Hey….ab in den Süden!

Morgen ist es soweit: ich fliege mit einer geliebten Freundin in den Urlaub- es geht nach Ibiza! Ich fühle mich aktuell wie ein Duracell- Hase: immer wieder den Handgepäck- Koffer checken, incl. dem 1l- Gefriertüten- Inhalt an flüssiger, scheinbar unverzichtbarer, Flüssigkeiten, Ausdrucke aller insgesamt 4 (vier!) nachweislich erforderlichen QR- Codes für den Kurztrip usw. und so fort. Getrieben durch vielerlei Verunsicherungen im Freundes-, Kollegen- und Bekanntenkreis bzgl. anstehender Quarantänezeiten bei Ankunft im Heimatland, diese aber tagesgenau checked und eigentlich beruhigt und doch irgendwie nervöser als sonst, bevor Corona da war. Bin ja bekanntlich kein Reisemuffel aber fühle mich echt, was das Aufgeregtheitslevel der anstehenden Reise betrifft, wie ein Newbe! Das Durchgeimpft sein nicht IST GLEICH: mir kann nichts passieren bedeutet, ist ja wohl klar. Aber es ermöglicht mir/ uns – nach gefühltem unendlich eingeschränktem Handlungsspielraum- ein gewisses Maß an Freiheit, die  für unser eins ja immer selbstverständlich war und trotz der verwöhnten Grundhaltung zu dieser Lebenshaltung uns heute ahnen lässt, wie es in anderen Ländern und Kulturen abläuft- mit dem einen Unterschied, dass diese oftmals, nicht wie wir, etwas entbehren und wie bei uns, sich darüber freuen, dass der Grundzustand einigermaßen wieder hergestellt wird, sondern sie es tatsächlich gar nicht anders kennen. Das lässt mich manchmal richtig schlecht fühlen, denn dies, was wir alle hier im Spiel des Lebens zelebrieren ist für andere reine Utopie, wenn überhaupt, also warum beklagen wir uns eigentlich?

Meine Freundin fühlt sich gar schlecht, weil wir fliegen, unterliegt ihre Region gerade einen üblen Vorgeschmack des Klimawandels: sie lebt im aktuell stark gebeulteten Teil Deutschlands, den man- anhand der Bilder, die medial übermittelt werden, nur aus richtig krassen Tsunami- Berichten oder gar Katastrophen- Filmen kennt. Ich versuche passende Worte zu finden, aber scheitere schon im Ansatz kläglich. Aktuell laufen die Nachrichten mit aktuellen Bildern: ich bin fassungslos, mir fällt die Kinnlade herunter. Sie sagt: du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf Sonne, Hitze und nochmals Sonne freue! Ich freue mich, auch für mich selbst mit; war unser erster (Erik und meiner) verschenkter Urlaub dieses Jahr im April auch ins Wasser gefallen. Kein Vergleich aber zu dem, was hier und jetzt im Westen passiert. Das ist unfassbar und erscheint unwirklich!

Ich wünsche mir, dass es absehbar Hilfe für alle Betroffenen gibt, es Linderung- soweit möglich- gibt, ein Ende in Sicht ist und die Regierung tatkräftig Mittel frei gibt, die es bitter benötigt, um ganze Regionen zu retten, bzw. Wiederaufbau zu gewährleisten.

Aber ich hoffe auch, dass wir trotzdem ein wenig Spaß haben werden, abschalten können und sogar mal frei von allem, was drumherum an schlimmen/ schlechten und unfassbaren Dingen passiert, einfach genießen können; ich wünsche es mir. Ob der Ernsthaftigkeit muss ein bisschen Freude auch erlaubt sein- auch wenn es sich komisch anfühlt.

STAY STRONG!!!

Veröffentlicht von stefkasays

Ich wollte schon immer schreiben. Über die kleinen Dinge im Leben, die einen manchmal an den Rand des Wahnsinns treiben können. Über große Dinge, die einfach zum alltäglichen Dasein dazu gehören und die Beachtung finden sollten, um nicht in der Versenkung der Unwichtigkeit zu landen. Dies ist ein persönliches Sammelsurium der Kostbarkeiten, die einen unweigerlich begleiten und die einem tagtäglich vor die Füße fallen.

Hinterlasse einen Kommentar