Resümée 2021

Was für ein Jahr geht hier nun zu Ende? Eines, in dem vieles erneut auf die harte Probe gestellt wurde und man Kräfte mobilisiert hat, von denen man dachte, dass die Batterie derer schon lange aufgebraucht ist, um sich dann doch auf zu rappeln und weiter zu machen. Eines, in dem Freude und Leid sehr dicht beeinander lagen: Verluste von geliebten Menschen eingeschlossen, bis hin zu Existenzniedergängen aber auch gleichzeitig Freude am Leben und Überleben in diesen Tagen allerorts, vor allem über den Kampf gegen die Zeit.
Ein Jahr, in dem sich beruflich gezeigt hat, dass man sich neuen Herausforderungen stellen musste, die vor 2 Jahren (und ich selbst nie im Leben damit gerechnet habe, dass dies in meiner Timeline mal passieren würde) undenkbar waren: Rohstoffmangel ist das neue Hexenwerk in der Industrie und dem verarbeitenden Handwerk; dafür, dass fast nichts mehr vorhanden war, sind wir alle sehr glimpflich aus der Nummer heraus gekommen.
Ein Jahr des politischen Umbruchs und globalen Veränderungen. (Das soll hier mal ohne weitere Ausführung stehen bleiben)
Ein Jahr, in dem unser persönlicher Joker bzgl. unbeschwertes Reisen, aka Walther, doch mehr Wehwehchen hatte, als uns lieb war und demnach auch die Urlaubstage, bis auf einige sehr schöne Ausnahmen, verschwendet vorkamen.
Ein Jahr des Älterwerdens (klar, wird man jedes Jahr, richtig) ; ein Jahr der Nullen quasi; schon ein besonderes Älterwerden. Man denkt zweifelsohne über das Erreichte nach; die Menschen, die einen mit zu dem gemacht haben, was man heute ist und entdeckt an sich (eventuell), dass dies noch lange nicht alles gewesen ist und man ja eh erst viel, viel später erwachsen wird und deswegen einer blümeranten und vielversprechenden Zukunft ins Auge blickt. (Außerdem ist die Party ja nur verschoben!)
Ein Jahr der Spaltung und des Auseinanderdriftens unter Freunden, Bekannten und im Berufsleben, im Kollegen- und Kundenkreis; das wichtigste Gut der Menschen, die Gemeinschaft, ist vor dem Kollaps und der Graben wird immer tiefer. Das traurigste an diesem Jahr war allerdings, dass es offenbar nur noch ein zentrales Thema gab und man sich glücklich schätzen konnte, nur über Belangloses- wie zum Beispiel das Wetter- zu sprechen oder gar optimistisch in die Zukunft blicken und sich auf das zu freuen, was da alles noch kommt. Fehlanzeige! Wie ein Geschwür kriecht diese Spaltung in jede Zelle der Gesellschaft und man möchte und kann es nicht mehr hören, bzw. ertragen und ist oftmals aber schon zu müde, es zu ändern.
Vieles hat dieses Jahr mit uns allen angestellt aber ich möchte mich auf diesem Wege auch herzlichst bei meinem Mann, meiner Familie, meinen Freunden und sonstigen Weggefährten bedanken, dass sie es trotz all der Widrigkeiten, zu einem sehr schönen gemacht haben! Bleibt gesund, rutscht gut rein und auf ein schönes 2022!!!

Veröffentlicht von stefkasays

Ich wollte schon immer schreiben. Über die kleinen Dinge im Leben, die einen manchmal an den Rand des Wahnsinns treiben können. Über große Dinge, die einfach zum alltäglichen Dasein dazu gehören und die Beachtung finden sollten, um nicht in der Versenkung der Unwichtigkeit zu landen. Dies ist ein persönliches Sammelsurium der Kostbarkeiten, die einen unweigerlich begleiten und die einem tagtäglich vor die Füße fallen.

Hinterlasse einen Kommentar