfit angesprochen…und das in Berlin! Kommt ja nun auch nicht alle Tage vor! Yeah!
Zack, noch 2-3 Zigaretten geraucht bevor es rein geht und voll geflashed, wie krass der Unterschied zu heute und damals ist: der Eingang zum Kino erschien mir damals echt pompöser, vielleicht weil kleiner, aber definitiv eindrucksvoller. Im Kino selbst, nach klassischer Popkornbestellung und Getränkeaufgabe war das Hineingehen dann doch impulsant: zwar nur Kino 4 aber trotzdem echt platzmäsdig sehr spendabel; sodass Reihe 5 mittig wie der Jackpot erschien.
Alleine nach über 10 Jahren mal wieder Kinowerbung in groß zu sehen war echt ein Erlebnis für sich selbst- haben alleine deswegen schon beschlossen, doch nicht alle 10 Jahre ins Kino zu gehen, sondern häufiger (was daraus wird, wird sich zeigen). Und dann geht der violette Vorgang auf und David Bowie spricht zu uns, was für mich tatsächlich familär klingt und ich mich sofort zuhause fühle, bis das erste Video startet und ich echt komplett outta space, mit kinderglitzernden Augen da sitze und mein Glück nicht fassen kann! Es vergehen 2 1/2 Stunden, die fast schöner sind als diverse Konzerte, die ich in meinem Leben besucht habe und am Ende kann ich nicht fassen, dass es zu Ende ist…Erik geht es genau so, was mich noch mehr zu Tränen rührt; schön, wenn man ein für einen echt elementares Ding im Leben teilt. Wir fahren tatsächlich wild über den Film wild quatschend nach Hause, wo wir dann aber auch recht schnell fest stellen, dass schlafen gehen eine super Sache ist und so geschieht es.
Viel zu schnell ist der Moment der Vertrautheit und des Zugauseseins vergangen und so ist es schneller als mir lieb ist Montag und ich befinde mich schon wieder auf der A9 Richtung Erfurt, wo mich das Navi plötzlich über Halle führt, was ich kurzzeitig seltsam finde, ist dies doch ein krasser Umweg. Pfhhhhhh! Vollsperrung ist auch hier das Zauberwort und der autoinnere Kompass führt mich sicher um diesen herum, fast nicht zu glauben! Ich dachte kurzzeitig schon, dass ich die Pest am Arsch habe, bezüglich Autobahnen und so… scheint doch nur ’ne kleine Epedemie zu sein; na was für’n Glück! Den Rest erspar ich euch, denn jetzt würde es echt aggro und ausfallend werden. Freu mich, dass ich aktuell zwei Nächte zuhause verbringen kann und der Rest wird sich geben…irgendwann…good night, good fight! (MTV Prodigy vs Celine Dijon- YouTube gives the answer!)

Veröffentlicht von stefkasays

Ich wollte schon immer schreiben. Über die kleinen Dinge im Leben, die einen manchmal an den Rand des Wahnsinns treiben können. Über große Dinge, die einfach zum alltäglichen Dasein dazu gehören und die Beachtung finden sollten, um nicht in der Versenkung der Unwichtigkeit zu landen. Dies ist ein persönliches Sammelsurium der Kostbarkeiten, die einen unweigerlich begleiten und die einem tagtäglich vor die Füße fallen.

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